13 % Dividendenrendite: Sprechen wir hier in 24 Monaten über eine verpasste Kaufchance?

Bei Innovative Industrial Properties (WKN: A2DGXH) sehen wir nach wie vor einen Cannabis-REIT im Umbau, der jedoch zunehmend Fortschritte macht. Die Probleme rund um ausgefallene Mieter sind noch nicht vollständig gelöst. Aber das Management scheint die richtigen Hebel zu bedienen: Neuvermietungen, juristische Lösungen und eine stabilisierte Bilanz rücken stärker in den Fokus. Das erste Quartal 2026 liefert dafür eine solide Grundlage.
Innovative Industrial Properties-Aktie:Kommen wir auf die Zahlen zu sprechen
Innovative Industrial Properties erzielte im ersten Quartal einen Umsatz von 69,0 Mio. US-Dollar. Die Funds from Operations lagen bei 1,78 US-Dollar je IIPR-Aktie, bereinigt (AFFO) bei 1,88 US-Dollar. Damit bewegt sich der REIT leicht unter dem Vorjahresniveau. Entscheidend ist jedoch: Die Dividende von 1,90 US-Dollar je Aktie ist operativ nahezu wieder gedeckt. Das war in den vorherigen Quartalen nicht der Fall. Der Turnaround zeigt sich damit erstmals auch in der operativen Kennzahl, die für uns entscheidend ist.
Gleichzeitig bleibt die Profitabilität hoch. Bei einem AFFO von 53,4 Mio. US-Dollar zeigt sich erneut, wie effizient das Geschäftsmodell grundsätzlich ist. Trotz der Belastungen durch Restrukturierung und Mietausfälle bleibt ein Großteil der Einnahmen für die Aktionärinnen und Aktionäre erhalten. Das ist eine der zentralen Stärken von Innovative Industrial Properties.
Das Portfolio erscheint immer stärker
Besonders positiv ist die Entwicklung im Portfolio. Das Management konnte allein im bisherigen Jahresverlauf Mietverträge über rund 389.000 Quadratfuß abschließen. Darunter mehrere größere Objekte, unter anderem mit Gramlin, Grown Rogue und Curaleaf. Das zeigt: Die Nachfrage nach den Immobilien ist weiterhin vorhanden. Gleichzeitig gelingt es zunehmend, leerstehende oder problematische Objekte wieder zu vermieten. Das ist ein zentraler Baustein für die Stabilisierung.
Auch bei den Problem-Mietern sehen wir Fortschritte. Bei PharmaCann wurden gerichtliche Verfahren abgeschlossen und insgesamt über 3 Mio. US-Dollar an Zahlungen realisiert. Gleichzeitig fallen mehrere Immobilien zeitnah zurück an Innovative Industrial Properties und sind teilweise bereits neu vermietet. Bei Gold Flora konnten ebenfalls offene Forderungen zumindest teilweise realisiert werden. Und selbst bei 4Front gibt es erste Lösungen mit potenziellen neuen Mietern, auch wenn diese noch Zeit benötigen. In Summe zeigt sich: Die Altlasten werden aktiv abgearbeitet und verlieren zunehmend an Bedeutung.
Innovative Industrial Properties: Bilanz und Beteiligungen
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Bilanz. Innovative Industrial Properties hat im laufenden Jahr bereits 128 Mio. US-Dollar an Eigen- und Fremdkapital aufgenommen und bereitet weitere Finanzierungen vor. Hintergrund ist unter anderem eine anstehende Anleihefälligkeit. Gleichzeitig bleibt die Verschuldung mit rund 13 % der Bilanzsumme sehr moderat. Auch die Liquidität von rund 176 Mio. US-Dollar gibt dem Unternehmen ausreichend Spielraum. Wir sehen daher keine strukturellen Risiken auf der Finanzierungsseite.
Spannend bleibt zudem die strategische Beteiligung an IQHQ. Hier hat Innovative Industrial Properties inzwischen 150 Mio. US-Dollar investiert und plant weitere Tranchen. Die angestrebten Renditen von rund 14 % könnten mittelfristig einen wichtigen Beitrag zum Wachstum leisten. Gleichzeitig zeigt das Investment, dass sich der REIT breiter aufstellen möchte und nicht mehr ausschließlich vom Cannabis-Segment abhängig ist.
Unser Ausblick für Innovative Industrial Properties
Wir denken: Innovative Industrial Properties ist im ersten Quartal 2026 einen entscheidenden Schritt weitergekommen. Die operative Stabilisierung schreitet voran, die Dividende ist nahezu gedeckt und die Problemfälle werden zunehmend gelöst. Der Turnaround ist damit klar erkennbar, aber noch nicht abgeschlossen. Entscheidend wird sein, dass die neu gewonnenen Mieter nachhaltig zahlen und sich die Restrukturierungskosten weiter reduzieren.
Mit Blick auf das Gesamtjahr 2026 dürfte sich die Entwicklung weiter verbessern. Spätestens in der zweiten Jahreshälfte sollte sichtbar werden, ob IIPR den Turnaround vollständig schafft. Die Grundlage dafür ist gelegt – auch mit Blick auf die Innovative Industrial Properties-Aktie.
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