Dividende & Aktienrückkäufe: Shell hat Besseres zu tun, als ein besserer Konzern zu werden

Eine Ölpumpe fördert Rohöl im Sonnenuntergang
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Die Shell-Aktie (WKN: A3C99G) steigt, es gibt Gründe zum Jubeln. Das Management feiert ein bereinigtes Rekordergebnis in Höhe von 39,9 Mrd. US-Dollar. Auch der freie Cashflow für das Geschäftsjahr 2022 ist mit 68,4 Mrd. US-Dollar sehr, sehr hoch. Was kann man mit so einer Menge Geld wohl anfangen?

Richtig, den Investoren etwas gönnen. Es gibt 4 Mrd. US-Dollar für Aktienrückkäufe. Zudem erhöht das Management die Dividende je Aktie um 15 % auf 0,2875 US-Dollar. Kein Zweifel: Den Einkommensinvestoren gefällt es und auch Value-Investoren dürften auf ihren Geschmack kommen. Ergebnis und Kapitalrückführungen stimmen jedenfalls.

Trotzdem zeigt sich eines: Shell hat wohl momentan Besseres zu tun, als ein besserer Konzern zu werden. Mit diesen Beträgen könnte man jedenfalls sehr viel anfangen. Mehr als Aktienrückkäufe und eine höhere Dividende wohl bewirken dürften.

Shell: Fokus auf Dividende und Aktienrückkäufe, anstatt …

Das Management von Shell kehrt also einen weiteren Milliardenbetrag an die Investoren aus. Geld, das kurzfristig natürlich die Stimmung deutlich aufhellt. Für ein passives Einkommen ist das vorteilhaft. Auch für die Besitzstruktur. Weniger Aktien, gleicher Konzern … na ja, wir alle kennen die Gleichung: Der Teil dessen, was wir haben, wird eben größer.

Der springende Punkt ist jedoch: Das, was wir besitzen, sollte sich verbessern. Shell ist ein Öl- und Erdgaskonzern, das hat dieses Quartalszahlenwerk sehr eindrucksvoll gezeigt. Wohin das Management eigentlich möchte oder muss: Zu einem saubereren Konzern, der sich mehr auf Nachhaltigkeit konzentriert. Mehr Elektrizität, gegebenenfalls Wasserstoff und andere, saubere Mobilitätslösungen sollten im Vordergrund stehen. Seit geraumer Zeit bin ich der Meinung, dass die Mittel für Aktienrückkäufe stattdessen besser in den Ausbau des eigenen Geschäfts reinvestiert werden sollten.

Wir müssen uns das einmal überlegen: Shell reinvestiert 4 Mrd. US-Dollar in eigene Aktien. Vier Milliarden US-Dollar! Für einen solchen Betrag und für die aufsummierten Aktienrückkäufe des letzten Jahres hätte das Management auch so manches Unternehmen aufkaufen können, um den eigenen Konzern voranzubringen.

Im Endeffekt zeigt sich: Shell setzt den Fokus auf eine kurzfristige Belohnung. Dabei verliert das Management zumindest in Teilen die langfristig orientierte Strategie aus den Augen. Da der britische Konzern per Auflagen dazu gezwungen ist, klimaneutraler zu werden, eine fatale Strategie.

Jetzt ist der Zeitpunkt für Veränderungen!

Eigentlich ist jetzt der Zeitpunkt für Veränderungen. Gemeint ist damit nicht, dass Ben van Beurden den Chefsessel freigibt. Nein, sondern dass der Gesamtkonzern in der jetzigen Ausgangslage hohe Ergebnisse und freie Cashflows einfährt. Mittel, die man definitiv für Veränderungen einsetzen sollte, um unternehmensorientiert eine bessere, nachhaltigere und weniger zyklische Perspektive zu schaffen.

Was wir kurzfristig jedoch sehen, ist: Die Dividende wird erhöht und es werden viele Mittel für Aktienrückkäufe ausgekehrt. Der neue CEO sollte dringend neue Prioritäten setzen, um unternehmensorientiert die besten Entscheidungen zu treffen.

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Vincent besitzt Aktien von Shell. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien.



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