Darum könnte ein 1.000-Euro-Investment in die MongoDB-Aktie jetzt eine großartige Idee sein

Bei MongoDB (WKN: A2DYB1) setzen wir auf ein Unternehmen, das eine zentrale Schicht moderner Softwareanwendungen bereitstellt: die Datenbank. Während klassische relationale Datenbanken Informationen vorwiegend in festen Tabellen speichern, kann MongoDB auch komplexe und sich schnell verändernde Datenstrukturen flexibel verarbeiten. Das ist besonders für moderne Cloud-Anwendungen und KI-Produkte interessant – und auch für uns langfristige Investoren. Wir trauen der MongoDB-Aktie in den nächsten Jahren viel zu.
Das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 zeigt nun, dass die Nachfrage nach der Plattform hoch bleibt. MongoDB wächst deutlich, gewinnt viele neue Kunden und wird gleichzeitig profitabler. Eine Kombination, die der MongoDB-Aktie über kurz oder lang gut tun wird.
MongoDB-Aktie: Die Fundamentalanalyse mit den Zahlen
Der Umsatz stieg im ersten Quartal, das am 30. April 2026 endete, um 25 % auf 687,6 Mio. US-Dollar. Damit übertraf MongoDB die eigene Prognose ausgesprochen deutlich. Das Management hatte zuvor lediglich mit 659 Mio. bis 664 Mio. US-Dollar gerechnet. Die Abonnementerlöse erhöhten sich um 25 % auf 666,1 Mio. US-Dollar. Das kleinere Dienstleistungsgeschäft wuchs ebenfalls um 22 % auf 21,5 Mio. US-Dollar. MongoDB wächst somit weiterhin in sämtlichen Erlösbereichen.
Der wichtigste Wachstumsmotor bleibt MongoDB Atlas. Dabei handelt es sich um die vollständig über die Cloud bereitgestellte Version der Datenbankplattform. Unternehmen müssen die notwendige Infrastruktur nicht selbst betreiben, sondern können Atlas über Amazon Web Services, Microsoft Azure oder Google Cloud nutzen. Die Atlas-Umsätze stiegen im ersten Quartal um mehr als 29 % auf 512,5 Mio. US-Dollar. Inzwischen entfallen damit rund 75 % der gesamten Konzernerlöse auf Atlas. Ein Jahr zuvor waren es noch 72 %.
Diese Entwicklung gefällt uns. Atlas sorgt für wiederkehrende Umsätze und wächst deutlich schneller als das traditionelle Geschäft. Allerdings werden viele Atlas-Kunden abhängig von ihrer tatsächlichen Nutzung abgerechnet. Steigt die Verwendung der Datenbank, verdient MongoDB mehr. Reduzieren Unternehmen ihre Auslastung oder optimieren ihre Cloud-Kosten, kann sich das Wachstum kurzfristig abschwächen. Die zunehmende Bedeutung von Atlas macht das Geschäftsmodell langfristig attraktiver, sorgt aber gleichzeitig für etwas stärkere Schwankungen zwischen einzelnen Quartalen.
Weitere positive Zahlen des letzten Quartals
Das klassische Geschäft mit MongoDB Enterprise Advanced und weiteren Abonnements wächst ebenfalls. Die Erlöse erhöhten sich um etwas mehr als 13 % auf 153,7 Mio. US-Dollar. Enterprise Advanced richtet sich vor allem an Unternehmen, die MongoDB in der eigenen Infrastruktur, in einer privaten Cloud oder in einer hybriden Umgebung betreiben möchten. Dieses Geschäft wächst langsamer als Atlas, liefert dem Konzern aber weiterhin stabile und gut planbare Einnahmen.
Auch die Kundenentwicklung unterstreicht den Wachstumskurs. MongoDB betreute zum Quartalsende mehr als 67.700 Kunden. Drei Monate zuvor waren es noch 65.200 und ein Jahr zuvor 57.100. Innerhalb eines Quartals kamen somit rund 2.500 Kunden hinzu. Atlas wurde von mehr als 66.400 Kunden genutzt. Besonders relevant ist für uns zudem die Zahl der größeren Kunden mit einem jährlich wiederkehrenden Umsatz von mindestens 100.000 US-Dollar. Sie stieg innerhalb eines Jahres von 2.506 auf 2.895. MongoDB gewinnt daher nicht nur kleine Entwicklerteams und Start-ups, sondern baut seine Stellung bei größeren Unternehmen weiter aus.
Ein weiteres gutes Signal liefern die vertraglich vereinbarten, aber noch nicht als Umsatz verbuchten Leistungen. Die sogenannten Remaining Performance Obligations stiegen um 88 % auf 1,46 Mrd. US-Dollar. Der innerhalb der kommenden zwölf Monate erwartete Anteil erhöhte sich sogar um 69 % auf 766,3 Mio. US-Dollar. Das deutet auf erfolgreiche Vertragsabschlüsse und eine hohe zukünftige Umsatzbasis hin. Wir sollten diese Werte jedoch nicht einfach als Umsatzprognose betrachten. Ein Teil der Verpflichtungen entfällt auf mehrjährige Verträge und wird erst über einen längeren Zeitraum als Erlös erfasst.
