Palantir-Aktie: So viel Potenzial steckt jetzt noch im KI-Liebling!

Ein Mann analysiert Finanzberichte, im Vordergrund Kursdaten und ein aufwärts zeigender Aktienchart
Foto: Gerd Altmann via Pixabay

Kaum eine Aktie steht derzeit so sehr für den KI-Boom wie Palantir Technologies (WKN: A2QA4J). Der Softwarekonzern entwickelte sich innerhalb weniger Jahre vom Nischenanbieter für Datenanalyse zu einem der größten Börsenlieblinge. 

Doch nach der beeindruckenden Kursrallye stellt sich für Anleger eine entscheidende Frage: Ist das Potenzial inzwischen weitgehend ausgeschöpft – oder steckt in der Palantir-Aktie noch immer die Chance auf weitere Höchststände?

Zwischen KI-Euphorie und Rekordbewertung: Darauf kommt es jetzt an

Palantir hat in den vergangenen Jahren einen bemerkenswerten Wandel vollzogen. Das von Peter Thiel mitgegründete Unternehmen war einst vor allem für Softwarelösungen im Sicherheits- und Verteidigungsbereich bekannt. Heute wächst es zunehmend im Geschäft mit Unternehmen.

Herzstück dieser Entwicklung ist die Artificial Intelligence Platform (AIP), mit der Unternehmen ihre Daten analysieren und KI-Anwendungen direkt in den Geschäftsalltag integrieren können.

Genau dieser Wandel macht Palantir für Investoren so spannend – ist der Grund, warum die 317 Milliarden-Bewertung erst der Anfang sein könnte. Das Besondere: Während viele KI-Unternehmen bislang vor allem von Zukunftsversprechen leben, liefert Palantir bereits profitables Wachstum. 

Palantir

Quelle: aktien.guide Charts (Affiliate Link)

Umsatz, operative Marge und freier Cashflow entwickeln sich steil nach oben. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach produktiver KI in nahezu allen Branchen – ein Trend, von dem das Unternehmen nachhaltig profitieren könnte.

An der Börse zählen jedoch nicht nur das Wachstum, sondern auch der Preis. Und genau darin liegt die größte Herausforderung. Die Palantir-Aktie gehört inzwischen zu den teuersten Softwarewerten überhaupt. Das KGV liegt bei 148, ihr EV/Sales-Ratio bei fast 60.

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Anleger bezahlen heute also bereits einen erheblichen Vorschuss auf die erwarteten Erfolge der kommenden Jahre. Das bedeutet: Jede Quartalszahl muss überzeugen. Schon kleine Enttäuschungen beim Umsatzwachstum oder bei den Margen könnten spürbare Kursrückgänge auslösen.

Noch wird bei Wachstum geliefert. Das Umsatzwachstum von 68 % über die letzten 12 Monate ist zwar beeindruckend, kann aber aus Marktsättigungsgründen langfristig nicht gehalten werden.

Es kann auch anders kommen

Auf der anderen Seite zeigt die Börsengeschichte immer wieder, dass außergewöhnliche Unternehmen über viele Jahre hoch bewertet bleiben können. Genau das war einst auch bei Amazon (WKN: 906866) oder Nvidia (WKN: 918422) zu beobachten. 

Sollte Palantir also seine KI-Plattform weiter erfolgreich skalieren, zusätzliche Großkunden gewinnen und das kommerzielle Geschäft im bisherigen Tempo ausbauen, wäre selbst nach der starken Kursentwicklung weiteres Aufwärtspotenzial durchaus denkbar.

Entscheidend wird deshalb weniger die aktuelle Bewertung sein als die Frage, ob das Unternehmen die hohen Erwartungen der Investoren auch in den kommenden Quartalen immer wieder erfüllen oder sogar übertreffen kann.

Fazit: Die Bewertung ist hoch – das Wachstum könnte sie trotzdem rechtfertigen

Palantir zählt ohne Zweifel zu den spannendsten KI-Unternehmen an der Börse. Das Unternehmen verbindet hohe Wachstumsraten mit steigender Profitabilität und profitiert von einem der wichtigsten Technologietrends unserer Zeit. Gleichzeitig setzt die ambitionierte Bewertung die Messlatte enorm hoch.

Für langfristig orientierte Anleger bleibt die Aktie deshalb ein spannender Kandidat – allerdings nur, wenn sie auch mit zwischenzeitlich deutlichen Kursschwankungen leben können. Denn genau wie das Potenzial groß ist, sind es auch die Erwartungen des Marktes.

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Frank besitzt Aktien von Amazon und Nvidia. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Amazon.



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