Todsichere Dividende? Diese Aktie mit 4,8 % Rendite kommt verdammt nah ran

Ein Güterzug transportiert Container über eine Bahnstrecke
Foto: Brett Sayles via Pexels

Zuverlässig wie ein Schweizer Uhrwerk läuft es bei Brookfield Infrastructure (WKN: A40WAH). Das dritte Quartal brachte wieder ein ausgezeichnetes Ergebnis. Aber vor allem läuft es beim eigentlichen Katalysator richtig rund: Das Unternehmen erwirbt in der ganzen Welt Infrastruktur-Assets, baut sie aus und verkauft sie später mit Gewinn, um das damit eingenommene Geld wieder in neue Projekte zu investieren. Über die Zeit ist damit ein Schwungrad entstanden, das sich selbst am Laufen hält und die Investoren der Brookfield Infrastructure-Aktie mit regelmäßig steigenden Dividenden erfreut.

Das Schwungrad von Brookfield Infrastructure

Fangen wir mit diesem Teil an: Im laufenden Jahr 2025 hat Brookfield durch den Verkauf von Vermögenswerten bereits Erlöse von mehr als 3 Mrd. US-Dollar erzielt. Für die nächsten 12 bis 18 Monate sind weitere 3 Mrd. US-Dollar geplant.

Aber dieses Geld muss ja auch wieder sinnvoll investiert werden. Und das macht Brookfield: Das Investitionsziel für dieses Jahr ist mit sechs neuen Investitionen von insgesamt über 1,5 Mrd. US-Dollar bereits erreicht. Im dritten Quartal wurden drei neue Investments für zusammen rund 225 Mio. US-Dollar getätigt.

Das sind die neuen Investitionen

Die erste Investition ist ein neuseeländischer Erdgasinfrastrukturbetrieb mit einem Unternehmenswert von 1,3 Mrd. US-Dollar. Das Unternehmen betreibt in erster Linie ein führendes Gasübertragungs-, -verteilungs- und -speichergeschäft, und erzielt damit regulierte und langfristig vertraglich vereinbarte Einnahmen mit Inflationsindexierung. Diese wertorientierte Akquisition generiert extrem viel Cash und amortisiert sich bereits nach etwa sieben Jahren.

Die zweite Akquisition ist ein südkoreanisches Industriegasunternehmen mit einem Unternehmenswert von 1 Mrd. US-Dollar, das Industriegase an branchenführende und erstklassige Halbleiterhersteller liefert. Der Großteil des Geschäfts basiert auf 20-jährigen Take-or-pay-Abnahmeverträgen mit erheblichen Kostenweitergaben.

Und schließlich hat Brookfield das erste KI-bezogene Projekt im Rahmen einer neu geschlossenen Rahmenvereinbarung mit Bloom Energy im Wert von 5 Mrd. US-Dollar gesichert, um bis zu einem Gigawatt an Stromlösungen für Rechenzentren und KI-Fabriken zu installieren. Dieses Projekt versorgt einen Hyperscale-Kunden in den Vereinigten Staaten mit 55 Megawatt Strom für ein KI-Rechenzentrum.

Aktienwelt360 Aktienkompass

+91,27%

Benchmark

+77,13%

Aktienwelt360 Aktienkompass

+91,27%

Benchmark

+77,13%

So war das letzte Quartal in finanzieller Hinsicht

Das Geschäft läuft also weiterhin, und auch in Zukunft sollte es also nicht an Einnahmen mangeln. Aber schauen wir uns jetzt das abgelaufene dritte Quartal an. Die bei Infrastrukturinvestoren aussagekräftigeren Funds from Operations (FFO) betrugen 654 Mio. US-Dollar oder 0,83 US-Dollar pro Aktie, was 9,2 % mehr war als im Vorjahr. Die einzelnen Segmente entwickelten sich wie folgt:

