In 2 Jahren ver-10-facht: Kann die Evolution-Aktie nochmal 5.000 Euro in 50.000 Euro verwandeln?

Wir setzen mit dem Marktführer für B2B-Online-Casinospiele Evolution AB (WKN: A2PK19) auf einen wachsenden Online-Glücksspielmarkt. In den letzten Jahren wuchs das schwedische Unternehmen mit seinem Live-Segment, welches die Live-Übertragungen von Casino-Spielen aus echten Studios mit echten Dealern umfasst, sowie mit dem kleineren Segment der selbst entwickelten Online-Glücksspiele stärker als der Gesamtmarkt. Zuletzt stockte diese Wachstumsmaschine der Evolution-Aktie jedoch – seit der rasanten Verzehnfachung von April 2019 bis April 2021 tendiert die Evolution-Aktie eher abwärts.
Warum die Evolution-Aktie aktuell Probleme hat
Im vorherigen Quartal ging der Netto-Umsatz erstmals seit dem Börsengang im Jahr 2025 zurück (um 2,4 %). Im nun abgeschlossenen vierten Quartal setzte sich dieser Negativtrend fort. Der Netto-Umsatz fiel um 3,7 %. Dies liegt vor allem an zwei Entwicklungen, die jeweils seit einigen Quartalen anhalten: In Asien hat Evolution mit Cyberkriminalität zu kämpfen, deren Bekämpfung teils auch das Spielerlebnis von legitimen Endnutzern beeinträchtigt. In anderen Märkten, insbesondere in Europa, machen dem Unternehmen unregulierte Anbieter Kunden streitig, während Evolution aufgrund der „stärksten Schutzmaßnahmen aller Anbieter“ manchmal vielleicht weniger nutzerfreundlich ist.
Die Lösung dieser Themen schlägt auch auf die Margen durch. Die angepasste EBITDA-Marge fiel im Quartal um 170 Basispunkte auf 66,4 %. Im Gesamtjahr 2025 lag diese bei 66,1 % (und damit am unteren Ende der vom Management in Aussicht gestellten Prognose). In 2026 soll die Marge ähnlich hoch ausfallen. Auch wenn uns dieser Rückgang natürlich nicht gefällt, halten wir fest, dass dieser Wert für sich genommen weiterhin außerordentlich stark ist und als Zeichen für einen tiefen Burggraben gewertet werden kann. Auch die Rendite auf das eingesetzte Kapital ist mit 23 % im Jahr 2025 weiterhin wirklich gut.
Was wir noch positiv sehen
Weitere operative Lichtblicke sind in unseren Augen: In Asien stieg der Umsatz sequentiell erstmals wieder. In den USA wächst Evolution ausgehend von einer kleinen Basis „solide“ und expandiert stark, mit dem klaren Ziel, der zweitgrößte Live-Casino-Anbieter. Wir behalten gerade in den USA die boomenden „Prediction Market“ Plattformen im Blick. Diese sind bisher weitgehend unreguliert und erlauben es Nutzern, auf alles Mögliche zu wetten – von der US-Inflationsrate über Oscar- und Olympia-Gewinner bis hin zum Bitcoin-Kurs. Wir erkennen hier Parallelen zum Glücksspiel und entsprechend neue indirekte Konkurrenz für Evolution.
Am Aktienmarkt kommen die Zahlen von Evolution nicht gut an. Die Evolution-Aktie fiel seit Jahresbeginn um 15 %, auf Sicht von fünf Jahren um 50 % (im interaktiven Chart von aktien.guide blau). Damit liegt das KGV nun „nur noch“ bei 10. Setzt man den Free Cashflow (1,2 Mrd. Euro, rot) mit dem Unternehmenswert (10 Mrd. Euro Marktkapitalisierung abzüglich 0,8 Mrd. Euro Nettoliquidität) ins Verhältnis, kommt man auf ein Multiple von 8 (gelb).

Auch wenn Evolution vor einigen Herausforderungen steht, sieht das wirklich günstig aus. Die Dividendenrendite liegt bei 5,2 %. Insofern bekommen Investoren hier mit einer Aktie einen bunten Strauß an positiven Fantasien ins Depot: Tech, Turnaround und Cashflows. Um eine erneute Verzehnfachung zu starten, müsste sich bei der Evolution-Aktie aber zunächst die Gewinnentwicklung wieder deutlich ins Positive drehen.
Evolution ist Marktführer in seinem Segment des Wachstumsmarkts Online-Glücksspiel. Der globale Online-Casino-Markt wächst mit starken Raten – auch aufgrund zunehmend attraktiverer regulatorischer Bedingungen in bedeutenden Märkten wie Europa und den USA. Mit diesem Rückenwind kann Evolution seine bestehenden Kundenbeziehungen, technische Infrastruktur (One-Stop-Shop) und spezifische tiefe Kenntnisse zu Themen wie Regulierung und darüber, welche Spiele und Features Endkunden attraktiv finden, nutzen, und seine Spiele und Services weiter ausbauen.
Evolution-Aktie: Auf diese Risiken sollten Anleger achten
Regulierung ist ein entscheidendes Thema im Glücksspiel-Bereich. Änderungen könnten starke Auswirkungen auf das Geschäftsmodell haben. Auch erfolgreiche Cyberangriffe könnten gravierend sein. Konkurrenz durch neue Player oder die Betreiber der Glücksspiel-Webseiten sind bei dem Punkt “Besondere Sorge” genauer aufgeführt.
In meinen Augen geringeres Risiko: Goodwill in Höhe von 2,4 Mrd. Euro (Stand Ende 2025). Dieser resultiert zum Großteil aus dem Kauf von NetEnt in 2020 für 1,9 Mrd. Euro. Das Unternehmen war ganz ähnlich aufgestellt wie Evolution und hat “Spiele und Systemlösungen für Glücksspielbetreiber” angeboten, nur dass der Fokus stärker auf den RNG-Spielen lag. Da die Übernahme ja schon vier Jahre her ist und sich das Geschäft gut zu entwickeln scheint, sehe ich geringere Risiken für ein Impairment-Abschreibung des Goodwill.
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