MongoDB-Aktie: Die Gewinne steigen deutlich
Auch bei der Profitabilität sehen wir deutliche Fortschritte. Der Bruttogewinn erhöhte sich von 391,0 Mio. auf 496,2 Mio. US-Dollar. Die Bruttomarge stieg von 71 % auf 72 %. Bereinigt um aktienbasierte Vergütungen und Abschreibungen auf übernommene Vermögenswerte lag die Bruttomarge stabil bei 74 %. Dass die ausgewiesene Bruttomarge trotz des steigenden Atlas-Anteils wächst, ist durchaus beachtlich. Das Cloud-Geschäft verursacht schließlich laufende Hosting-Kosten, die auf die Marge drücken können.
Das bereinigte operative Ergebnis erhöhte sich um 41 % von 87,4 Mio. auf 123,2 Mio. US-Dollar. Die entsprechende Marge verbesserte sich von 16 % auf 18 %. Auch hier übertraf MongoDB die eigene Prognose: Erwartet hatte das Management lediglich ein bereinigtes operatives Ergebnis zwischen 105 Mio. und 109 Mio. US-Dollar. Wir sehen damit eine Entwicklung, die uns bei wachstumsstarken Softwareunternehmen besonders wichtig ist. Die Erlöse steigen um 25 %, während das bereinigte operative Ergebnis deutlich schneller wächst.
Beim bereinigten Nettoergebnis erzielte MongoDB 112,3 Mio. US-Dollar oder 1,32 US-Dollar je MongoDB-Aktie. Im Vorjahresquartal waren es 86,3 Mio. US-Dollar beziehungsweise 1,00 US-Dollar je Aktie. Das Ergebnis je Aktie wuchs somit um 32 %. Auch dieser Wert lag deutlich über der ursprünglichen Prognose von 1,15 bis 1,19 US-Dollar. Die operative Entwicklung war daher sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn besser, als das Management noch zu Beginn des Geschäftsjahres erwartet hatte.
Bereinigt … um was genau?
Ganz kritiklos dürfen wir die bereinigten Zahlen allerdings nicht übernehmen. Nach den offiziellen Rechnungslegungsstandards schrieb MongoDB weiterhin einen operativen Verlust von 24,8 Mio. US-Dollar. Immerhin hat sich dieser gegenüber dem Vorjahresverlust von 53,6 Mio. US-Dollar mehr als halbiert. Unter dem Strich erzielte MongoDB einen kleinen Nettogewinn von 4,4 Mio. US-Dollar oder 0,05 US-Dollar je MongoDB-Aktie. Dazu trugen jedoch 33,6 Mio. US-Dollar an sonstigen Erträgen bei, unter anderem durch Gewinne aus Finanzanlagen. Das Kerngeschäft allein war nach den offiziellen Rechnungslegungsstandards daher noch nicht vollständig profitabel.
Der größte Unterschied zwischen den bereinigten und den ausgewiesenen Ergebnissen entsteht durch die aktienbasierte Vergütung. MongoDB verbuchte hierfür im ersten Quartal Aufwendungen von 137,8 Mio. US-Dollar. Das entspricht rund 20 % des gesamten Quartalsumsatzes. Aktienvergütungen belasten zwar nicht unmittelbar den Cashflow. Sie sind für uns trotzdem echte Kosten, denn neue MongoDB-Aktien verwässern den Anteil bestehender Aktionäre am Unternehmen. Die hohe Differenz zwischen dem bereinigten Ergebnis und dem offiziellen operativen Ergebnis bleibt daher eine Schwachstelle.
MongoDB versucht, dieser Verwässerung mit Aktienrückkäufen entgegenzuwirken. Im ersten Quartal kaufte das Unternehmen rund 358.000 eigene Aktien für 100 Mio. US-Dollar zurück. Der durchschnittliche Preis lag bei 285,25 US-Dollar je MongoDB-Aktie. Dennoch blieb die Zahl der ausstehenden Aktien gegenüber dem Ende des vorherigen Geschäftsjahres nahezu unverändert bei rund 80,5 Mio. Stück. Die Rückkäufe schaffen daher bisher vor allem einen Ausgleich für neue Mitarbeiteraktien, anstatt die Aktienzahl deutlich zu reduzieren. Unter dem laufenden Rückkaufprogramm stehen noch knapp 500 Mio. US-Dollar zur Verfügung.
Der Blick auf Cash und Bilanz
Beim Cashflow lieferte MongoDB wiederum ein sehr starkes Quartal. Der operative Cashflow stieg von 109,9 Mio. auf 201,6 Mio. US-Dollar. Nach Investitionen und Leasingzahlungen verblieb ein freier Cashflow von 197,5 Mio. US-Dollar. Im Vorjahresquartal waren es 105,9 Mio. US-Dollar. Ein Teil des Mittelzuflusses entstand allerdings durch die aktienbasierte Vergütung und den Abbau von Forderungen. Der freie Cashflow ist daher nicht vollständig mit einem wirtschaftlichen Gewinn gleichzusetzen. Trotzdem zeigt er, dass MongoDB ausreichend Geld erwirtschaftet, um Investitionen und Aktienrückkäufe aus eigener Kraft zu finanzieren.
