PayPal-Aktie: +28 %! So weit geht der Turnaround

Nahaufnahme des Logos der PayPal-App auf einem Smartphone
Foto: Brett Jordan via Pexels

Die PayPal-Aktie (WKN: A14R7U) hat zuletzt zum Turnaround angesetzt. Besonders in den letzten Tagen stiegen die Anteilsscheine seit ihrem Tief von 32,74 Euro bis auf 42,00 Euro. Das entspricht einem Plus von 28 % innerhalb der letzten zwei Monate. Wobei die Performance aus einem längerfristigen Betrachtungswinkel immer noch alles andere als gut ist.

Schließlich notierte die PayPal-Aktie vor sechs Monaten noch bei über 56 Euro. In der Coronazeit stiegen die Anteilsscheine auf über 250 Euro. Das ist weiterhin vorbei und die Aktie des US-amerikanischen Zahlungsdienstleisters gehört mit einem Minus von über 80 % noch immer zu den großen Verlierern der letzten Jahre.

Aber die fundamentale Bewertung scheint günstig. Eigentlich stimmen Wachstum und Ökosystem weiterhin. Wie weit kann der Turnaround jetzt also gehen? Betrachten wir ein paar relevante Aspekte, die uns zumindest ein Gespür für die Möglichkeiten geben können.

PayPal-Aktie: Bepreist wie eine Aktie, die stagniert!

Grundsätzlich spiegelt die fundamentale Bewertung der PayPal-Aktie eher einen stagnierenden Konzern wider. Bei einem Aktienkurs von 49,80 US-Dollar und einem 2025er Gewinn je Aktie von 5,41 US-Dollar liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) bei 9. Bedeutet, dass es praktisch kein Gewinnwachstum braucht, damit die Anteilsscheine eine gute, marktübliche Rendite ermöglichen können. Auch das Kurs-Umsatz-Verhältnis ist mit einem Wert von 1,5 wirklich sehr moderat. Historisch gesehen gleicht die Bewertung eher einem hoch verschuldeten Telekommunikationskonzern als einem dynamischen Zahlungsdienstleister.

Das Bild ist noch verzerrter, wenn wir die jüngsten Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 betrachten. PayPal steigerte im Geschäftsjahr 2025 den Umsatz um 4 % auf 33,2 Mrd. US-Dollar. Das Ergebnis je Aktie wuchs hingegen bereinigt um 14 % auf 5,41 US-Dollar. Auch das Zahlungsvolumen stieg um 7 % auf 1,79 Billionen US-Dollar. Stagnation? Fehlanzeige. Umso klarer wird meiner Meinung nach eine erste Unterbewertung. Wobei die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 zumindest eher Stagnation oder leichte Ergebnisrückgänge einpreist. Das könnte das Tief erklären.


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PayPal ist jedoch ein Ökosystem mit 439 Mio. aktiven Nutzern. Der Markt der digitalen Zahlungsdienstleistungen bleibt gefragt, im Alltag vieler Verbraucher ist das Tool mittlerweile etabliert. Meine These ist daher eher, dass das Geschäftsjahr 2026 ein Übergangsjahr ist und danach Wachstum möglich ist. Zumal sogar Aktienrückkäufe bei einem freien Cashflow von 6,4 Mrd. US-Dollar eine Option für künstliches Gewinnwachstum wären. Mit 14,8 Mrd. US-Dollar an Cash und kurzfristigen Investitionen denke ich ebenfalls: Die PayPal-Aktie zählt eher zur Kategorie der Qualitäts- und Value-Aktien.

Eine neue Dividende, die plötzlich das Renditepotenzial unterstreicht

Meiner Meinung nach hat das Management hinter der PayPal-Aktie auch selbst viel getan, um das Renditepotenzial zu unterstreichen. Der US-amerikanische Zahlungsdienstleister führte im vergangenen Jahr eine Dividende ein. Zwar liegt die Ausschüttungssumme je Aktie und Vierteljahr gerade einmal bei 0,14 US-Dollar. Mit einer Dividendenrendite von über 1 % ist der Wert aber absolut solide. Zumal gerade einmal ein Anteil am Gewinn von knapp über 10 % ausgezahlt wird.

PayPal besitzt daher noch viel Raum für Rendite. Das Management könnte durchaus 20 oder 30 % des Gewinns per Dividende auszahlen. Bei dem heutigen Bewertungsniveau würde das wiederum einer Dividendenrendite von 2 oder 3 % entsprechen. Auch dieses Gedankenspiel zeigt, wie günstig die Aktie derzeit eigentlich ist. Das Management nutzt aber auch gerade gerne Aktienrückkäufe, um den Wert jeder ausstehenden Aktie zu erhöhen. Im Geschäftsjahr 2025 flossen beispielsweise 6 Mrd. US-Dollar in die eigene Aktie, die sogar vom freien Cashflow von 6,4 Mrd. US-Dollar gedeckt gewesen sind. Damit würden bei einer aktuellen Marktkapitalisierung von 44,8 Mrd. US-Dollar aktuell mehr als 10 % der ausstehenden Aktien gekauft und eingezogen werden. Unglaublich, oder? Das zeigt dir vielleicht, wie sehr die PayPal-Aktie einer Cashcow gleicht.

PayPal-Aktie: Die Chance und das Risiko

Natürlich besitzt die PayPal-Aktie auch Risiken. Der Markt preist ein, dass Wettbewerber erstarken. Stablecoins könnten eine Bedrohung sein. Meine These ist hier jedoch eher, dass das bestehende Ökosystem das Vertrauen von 439 Mio. aktiven Nutzern gewonnen hat. Zudem integriert das Management des US-Konzerns selbst krypto-affine Lösungen in das eigene Ökosystem. Man geht daher mit dem Trend, anstatt sich verdrängen zu lassen.

Deshalb sehe ich jetzt eher die Chance. Meiner Meinung nach sollte die PayPal-Aktie eher zu einem KGV von 15 gehandelt werden, da ich ein Gewinnwachstum von etwa 4 % pro Jahr mindestens für realistisch halte. In der zweiten Jahreshälfte und wenn so allmählich die ersten Ausblicke auf das Jahr 2027 folgen, könnte das möglich sein. Dann besäße die Aktie ausgehend von heute noch ein Kurspotenzial von 50 %.

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Vincent besitzt Aktien von PayPal. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von PayPal.



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