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Thyssenkrupp-Aktie: 5 Gründe, warum sie wieder einbricht!

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Foto: Getty Images

Thyssenkrupp (WKN: 750000)-Aktien sind seit ihrem Hoch im November 2021 bereits um mehr als 47 % gefallen. Der breite Markt in Form des DAX-Index konnte sich deutlich besser halten und hat nur etwa 20 % verloren (29.06.2022).

Warum geht es wieder bergab, obwohl die Papiere schon weit unter Buchwert notieren?

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1. Wirtschaft schwächelt

Infolge der hohen Inflation heben die Zentralbanken in den USA und Europa die Zinsen an. Doch dies führt auch zu einer Abschwächung des Wirtschaftswachstums oder sogar zu einer Rezession. Zudem reduzieren viele Analysten ihre Einschätzung, was zu vermehrten Verkäufen führt.

Thyssenkrupp ist mit seinem Stahlgeschäft besonders stark von der Konjunkturentwicklung abhängig. Die Aktien steigen im Aufschwung meist stärker, um in der Krise überproportional einzubrechen.

2. Kriegs- und Pandemiefolgen belasten Thyssenkrupp

Zu Beginn der Pandemie kam es zu vielen Wirtschaftsschließungen. In China wurden sie sogar in den letzten Wochen immer noch durchgeführt. Doch die Wirtschaft ist für einen Stopp- und Go-Rhythmus nicht geschaffen, da alle Prozesse eng aufeinander abgestimmt sind.

So kam es zu einem Anstieg der Logistik-, Rohstoff- und Energiekosten, die auch Thyssenkrupp und vor allem seine Kunden belasten.

Hinzu kommen die Folgen des Ukrainekrieges. So zogen die Energiekosten noch einmal deutlich an und bleiben wahrscheinlich auch in den kommenden Jahren auf einem hohen Niveau. Alternative Öl- und Gasquellen sind zumeist deutlich teurer. Der Wirtschaftsstandort Deutschland wird somit unattraktiver.

3. Inflation führt zu steigenden Löhnen

Infolge der gestiegenen Preise, fordern viele Gewerkschaften entsprechend hohe Lohnsteigerungen. Kann ein Unternehmen die Kosten jedoch nicht ohne Weiteres an seine Kunden weiterreichen, sinkt der Gewinn. Thyssenkrupp steht ohnehin in einem harten internationalen Preiswettbewerb.

Zuletzt hat sich die IG Metall ab 1. August 2022 für den Stahlsektor auf eine Lohnsteigerung von 6,5 % geeinigt. Somit kommen auch auf Thyssenkrupp höhere Kosten zu.

Der Konzern profitierte zuletzt aber auch von höheren Stahlpreisen.

4. Europäischer Gerichtshof entscheidet gegen Thyssenkrupp

Um sein Stahlgeschäft besser zu positionieren, wollte es Thyssenkrupp 2019 mit Tata Steel Europe (WKN: A0X9H1) fusionieren. Doch die Europäische Union befürchtete eine zu starke Preissetzungsmacht.

Der Europäische Gerichtshof hat deshalb jetzt eine Thyssenkrupp-Klage abgewiesen. Statt die europäischen Stahlhersteller zu schützen, hat die Politik der letzten Jahre genau das Gegenteil bewirkt. Davon profitiert die internationale Konkurrenz.

5. Produktionsumstellung erhöht die Kosten

Viele Unternehmen müssen sich strengeren CO2-Emissionsvorschriften anpassen. Dabei kommen auf das produzierende Gewerbe die höchsten Kosten zu. Zudem hat sich das dafür benötigte Erdgas stark verteuert und die Produktion von grünem Wasserstoff steht erst am Anfang.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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