2-mal 5.000 Euro clever investieren und ab sofort jedes Jahr über rund 460 Euro Dividende freuen!

Viele Anleger konzentrieren sich auf schnelle und zugleich hohe Kursgewinne. Doch die Risiken sind nicht zu unterschätzen, die Renditen nicht nachhaltig.
Dabei übersehen Anleger gerne eine oft unterschätzte Renditequelle: Dividenden. Sie sind in der Marathon-Perspektive ein überaus guter Weg, um Vermögen aufzubauen.
Studien zeigen immer wieder, dass genau diese regelmäßigen Ausschüttungen langfristig einen erheblichen Teil des Vermögensaufbaus ausmachen. Und die Vermögenszuwächse sind nachhaltig – zumindest wenn sie von den richtigen Unternehmen stammen.
Dabei kann man mit ihnen bemerkenswerterweise auch jetzt noch hohe Einstandsrenditen von 4 bis 6 % erreichen. Wer also 10.000 Euro gezielt in dividendenstarke Unternehmen investiert, kann sich bereits heute über jährliche Zusatzeinnahmen von 400 Euro oder mehr freuen.
Entscheidend ist dabei, wie bereits erwähnt, nicht nur die Höhe der Dividende, sondern die Qualität des zugrunde liegenden Geschäftsmodells. Vor allem bei Dividenden-Aristokraten kann man fündig werden.
Zwei Dividenden Aristokraten mit erstaunlich langweiligen Geschäftsmodellen
Ein Beispiel ist Enbridge (WKN: 885427). Das Unternehmen betreibt eines der größten Pipeline-Netzwerke Nordamerikas, transportiert Öl und Erdgas durch Kanada und die USA.
Der Charme dieses Geschäftsmodells liegt in seiner Stabilität. Enbridge erzielt den Großteil seiner Einnahmen durch Transportgebühren und weniger durch die schwankenden Energiepreise. Der überwiegende Teil der Einnahmen stammt zudem noch aus langfristigen Verträgen.
Die hohe Dividendenrendite von knapp 5 % macht die Aktie besonders für Einkommensinvestoren interessant. Gleichzeitig bestehen Risiken.
Die hohe Kapitalintensität ist dabei nur ein Punkt, der mich stört. Vor allem Pipeline-Projekte stehen regelmäßig unter regulatorischer Beobachtung. Zudem könnte die Energiewende langfristig Druck auf Teile des Geschäftsmodells ausüben.
Enbridge investiert jedoch bereits in Gasinfrastruktur und erneuerbare Energiequellen. Große Fantasie könnte es dagegen durch einen drohenden Energie-Notstand in den USA geben.
Ein weiterer Kandidat ist Sonoco Products (WKN: 858067). Das Unternehmen produziert Verpackungslösungen für Konsumgüter, Lebensmittel und Industrieprodukte. Ob Chipsdose, Papierhülse oder Spezialverpackung – viele Produkte des täglichen Lebens kommen irgendwann mit Sonoco in Berührung.
Das Unternehmen profitiert damit von einem eher unspektakulären, aber robusten Geschäft. Verpackungen werden schließlich auch dann benötigt, wenn die Konjunktur mal hustet statt sprintet. Zudem ist man stark in die Prozesse der großen Konsumgüterartikler integriert. Einmal drin, wächst man mit steigenden Volumen automatisch mit.
Aus meiner Sicht liegen die Chancen hier vor allem in einer weiteren Konsolidierung des Verpackungsmarktes. Risiken ergeben sich hingegen aus schwankenden Rohstoffpreisen sowie einer möglichen Abschwächung der Industriekonjunktur. Auch der hohe Preisdruck der Konsumgüterhersteller kann negativ bewertet werden. Der Spielraum für hohe Margen ist also gering.
Trotzdem überzeugt Sonoco seit Jahrzehnten mit einer aktionärsfreundlichen Dividendenpolitik. Die Einstiegsrendite von 4,3 % empfinde ich als überaus attraktiv.
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Frank besitzt Aktien von Enbridge. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien.