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Wasserstoff: 3 gute News zur Nel-Aktie, Plug Power-Aktie, für Bosch und die BMW-Aktie

Aufschrift H2 auf einem Wasserstoff-Tank
Foto: Getty Images

Um die Industrie zu dekarbonisieren, sind zukünftig große Mengen grünen Wasserstoffs notwendig. Schätzungen gehen bis 2050 von einer Verzehnfachung des gesamten Wasserstoff-Bedarfs auf 735 Mio. Tonnen aus. Aus diesem Grund steigt der Elektrolyseur-Bedarf, wovon Firmen wie Nel (WKN: A0B733), Plug Power (WKN: A1JA81) oder ITM Power (WKN: A0B57L) profitieren.

Sie bauen in den kommenden Jahren und Jahrzehnten ihre Produktion stark aus. Allein bis 2027 ist bisher weltweit die Installation von 40 Gigawatt an Elektrolyseuren geplant. Bis 2030 steigt nach jetzigem Stand die jährliche Elektrolyseur-Produktion auf 42 Gigawatt.

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Bis 2024 soll grüner Wasserstoff bereits günstiger als die Herstellung von grauem Wasserstoff sein. Mit der Massenfertigung sinken die Elektrolyseur-Kosten bis 2030 voraussichtlich von 1.400 US-Dollar auf nur noch 340 US-Dollar je kW.

Die Kosten reduzieren sich aber auch durch den Ausbau der erneuerbaren Energien, durch die Strom zunehmend günstiger wird. So sinkt der Preis für ein Kilogramm grünen Wasserstoff bis 2030 wahrscheinlich auf nur noch 1,50 US-Dollar. Nel möchte dieses Ziel bereits bis 2025 erreichen.

Bosch investiert in Brennstoffzellen-Produktion

Wasserstoff gewinnt aber auch als Fahrzeug-Treibstoff an Bedeutung. Bosch investiert deshalb nun in die eigene Brennstoffzellen-Produktion. In Anderson (South Carolina, USA) erweitert der Automobilzulieferer sein Werk für insgesamt 200 Mio. US-Dollar. Bis 2026 entstehen so mindestens 350 neue Arbeitsplätze.

Bosch will vor allem den Lkw-Markt bedienen. „Die Wasserstoffwirtschaft ist sehr vielversprechend und wir bei Bosch sind voll dabei. Dies ist ein bedeutender Meilenstein, da wir die erste brennstoffzellenbezogene Produktion für Bosch in den USA ankündigen, um die wachsende Nachfrage unserer lokalen Kunden als Teil eines vielfältigen Ansatzes für die Antriebstechnologie zu unterstützen“, so Boschs Nordamerika-Präsident Mike Mansuetti.

Bosch möchte allein bis 2024 etwa eine Mrd. US-Dollar in die Brennstoffzellen-Entwicklung investieren.

BMW startet Kleinserie eines Wasserstoff-Autos

In der Autoindustrie dominiert weiterhin der reine Elektroantrieb. Doch mit der zunehmenden grünen Wasserstoff-Produktion und dem Aufbau des Tanknetzes trauen sich nun auch Autounternehmen an die Produktion von einzelnen Modellen.

So möchte beispielsweise BMW (WKN: 519000) ab 2022 eine Kleinserie des iX5 mit 275 kW (374 PS) Leistung auf den Markt bringen.

„Als vielseitiger Energieträger spielt Wasserstoff eine Schlüsselrolle auf dem Weg zur Klimaneutralität. Und er wird auch in der individuellen Mobilität deutlich an Bedeutung gewinnen. Wir sind der Meinung, dass wasserstoffbetriebene Fahrzeuge technologisch ideal aufgestellt sind, um neben batterieelektrischen Fahrzeugen das Bild der Elektromobilität zu vervollständigen“, so BMWs Vorstandsvorsitzender Oliver Zipse.

Und selbst Tesla (WKN: A1CX3T) erwägt mittlerweile den Bau von Wasserstoff-Autos. 2024 könnte ein erstes Modell auf den Markt kommen. Grund dafür ist auch eine zunehmende Rohstoffknappheit.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Nel ASA und Tesla und empfiehlt BMW.

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