„100 Euro jeden Monat“: 3 Top-Aktien für einen Sparplan!

Eine Person steckt eine Münze in ein Sparschwein, neben dem viel Geld liegt. Eine Spardose eignet sich auf für ETFs
Foto: cottonbro studio via Pexels

In Aktien mit einem Sparplan investieren? Ja, das ist möglich. Im Endeffekt hängt es vom eigenen Ansatz ab, ob man so vorgehen möchte. Wer jedoch den Cost-Average-Effekt nutzen will, sich unsicher hinsichtlich der Bewertung ist oder einfach jeden Monat beispielsweise 100 Euro in die Hand nehmen möchte, der ist hier genau richtig.

Trotzdem ist meiner Meinung nach nicht jede Aktie für einen Sparplan geeignet. Einige Wertpapiere schwanken zu stark, besitzen zu hohe Risiken oder sollten besser nicht für große Positionen angelegt werden.

Deshalb habe ich mir heute 3 Top-Aktien überlegt, die Material für einen Sparplan sind. Es bleibt natürlich deine Entscheidung, ob du in sie investieren willst. Ich sage dir aber, warum du auch mit den beispielhaften 100 Euro pro Monat über längere Zeiträume wenig falsch machen kannst.

Münchener Rück: Warum es eine Top-Aktie für einen Sparplan ist!

Die erste Top-Aktie, die ich ideal für einen Sparplan halte, ist die der Münchener Rück (WKN: 843002). Aber warum genau denn eigentlich? Der für mich wichtigste Grund liegt in dem doch leicht zyklischen Geschäft, das sich wieder einmal bemerkbar macht. Das Rückversicherungssegment könnte von einer harten in eine weiche Marktphase übergegangen sein. Derzeit rätselt der Aktienmarkt, was das bedeutet. Sinkende Prämien haben wir jedenfalls zuletzt bereits gesehen, obwohl die Gewinne kräftig weiter klettern.

Mit einem Aktiensparplan kann man regelmäßig investieren, ohne das Risiko eines miesen Timings bei einer größeren Position einzugehen. Deshalb halte ich die Münchener Rück jetzt auch für eine Top-Aktie für diesen Ansatz. Nebenbei profitiert man vom Cost-Average-Effekt bei der Dividende: Wer regelmäßig kauft, der sichert sich jetzt zum Beispiel die 5 % Dividende. Aber auch wenn die Bewertung weiter fallen sollte, kauft man zu günstigeren Kursen ein. Bei der Münchener Rück als Rückversicherer, der seit dem Jahre 1969 seine Dividende nicht mehr gekürzt hat, bleibt ein stabiles passives Einkommen sehr wahrscheinlich. Allein deshalb gilt die Aktie für mich als Sparplanmaterial.

Das Management der Münchener Rück will bis zum Jahre 2030 den Gewinn je Aktie um 8 % pro Jahr steigern. Auch deshalb ist ein Aktiensparplan vielleicht clever: Denn man hat die Chance, von einer mittel- bis langfristigen Wertsteigerung zu profitieren. Wobei ich auch sagen muss: Bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von rund 10 und eben den besagten 5 % Dividendenrendite halte ich die DAX-Aktie generell für preiswert. Man könnte also auch direkt mehr Geld investieren. Wer aber vorsichtig agieren will, nutzt einfach einen Aktiensparplan.

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Waste Management: Ewig teuer

Die zweite Top-Aktie, bei der ein Aktiensparplan vielleicht sogar den mit Abstand besten Ansatz darstellt, ist Waste Management (WKN: 893579). Hinter dem Namen verbirgt sich ein US-amerikanischer Abfall- und Recycling-Konzern. Das Problem: Als Quasi-Monopolist in seinen Regionen bepreist der Markt die Aktie von Waste Management stets sehr hoch. Bei einem aktuellen Aktienkurs von 218 US-Dollar liegt das KGV beispielsweise bei 32,5. Die Dividendenrendite ist ebenfalls mit 1,7 % eher gering. Qualität hat eben manchmal ihren Preis.

Der springende Punkt ist: Es ist kompliziert, bei einer solchen Top-Aktie mit Monopolcharakter den richtigen Zeitpunkt zu finden. Für die Vergangenheit galt stets, dass jeder verpasste Monat eine verpasste Chance auf Rendite gewesen ist. Seit März des Jahres 2024 tendiert die Aktie aber eher seitwärts. Natürlich bedeutet das nicht, dass Waste Management etwas von seiner Stärke eingebüßt hat. Oder auch, dass das Geschäft keine Zukunft besitzt. Ganz im Gegenteil: Es bleibt stark und dürfte allein durch Pricing-Power Jahr für Jahr ein leichtes Wachstum erzielen.

Die Bewertung erscheint aber auch noch ambitioniert, selbst wenn die Aktie weitere 25 % einbüßen würde. Dann läge das KGV bei immerhin noch 24,4. Um diesem Risiko etwas aus dem Weg zu gehen und gleichzeitig diese qualitative Aktie im Depot zu haben, halte ich einen Aktiensparplan für einen geeigneten Ansatz. Waste Management ist für mich sogar ein Paradebeispiel, um hier mit dem Cost-Average-Effekt längerfristig eine größere Position aufzubauen.

BB Biotech: Ebenfalls eine Top-Aktie für einen Aktiensparplan!

Zu guter Letzt halte ich BB Biotech (WKN: A0NFN3) ebenfalls für eine Top-Aktie für einen Aktiensparplan. Die schweizerische Beteiligungsgesellschaft investiert bekanntlich in Pharma- und Biotech-Aktien. Ziel ist es, ein Portfolio, bestehend aus 25 bis 35 Aktien, aufzubauen, bei denen das Investment-Team die Überzeugung teilt, dass sie in vier bis fünf Jahren den eigenen Wert verdoppeln können. In der Vergangenheit gelang das mal schlechter und mal besser. Genau deshalb ist ein Sparplan hier nicht die schlechteste Idee.

Biotechnologie und Pharmazie sind nicht so vorhersehbar wie andere Bereiche. Besonders klinische Studien von potenziellen Blockbustern haben das Potenzial, zu begeistern oder zu enttäuschen. Viele kleine Unternehmen sind außerdem nicht profitabel und besitzen keine freien Cashflows. Manchmal haben sie sogar nur ein Produkt in der Pipeline, das funktionieren oder floppen kann. Das birgt manchmal das Risiko größerer Volatilität. Auch das Zinsniveau hat Auswirkungen, wie selbst die BB Biotech-Aktie zeigt: In den letzten Jahren hoher Zinsen verloren die Anteilsscheine zwischen 2021 und 2025 rund 65 % ihres Börsenwertes.

Um auch dieses Risiko ein wenig aktiv zu steuern, kann ein Aktiensparplan das richtige Mittel sein. BB Biotech bleibt meiner Meinung nach eine Top-Aktie und eine ETF-Alternative, um ein wenig qualitativer in die Biotechnologie zu investieren. Die Volatilität ist aber auch hier mitunter nicht gering. Mit einem Aktiensparplan sichert man sich zusätzlich per Cost-Average-Effekt eine durchschnittliche Dividende. Die schweizerische Beteiligungsgesellschaft zahlt schließlich 5 % pro Jahr aus, ausgehend vom durchschnittlichen Dezemberkurs des Vorjahres.

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Vincent besitzt Aktien von BB Biotech und der Münchener Rück. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von BB Biotech, der Münchener Rück und von Waste Management.



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