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Ist Sippenhaft bei der Fresenius-Aktie für Fresenius Medical Care angebracht?!

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Foto: Getty Images

Die Fresenius-Aktie (WKN: 578560) und die von Fresenius Medical Care (WKN: 578580) weisen so manche Parallele auf. Natürlich zum einen, dass die eine Aktie die Muttergesellschaft der anderen ist, zum anderen sind beide im Gesundheitswesen aktiv und besitzen starke, zuverlässige Dividendenaktien sowie im Kern ein defensives, zeitloses Geschäftsmodell.

Eine weitere Gemeinsamkeit der Fresenius-Aktie und von Medical Care ist, dass die DAX-Gesundheitskonzerne nicht erfolgreich sind. Ist das angemessen? Oder anders gefragt: Sollte die eine Aktie für den Misserfolg der anderen in Sippenhaft genommen werden? Interessante Fragen, denen wir heute auf den Grund gehen wollen.

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Fresenius-Aktie: Sippenhaft für Medical Care gerechtfertigt?

Bei Fresenius Medical Care gibt es jedenfalls einige Baustellen. Derzeit kursieren wieder Schlagzeilen, wonach der Gesundheitskonzern in den USA Stellen abbauen möchte. Eine geringere Nachfrage erfordert Restrukturierungsmaßnahmen. Im Kern liegt das Problem jedoch darin, dass es bei den Dialyse-Patienten in Zeiten von COVID-19 eine gewisse Übersterblichkeit zu geben scheint. Ohne Zweifel: Das ist definitiv ein großes gesundheitliches und humanes Problem. Aber es begrenzt eben auch die operativen Aussichten von Medical Care.

Sollte man die Fresenius-Aktie dafür in Sippenhaft nehmen? In Teilen ja, natürlich. Im Endeffekt ist der Gesundheitskonzern von seiner Tochtergesellschaft operativ abhängig. Medical Care ist rein formal für 47 % der Gesamtumsätze im Konzern verantwortlich, gemäß der aktuellen Zahlen für die ersten neun Monate. Ein rückläufiges Geschäft tangiert daher auch den DAX-Gesundheitskonzern und Dividendenaristokraten.

Aber bleiben wir sachlich: Die Fresenius-Aktie besitzt eben auch ein anderes Geschäft. Kabi und Helios sind zwei weniger zyklische Geschäftsmodelle, die die Konzernstruktur bedeutend erweitern. Zudem kam der Gesundheitskonzern auf dieser Konzernansicht auf ein ergebnis- und umsatzseitig moderates Wachstum in den ersten neun Monaten dieses Geschäftsjahres. Das ist ohne Zweifel eine solide Qualität. Möglicherweise eine, die zeigt, dass die Konzernstruktur unterm Strich mehr ermöglicht als die Tochtergesellschaft. Insofern wäre es für mich nur in Teilen angebracht.

Genug der Sippenhaft

Die entscheidendere Frage ist mit Blick auf die Fresenius-Aktie für mich jedoch: Ist die Sippenhaft nicht sowieso ausgereizt? Im Endeffekt können wir auf das fundamentale Bewertungsmaß hinweisen. Gemessen an einem aktuellen Aktienkurs von 37,00 Euro liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis derzeit sogar unter 12. Die Dividendenrendite schafft es gemessen an 0,88 Euro je Aktie auf 2,37 %. Auch das Kurs-Umsatz-Verhältnis ist mit 0,57 weiterhin preiswert. Für einen moderat wachsenden Konzern definitiv, vielleicht auch über die Sippenhaft hinaus.

Um daher eine finale Antwort zu geben: Ja, es ist definitiv angebracht, dass die Fresenius-Aktie mit Medical Care in Sippenhaft genommen wird. Operativ ist die börsennotierte Tochtergesellschaft durchaus wesentlich. Aber: Es könnte jetzt der Zeitpunkt sein, um kritisch zu hinterfragen, ob dieses Maß bewertungstechnisch angebracht ist.

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Vincent besitzt Aktien von Fresenius. The Motley Fool empfiehlt Fresenius.

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