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3 Aktien, die besser laufen könnten als die Wirecard-Aktie

Foto: Getty Images

Ein kleiner Schritt für die Wirecard (WKN: 747206)-Aktie, ein großer Schritt für die Wirecard-Investoren. Jedenfalls für diejenigen, die meinen Berechnungen zur mittelfristigen Kursverdopplung etwas abgewinnen konnten. Seitdem hat sich der Kurs der Wirecard-Aktie um beinahe 40 % nach oben geschraubt (Stand: 21.06.2019).

Das ist gut für Investoren, die vor zwei Monaten zugegriffen haben. Der aktuelle Kurs beinhaltet für meinen Geschmack schon zu viel der Kursverdopplung. Daher stellt sich automatisch die Frage, ob es aktuell nicht noch andere Schnäppchen gibt, denen das Gütesiegel Kursverdopplung zuzutrauen ist.

Ha! Nichts leichter als das! Unter deutschen Technologieaktien werde ich meistens schnell fündig. Evotec (WKN:566480), Xing (WKN:XNG888) und Drillisch (WKN:554550) gefallen mir derzeit eindeutig besser als Wirecard.

1. Evotec

Manchmal läuft es einfach. Derzeit offenbar vor allem für die Investoren des Hamburger Wirkstoffforschungs- und Entwicklungsunternehmen Evotec. Die Partnerschaft mit US-Konzern Celgene (WKN: 881244) soll ausgebaut werden, die Umsätze stimmen und kürzlich klopfte auch noch Bill Gates an die Tür.

Ja, korrekt. Bill Gates – der Microsoft (WKN: 870747)-Gründer höchstpersönlich! Diesmal im Dienste der Bill-&-Melinda-Gates-Stiftung. Ziel ist die effizientere Bekämpfung von Tuberkulose.

Derzeit arbeitet sich die Evotec-Aktie an das Allzeithoch von 25,40 Euro heran (Stand: 21.06.2019). Wenn der Lauf anhält, sehe ich die Evotec-Aktie mittel- bis langfristig auf dreistelligem Niveau.

2. Xing

Ebenfalls in Hamburg beheimatet ist das soziale Netzwerk Xing. Neuerdings auch unter dem Namen New Work zu finden.


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Die Umfirmierung erscheint mir durchaus mutig. Aber es wäre nicht das erste Mal, dass große Schritte an der Börse belohnt werden.

Das Signal ist jedenfalls klar: „Kommt zu uns, liebe Talente und Personaler. Die Zukunft der Arbeit wird auf Xing bzw. New Work entschieden.“ Schwer zu sagen, ob die Begeisterung auf alle Branchen überschwappen wird. In meinem Bereich – der Softwareentwicklung – lässt sich mit halbherziger Rekrutierung jedenfalls kein Blumentopf mehr gewinnen.

Die Verdopplung der Xing-Aktie in den letzten drei Jahren schreit nach Fachkräftemangel. Wenn der sich nicht auf magische Weise in Luft auflöst, sehe ich die Xing-Aktie über kurz oder lang auf die 600-Euro-Preismarke zumarschieren.

3. Drillisch

Die 5G-Auktion ist geschafft. Endlich! Nach 52 Tagen und 297 Bieterrunden.

Etwas über 6 Mrd. Euro haben die Teilnehmer für die begehrten Frequenzen in die Hand genommen. Drillisch hat am Ende insgesamt 1,1 Mrd. Euro in den Topf geworfen. Für manche Investoren war das wohl zu viel des Guten. Anders kann ich mir den derzeitigen Kampf um das Fünfjahrestief nicht erklären (Stand: 21.06.2019).

Nicht zu vergessen sei aber, dass Drillisch jetzt zum vierten Netzbetreiber in Deutschland aufgestiegen ist. Das kostet zwar, bietet aber auch enorme Chancen!

Ein Indiz dafür, dass Drillisch die Chancen auch nutzen wird, sehe ich in CEO Ralph Dommermuth, der ebenfalls CEO von Hauptanteilseigner United Internet (WKN: 508903) ist. Wenn der Unternehmer aus Montabaur den Netzaufbau ebenso zielstrebig angeht wie den Bieterwettkampf auf der 5G-Auktion, sollte sich die Konkurrenz warm anziehen.

Wenn dann auch noch Umsatz und Ergebnis mitziehen, kann ich mir die Drillisch-Aktie leicht dreistellig vorstellen.

Der Aktiengott hat viele schöne Töchter

Die Wirecard-Aktie ist seit Jahren mein liebstes Pferd im Stall. Jedenfalls was die Analyse betrifft. Der Kursentwicklung nach zu urteilen, bin ich damit offensichtlich nicht allein (Stand: 21.06.2019).

Auch wenn meine Erwartungen an den Münchener Zahlungsdienstleister nach wie vor hoch sind, mag ich doch ungern jeden Preis bezahlen. Eine potenziell realistische Verdopplung ist die Sicherheitsmarge, ohne die ich nie das Haus verlasse.

Gut, dass es mehr als genug Topaktien auf der Welt gibt, die immer einen Blick wert sind. Wer sich in dieser göttlichen Auswahl nur auf eine einzige Aktie fokussiert, könnte einiges verpassen.

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Stefan Naerger besitzt keine der erwähnten Aktien. Teresa Kersten, eine Mitarbeiterin von LinkedIn, einer Microsoft-Tochtergesellschaft, ist Mitglied im Board of Directors von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt Aktien von Celgene und Microsoft und empfiehlt diese.



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