Die Bilanz ist eine klare Stärke. MongoDB verfügte zum Quartalsende über 2,4 Mrd. US-Dollar an liquiden Mitteln, kurzfristigen Anlagen und verfügungsbeschränkten Zahlungsmitteln. Dem standen insgesamt lediglich rund 758 Mio. US-Dollar an Verbindlichkeiten gegenüber. Allein die kurzfristigen Vermögenswerte lagen bei 3,06 Mrd. US-Dollar. Finanzielle Schwierigkeiten müssen wir daher selbst bei einer schwächeren Konjunktur oder höheren Investitionen nicht befürchten. MongoDB besitzt genügend Kapital, um seine Produkte weiterzuentwickeln, Unternehmen zu übernehmen und eigene MongoDB-Aktien zurückzukaufen.
Wie MongoDB im KI-Zeitalter weiterwachsen will
Ein bedeutender Teil der zukünftigen Investitionen fließt in Künstliche Intelligenz. MongoDB erweitert seine Plattform um Vektorsuche, automatisierte Einbettungsmodelle und Speicherfunktionen für KI-Agenten. Zudem arbeitet das Unternehmen mit LangChain zusammen, um Atlas als zentrale Datenbasis für produktiv eingesetzte KI-Agenten zu etablieren. Die Übernahme von Voyage AI ergänzt MongoDB um eigene Modelle, die relevante Informationen für KI-Anwendungen suchen und sortieren können. Strategisch ergibt das Sinn: KI-Anwendungen benötigen nicht nur Rechenleistung, sondern vor allem aktuelle, strukturierte und schnell abrufbare Unternehmensdaten.
Wir sollten den KI-Effekt dennoch nicht übertreiben. MongoDB veröffentlicht bisher keine getrennten Umsätze mit KI-Anwendungen. Wir können daher nicht exakt erkennen, welcher Teil des Wachstums bereits auf neue KI-Projekte zurückgeht. Klar ist lediglich, dass MongoDB seine bestehende Datenbankplattform um Funktionen erweitert, die für moderne KI-Anwendungen relevant sind. Ob daraus langfristig ein zusätzlicher Wachstumsschub entsteht, müssen die kommenden Jahre zeigen.
MongoDB-Aktie: Die Geschäftsprognosen wurden angehoben
Nach dem starken ersten Quartal hob das Management seine Prognose für das gesamte Geschäftsjahr 2027 an. MongoDB erwartet nun einen Umsatz zwischen 2,92 Mrd. und 2,96 Mrd. US-Dollar. Zuvor lag die Spanne bei 2,86 Mrd. bis 2,90 Mrd. US-Dollar. Das bereinigte operative Ergebnis soll zwischen 571 Mio. und 591 Mio. US-Dollar erreichen, nachdem zuvor lediglich 545 Mio. bis 565 Mio. US-Dollar erwartet worden waren. Die Prognose für das bereinigte Ergebnis je MongoDB-Aktie erhöhte das Management von 5,75 bis 5,93 US-Dollar auf 5,95 bis 6,14 US-Dollar.
Auch der Ausblick auf das zweite Quartal ist stark. MongoDB rechnet mit einem Umsatz zwischen 729 Mio. und 734 Mio. US-Dollar. Das bereinigte operative Ergebnis soll 152 Mio. bis 156 Mio. US-Dollar erreichen. Je MongoDB-Aktie erwartet das Management einen bereinigten Gewinn zwischen 1,58 und 1,61 US-Dollar. MongoDB geht somit davon aus, dass sich das hohe Wachstum und die bessere Profitabilität fortsetzen.
Unser Fazit zur MongoDB-Aktie
Wir sind mit dem ersten Quartal insgesamt sehr zufrieden. Atlas wächst weiterhin um fast 30 %, die Kundenbasis wird größer und das bereinigte operative Ergebnis steigt deutlich schneller als der Umsatz. Hinzu kommen ein starker freier Cashflow, eine ausgezeichnete Bilanz und eine angehobene Prognose. Das zeigt, dass MongoDB nicht nur von einer langfristigen Daten- und KI-Story lebt, sondern bereits heute operative Fortschritte erzielt.
Die hohe aktienbasierte Vergütung bleibt allerdings ein wichtiger Kritikpunkt. MongoDB muss beweisen, dass aus der bereinigten Profitabilität zunehmend echte operative Gewinne nach den offiziellen Rechnungslegungsstandards entstehen. Gelingt das, könnte sich das Unternehmen von einer wachstumsstarken Datenbankplattform zu einem dauerhaft hochprofitablen Softwarekonzern entwickeln. Dann sollte auch die MongoDB-Aktie aus ihrem seit 2021 andauernden Seitwärtstrend ausbrechen und den langfristigen Weg nach oben einschlagen können.
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