2 Top-Aktien, denen der Iran-Krieg vollkommen egal ist!

In der Ruhe liegt die Kraft: Ein Mann meditiert bei Sonnenaufgang auf einem Berggipfel
Bild: Gerd Altmann via Pixabay

Der Iran-Krieg hat so manche Top-Aktie mittlerweile belastet. Die Schäden für die Wirtschaft sind noch nicht abzusehen. Fest steht jedoch, dass die Rüstungsindustrie und die Ölindustrie zu den Profiteuren zählen dürften. Denn der Krieg hat die Ölpreise in die Höhe schnellen lassen. Rüstungsaktien boomen ebenfalls, wenn Konflikte auf der Welt entstehen.

Aber es gibt auch Top-Aktien außerhalb dieser Bereiche, die zumindest eines von sich behaupten können: Nämlich, dass ihnen der Iran-Krieg vollkommen egal ist. Sie werden von den Auswirkungen nicht tangiert. Besitzen Geschäftsmodelle, die stabil bleiben und trotzdem solide Gewinne einfahren und den Wert weiter steigern.

Bereit für eine spannende Auswahl, mit der auch du den Iran-Krieg in deinem Depot ein wenig vergessen kannst? Legen wir los!

Berkshire Hathaway: Iran-Krieg? Zwischen Profiteur und Egalität!

Die erste Top-Aktie, mit der man sich gegen den Iran-Krieg rüsten kann, ist für mich Berkshire Hathaway (WKN: A0YJQ2). Die Beteiligungsgesellschaft, die mittlerweile nicht mehr von Warren Buffett, sondern von Greg Abel geleitet wird, ist für mich ein Mittelding zwischen Profiteur und einem Konzern, dem das Ganze egal ist. Fangen wir mit dem Grund an, warum die Aktie sogar profitiert.

Berkshire Hathaway besitzt eine große Energiesparte, nämlich Berkshire Hathaway Energy. Hier geht es zwar nicht um die Exploration oder den Downstream-Bereich (das heißt Förderung oder Verkauf von Endprodukten), sondern vielmehr um den Midstream-Bereich. Das bedeutet vor allem den Transport innerhalb der USA. Aber auch das Geschäft ist so aufgebaut, dass die Umsätze zu einem gewissen Anteil an den Öl- und Erdgaspreis gekoppelt sind. Die derzeit höheren Preise durch den Iran-Krieg dürften dazu führen, dass dieses Geschäftssegment mehr Umsatz erzielt. Es kann sogar Wachstum möglich sein. Da der Transport primär innerhalb der USA stattfindet, besteht keine größere Gefahr.


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Daneben besitzt Berkshire Hathaway ein Kerngeschäft rund um Eisenbahnen und Versicherungen, primär in den USA beheimatet. Auch die Beteiligungen wie Coca-Cola, American Express oder die Bank of America sind primär in den USA beheimatet und nicht im Iran aktiv. Das bedeutet bei den starken und zeitlosen Marken stabile Gewinne und Dividenden. Daneben besitzt Berkshire Hathaway 373 Mrd. US-Dollar in Cash. Das ist ein gutes Polster, um im Zweifel bei sich auftuenden Chancen zukaufen zu können. Für mich bleibt Berkshire Hathaway daher eine Top-Aktie, die eigentlich jeder Krise trotzen kann. Der Iran-Krieg gehört definitiv dazu.

Waste Management: Das Abfall-Unternehmen mit dem USA-Schwerpunkt

Du möchtest lieber auf eine Aktie mit einem defensiven, aber konzentrierten Geschäftsmodell setzen, dem der Iran-Krieg nichts anhaben kann? Dann ist Waste Management (WKN: 893579) eine interessante Wahl. Hierbei handelt es sich um ein Unternehmen, das in den USA als Abfall- und Recyclingkonzern aktiv ist. Es handelt sich um ein weitgehendes Monopol, denn Waste Management hat in seinen Kernregionen exklusive Verträge mit Städten und Gemeinden. Wettbewerb existiert hier kaum und die vorhandene Infrastruktur an Deponien und Wiederaufbereitungsanlagen wird in Anbetracht der kaum vorhandenen Aussichten auf ein Geschäft keine Konkurrenz in den Regionen errichten.

Wir sehen daher eine Top-Aktie mit einem sehr hohen Burggraben. Aber auch, dass der Iran-Krieg hier kaum Auswirkungen haben kann. Das Kerngeschäft basiert auf der Abfallbeseitigung in den USA. Einziger Anknüpfungspunkt: Die steigenden Treibstoffkosten könnten dazu führen, dass die Ergebnisse leicht leiden. Denn Waste Management benötigt selbstverständlich eine Flotte an Abfallfahrzeugen, die mit Brennstoffen betrieben werden. Da könnte es bei den Zahlen für das erste Quartal vielleicht einen kleineren Kommentar vonseiten des Managements geben.

Ansonsten besitzt Waste Management aber das Potenzial, über regelmäßige und leichte Preiserhöhungen auch das zu kompensieren. Wir sehen an den Zahlen für das Geschäftsjahr 2025, dass exakt das der Wachstumstreiber ist: Der Umsatz erhöhte sich von 22 Mrd. US-Dollar auf 25,2 Mrd. US-Dollar. Der Gewinn je Aktie stieg hingegen bereinigt von 7,21 US-Dollar auf 7,50 US-Dollar. Dazu gibt es eine Dividende in Höhe von derzeit 1,54 % mit der Aussicht auf zukünftiges Wachstum. Fest steht für mich: Der Iran-Krieg wird diesen Quasi-Monopolisten in den USA kaum tangieren.

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Vincent besitzt Aktien von American Express, Berkshire Hathaway und Coca-Cola. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von American Express, Apple, Berkshire Hathaway und Waste Management.



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