14 Gründe, jetzt 3.000 Euro in die Airbnb-Aktie zu investieren
Airbnb (WKN: A2QG35) ist eine globale Plattform für die Vermittlung von Unterkünften und Erlebnissen. Für langfristig orientierte Anleger ist die Airbnb-Aktie interessant, weil das Unternehmen hochprofitabel ist, viel freien Cashflow erwirtschaftet und seine Plattform Schritt für Schritt erweitert.
Seit Jahresbeginn steht die Airbnb-Aktie, wie viele andere Tech-Werte, unter Druck. Auch die jüngsten Quartalszahlen konnten keine nachhaltige Erholung auslösen und haben den Abwärtstrend zunächst leicht beschleunigt. Während dieses Update entsteht, wird der Rücksetzer jedoch vorbörslich bereits teilweise wieder aufgekauft. Fundamental bleibt Airbnb aus unserer Sicht sehr stabil.
Airbnb-Aktie: Was wirklich zählt
Im vierten Quartal 2025 stieg das Bruttobuchungsvolumen um 16 % auf 20,4 Mrd. US-Dollar. Die Anzahl der gebuchten Nächte und Erlebnisse legte um 10 % auf 121,9 Mio. zu. Der Umsatz wuchs um 12 % auf 2,8 Mrd. US-Dollar. Der Nettogewinn lag bei 341 Mio. US-Dollar, was einer Marge von 12 % entspricht. Der freie Cashflow belief sich auf 521 Mio. US-Dollar und erreichte damit eine starke Marge von 19 %.
Auf Gesamtjahressicht ist der Nettogewinn im Vergleich zum Vorjahr um rund 5 % gesunken, während der freie Cashflow um 2 % gestiegen ist. Auch das Umsatzwachstum hat sich mit zunehmender Unternehmensgröße verlangsamt. Das kann den Eindruck erwecken, dass Airbnb an Dynamik verliert. Gleichzeitig operiert das Unternehmen inzwischen auf einem hohen Niveau und ist dabei sehr profitabel.
Zudem wird die Aktie aktuell zu einer attraktiven Bewertung gehandelt (EV/FCF-Verhältnis von 14). Das allein ist aus unserer Sicht schon ein gutes Argument für die Airbnb-Aktie. Hinzu kommt, dass Airbnb gezielt in neue Bereiche investiert und damit zusätzliche Wachstumsfantasie schafft.
Wachstumsfantasien und der Ausblick
Ein gutes Beispiel dafür sind die Erlebnisse. Im vierten Quartal stand fast die Hälfte der gebuchten Erlebnisse nicht im Zusammenhang mit einer Unterkunftsbuchung. Das bedeutet, dass neue Kunden auf die Plattform kommen, die zunächst nur ein Erlebnis buchen. Damit entsteht weiteres Umsatzpotenzial, weil diese Nutzer künftig auch Unterkünfte über Airbnb buchen könnten.
Zudem arbeitet Airbnb verstärkt mit Hotels zusammen, wo es sinnvoll ist. Das gilt vor allem für Regionen, in denen es nicht genügend private Unterkünfte gibt oder in denen das klassische Airbnb-Modell regulatorisch eingeschränkt oder verboten ist, wie etwa in New York. Auch das dürfte zusätzliche Zielgruppen auf die Plattform bringen.
Für das erste Quartal 2026 erwartet Airbnb einen Umsatz zwischen 2,59 und 2,63 Mrd. US-Dollar, was einem Wachstum von 14 bis 16 % entspricht. Für das Gesamtjahr 2026 stellt das Unternehmen mindestens ein zweistelliges Umsatzwachstum in Aussicht. Diese eher vorsichtige Prognose könnte ebenfalls auf die Stimmung drücken und kurzfristig Dynamik aus dem Kurs nehmen. Langfristig bleibt Airbnb jedoch ein hochprofitables Unternehmen mit starker Marke und klaren Expansionsmöglichkeiten.
Der langfristige Blick auf die Airbnb-Aktie
Ein entscheidendes Event der letzten Jahre für die Airbnb-Aktie war sicherlich die Corona-Pandemie. Airbnb konnte die wohl größte Krise für den Tourismus unserer Zeit nicht nur durch clevere Management-Entscheidungen überstehen, sondern wesentlich gestärkter daraus hervorkommen. Das war ein entscheidender Beweis für die Kompetenz des Managements. Das Ausscheiden der Gründer und führenden Manager aus dem Unternehmen wäre daher für uns ein Grund, die Investitionsthese zu hinterfragen.
Airbnb besitzt eine skalierbare Plattform, die von einem starken Netzwerk-Effekt profitiert. Das Unternehmen profitiert nicht nur von Freizeitreisen, sondern eben auch von anderen Trends wie Workation oder dezentrales Arbeiten. In der heutigen Zeit verbringen Arbeitnehmer und Freelancer beispielsweise einige Wochen in einem „anderen Zuhause“, also einem Airbnb. Airbnb expandiert verstärkt in Länder mit einer geringen Penetration (z. B. Brasilien, Deutschland) und führt ergänzend neue Produkte und Services ein. Das Kerngeschäft ist bereits äußerst attraktiv und wächst nach wie vor. Ergänzende Produkte wie bspw. Erlebnisse könnten den TAM von Airbnb deutlich vergrößern und die Airbnb-Aktie für langfristig orientierte Investoren besonders attraktiv gestalten.
Durch die Einführung der Services und Experiences hat Airbnb ein neues Kapitel aufgeschlagen. Wir sehen darin die größere Vision, eine „All-in-one-App“ für Reisen zu etablieren. Diese wird nicht nur Unterkünfte, Services, Erlebnisse und ggf. weitere Produkte anbieten, sondern wird sich zu einer Community und Art Social–App entwickeln. Schon heute kann man bspw. einen Kurs buchen und dann mit anderen Teilnehmern im Vorfeld interagieren. Wir denken, Airbnb wird dieses Konzept ausbauen und somit die Stickiness und Monetarisierungsmöglichkeiten deutlich vorantreiben. Diese Idee und das dahinterstehende Potenzial für die Airbnb-Aktie hat der Markt nicht erkannt.
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