  • Das Segment Versorgung erzielte FFO von 190 Mio. US-Dollar und lag damit leicht über dem Vorjahreswert. Das Ergebnis profitierte von der Inflationsindexierung sowie von Kapitalzuführungen in Höhe von rund 450 Mio. US-Dollar. Die im ersten Quartal 2025 verkauften Erdgasleitungen in Mexiko konnten nicht mehr zum Ergebnis des aktuellen Quartals beitragen. Höhere Zinssätze belasteten das Ergebnis leicht.
  • Im Segment Transport beliefen sich die FFO auf 286 Mio. US-Dollar, verglichen mit 308 Mio. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang ist in erster Linie auf die Verkäufe der Beteiligungen an einem australischen Exportterminal sowie an einem Portfolio Container zurückzuführen. Nach Bereinigung dieser Effekte lag der FFO leicht über dem Vorjahreswert, da Brookfield Preiserhöhungen von 1 % in den Schienennetzen und 5 % im Mautstraßenportfolio durchsetzen konnte.
  • Das Midstream-Segment erzielte FFO von 156 Mio. US-Dollar, was einem Anstieg von 6 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht und auf das starke organische Wachstum im gesamten Geschäftsbereich zurückzuführen ist. Speziell das diversifizierte Midstream-Geschäft in Kanada entwickelte sich aufgrund der höheren Kundenaktivität und der starken Auslastung der Anlagen gut. Die Übernahme der Pipelines von Colonial Enterprises konnte den Umsatzverlust durch den Verkauf der US-Gaspipeline im zweiten Quartal 2025 ausgleichen.
  • Zu guter Letzt erzielte das Datensegment FFO von 138 Mio. US-Dollar; das sind satte 62 % mehr als im Vorjahr (falls ihr noch einen Schaufelproduzenten in Sachen KI sucht – hier ist er). Der Anstieg ist auf das starke organische Wachstum der Rechenzentrumsplattformen sowie den Beitrag der vor einem Jahr abgeschlossenen Akquisition eines Tower-Portfolios in Indien zurückzuführen. Im vergangenen Quartal wurden weitere 80 MW Kapazitäten in Brookfields Hyperscale-Rechenzentren in Betrieb genommen.

Brookfield Infrastructure-Aktie: Wir bleiben an Bord

Die Aktionäre erhalten erneut eine Quartalsdividende in Höhe von 43 US-Cent je Brookfield Infrastructure-Aktie. Das entspricht einer Erhöhung von 6 % gegenüber dem Vorjahr.

Brookfield Infrastructure hat erneut ein solides und schönes Quartalsergebnis erreicht. Durch die Zunahme der Aktivitäten im Kapitalrecycling wurde der Grundstein für weiteres Wachstum gelegt. Wir sehen bei dem Unternehmen sehr optimistisch in die Zukunft.

Was die Risiken angeht, fragen wir uns, ob das effiziente Kapitalrecycling von Brookfield Infrastructure in jeder Zins- und Wirtschaftslage immer möglich sein wird. Weiterhin bereitet uns die hohe Verschuldungssituation Sorge. Diese ist dank der sicheren und planbaren Cashflows grundsätzlich okay, aber bei starken Zinssteigerungen besteht trotzdem ein Risiko.

Dem gegenüber steht die größte Chance für die Brookfield Infrastructure-Aktie: Weltweit besteht massiver Investitionsbedarf in Infrastruktur, weil in den Industrieländern viele Objekte veraltet sind, die vor allem in den Jahren nach dem 2. Weltkrieg aufgebaut wurden. Dazu kommt die Sonderkonjunktur im Bereich Datencenter.

Nur 1.000 Euro im Monat? So sicherst du dir mehr, als die gesetzliche Rente je bieten kann!

Nur 1.000 Euro im Monat trotz jahrzehntelanger Arbeit – das ist alles, was die gesetzliche Rente vielen von uns bieten kann. Die Rentenlücke ist real – und größer, als viele denken. Doch: Es gibt clevere Wege, um vorzubeugen und sie zu schließen.

Unser exklusiver Sonderbericht enthält 10 konkrete Investment-Strategien für Jung und Alt, um mit Aktien, ETFs und Co. gezielt und erfolgreich vorzusorgen – und zeigt dir, warum gerade kleine Beträge über Zeit einen gewaltigen Unterschied machen können.

Lies den Bericht und gehe den ersten Schritt in Richtung finanziell sorgenfreier Ruhestand!

Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Brookfield Infrastructure.



Das könnte dich auch interessieren ...