4 Dinge, die Greg Abel bei Berkshire Hathaway in 2026 bereits getan hat!

Mehrere Exemplare des Buchs "The Warren Buffett Way"
Foto: The Motley Fool

Greg Abel und Berkshire Hathaway (WKN: A0YJQ2) sind ein wirklich spannendes Kapitel. In den ersten Wochen und Monaten seiner Amtszeit sah es so aus, als würde der weiter wie Warren Buffett die Füße stillhalten. Wobei er immerhin reichlich Skin in the Game aufgebaut hat.

So investierte Greg Abel sein volles Nettogehalt von ca. 15,8 Mio. US-Dollar in die Aktie von Berkshire Hathaway. Das ist es, was wir als Investoren sehen wollen: Einen Nachfolger, der seine Interessen mit denen von uns verknüpft. Meine persönliche Meinung ist jedoch: Für Abel sind 15,8 Mio. US-Dollar eher geringes Geld. Er gilt als Milliardär und benötigt sein Einkommen entsprechend nicht.

Aber Abel will jedes Jahr, solange wie er das Amt des CEOs bekleidet, sein eigenes Geld in die Aktie von Berkshire Hathaway investieren. Gute Aussichten also? Nun. Hier sind drei weitere, wichtige Dinge, die du auf deinem Radar haben solltest. Sie könnten für das US-amerikanische Konglomerat essentiell sein.

Greg Abel bei Berkshire Hathaway: Er hat seine erste Übernahme getätigt

Lange wurde spekuliert, wie Greg Abel bei Berkshire Hathaway investieren würde. Inzwischen haben wir eine Antwort. Denn per Ende Mai, Anfang Juni 2026 wurde bekannt, dass das US-Konglomerat den US-amerikanischen Wohnungsbauer Taylor Morrison Home Corporation übernehmen werde. Der Aufschlag gilt mit 24 % als moderat. Der Deal beläuft sich auf ca. 8,5 Mrd. US-Dollar.

Warum ausgerechnet Taylor Morrison Home Corporation? Das ist eine ausgezeichnete Frage. Einerseits, weil Greg Abel offenbar eine Branche im Tiefpunkt sieht. Der US-Immobilienmarkt liegt am Boden. Viele Verbraucher besitzen aus der Niedrigzinsära noch Finanzierungen zu 1 % bis 3 %. Müssten sie heute für neue Projekte einen Kredit aufnehmen, läge der Zins in den meisten Fällen über 5 %. Wir sprechen hier vom sogenannten Lock-In-Effekt, der die gesamte Branche belastet.

Taylor Morrison Home Corporation kam im letzten Jahr auf einen Umsatz von 7,7 Mrd. US-Dollar bei einem Nettogewinn von 783 Mio. US-Dollar. Abel bezahlte also ca. das 12-Fache des letzten Gewinns. Seine Wette dürfte darauf basieren, dass die Normalität mehr Umsatz und mehr Gewinn einbringt. Geht die These auf, scheinen Gewinnrenditen von 15 % bis 20 % pro Jahr möglich. Es ist eine Wette, wie sie wohl auch Warren Buffett eingehen würde: Eine Branche am Boden. Eine vernünftige Bewertung. Sowie eine Aktie, die viele Investoren am Markt eher nicht mit der Kneifzange angerührt haben.

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Das Alphabet-Kapitel führt zu Stirnrunzeln

Aber Greg Abel agiert in Teilen auch anders, als Warren Buffett. Das lässt sich von der ebenfalls recht frischen Investition in die Alphabet-Aktie ableiten. Der Google-Mutterkonzern hat zuletzt Kapital in Höhe von 80 Mrd. US-Dollar eingesammelt. Berkshire Hathaway erhielt als einer der Investoren Aktien in Höhe von 10 Mrd. US-Dollar. Immerhin: Auf diesem Markt leicht günstiger, als am direkten Aktienmarkt. Aber nachdem die Alphabet-Aktie in den vergangenen Monaten über 100 % zugelegt hat, ist der Schritt dennoch verwunderlich.

Warren Buffett hätte Alphabet vermutlich nicht gekauft. Zu tech-lastig und so. Hieran erkennen wie, dass Greg Abel einerseits seinen eigenen Circle of Competence gut einbringt. Schließlich verfügt Alphabet im Bereich der Suchmaschinen mit einem Marktanteil von 90 % eine dominante Wettbewerbsposition. Auch Android und YouTube vervollständigen einen US-Tech-Konzern, der gerne nach großen Marktanteilen strebt. Wachstumsmärkte sind mit KI, Cloud, autonomen Fahren und anderen spannenden Projekten vorhanden. Es besteht daher durchaus Fantasie.

Aber Greg Abel bezahlte ein KGV von ca. 27. Man kann darüber diskutieren, ob es eine faire bis günstige Bewertung für einen Konzern wie Alphabet ist. Aber es ist nicht der Stil von Berkshire Hathaway, geschweige denn von Warren Buffett, gut gelaufene Aktien noch zu kaufen. Das ist zumindest verwunderlich.

Greg Abel setzt bei Berkshire Hathaway wieder Aktienrückkäufe ein!

Zu guter Letzt hat Greg Abel erklärt, dass Berkshire Hathaway erneut eigene Aktien kauft und einzieht. Am 4. März erklärte der neue CEO, dass man wieder mit Rückkäufen beginnen werde. Die Bewertung der Aktie war günstig, er hat im Vorfeld wohl Warren Buffett im Rat gefragt.

Das Volumen war mit ca. 225 Mio. US-Dollar eher gering. So konnten lediglich 33 A-Aktien und 431.400 B-Aktien gekauft und eingezogen werden. Der Schritt zeigt jedoch, dass der neue CEO in der Tradition von Warren Buffett bleibt. Immer dann, wenn das Management die eigene Aktie für zu preiswert hält, fließen freie Mittel in die eigene Aktie hinein.

Dabei dürfte ebenfalls das Kurs-Buchwert-Verhältnis von Berkshire Hathaway die zentrale Kenngröße bleiben. Spannend wird zu sehen sein, wie Greg Abel im zweiten Quartal die Aktienrückkäufe fortgesetzt hat. Dazu werden wir voraussichtlich im August dieses Jahres mehr wissen.

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Vincent besitzt Aktien von Alphabet und Berkshire Hathaway. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Alphabet und Berkshire Hathaway.



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