Ist Innovation die stärkste Kraft in der Welt der Wirtschaft?

Ein schwarzes Loch im schwarzen Nichts des Weltalls
Foto: Evangeliena via Pixabay

Du hast bestimmt schon einmal von schwarzen Löchern gehört. Das sind Gebilde im Weltall, die unfassbar schwer, aber gleichzeitig auf einen winzig kleinen Punkt konzentriert sind. Durch ihre gewaltige Masse haben sie eine so wahnsinnig starke Anziehungskraft, dass nicht einmal Licht ihnen entweichen kann.

Bist du einem schwarzen Loch einmal zu nahe gekommen, kann dich kein Raketenantrieb der Welt mehr retten. Du wirst eingesogen, egal was du tust. Ein äußerer Beobachter sieht dich still und leise verschwinden. Und dann ist es vorbei mit dir. (Was anschließend genau passiert, ist bis heute ein großes Rätsel der Physik.)

Die ab einem gewissen Punkt schier unüberwindliche Anziehungskraft von schwarzen Löchern ist faszinierend. Und auch in der Wirtschaft gibt es immer wieder Trends und Technologien, die ab einem gewissen Punkt eine immense Eigendynamik entwickeln und dann einfach unaufhaltsam sind.

Die Anziehungskraft der Innovation

Nimm beispielsweise den Siegeszug der Elektroautos. Von allein wäre wohl kaum ein etablierter Autohersteller auf die Idee gekommen, plötzlich sein gesamtes bestehendes Geschäftsmodell über den Haufen zu werfen und mit Elektroautos quasi neu anzufangen.

Es brauchte innovative Herausforderer, die die Machbarkeit und den Weg aufzeigten. Die Erkenntnis, dass Elektromobilität nicht langsam, teuer und hässlich sein muss, führte zu einem steigenden Druck der Öffentlichkeit und der Politik.

Die Innovationen bei Elektroautos übten so eine immer stärkere Kraft auf den Rest der Autobranche aus. Mittlerweile ist der Übergang zur Elektromobilität schier unaufhaltsam. Etablierte Autohersteller überbieten sich gegenseitig mit ihren Elektroauto-Verkaufszielen. Wer nicht mitzieht, wird früher oder später von anderen Konzernen geschluckt oder verschwindet still und leise vom Markt. Ähnlich wie in einem schwarzen Loch.

Ist die Inflation in der Lage, Innovation aufzuhalten?

Auch die Inflation ist eine unaufhaltsam scheinende Kraft der Wirtschaft. Wer seine Preise nicht in einem ähnlichen Umfang anhebt wie seine Kosten, der macht früher oder später keinen Gewinn mehr.

Ist die Inflation in ihrer Sogkraft vielleicht sogar stärker als die Innovation? Kann Inflation technologische Trends und Innovation bremsen oder gar aufhalten?

Es liegt nahe, anzunehmen, dass es zwischen diesen beiden Dynamiken nur einen Sieger geben kann. Doch Inflation und Innovation können sehr gut Hand in Hand gehen. Oft bringen hohe Preise sogar neue Innovationen hervor.

Denk ein paar Jahrzehnte zurück: Wenn du gern viel und abwechslungsreiche Musik gehört hast, musstest du dir diverse Alben von allen möglichen Bands und Interpreten kaufen. Das ging schnell ins Geld. Heute genügt ein Abo bei einem Musikstreaming-Anbieter. Du kannst dort nicht nur alle deine Lieblingslieder jederzeit abrufen, sondern bekommst sogar ganz neue Musik vorgeschlagen, die deinen Geschmack treffen könnte. Und das alles zu einem Bruchteil des Preises.

Fazit

Bei Innovation geht es nicht immer nur um revolutionäre Technologien. Sondern oft auch darum, ein bestimmtes Ergebnis mit wesentlich geringeren Kosten erreichen zu können.

Vielleicht kommt es dir so vor, dass die Inflation gegenwärtig ein schwarzes Loch in deinen Geldbeutel frisst. Kein Wunder: Der rapide Wertverlust unserer Währung führt dazu, dass die gesammelten Ersparnisse aller Deutschen wöchentlich mehrere Milliarden Euro an Kaufkraft verlieren.

Sparbücher, Tagesgeldkonten und Co. sind trotz der zurückkehrenden Mini-Zinsen derzeit der schlechteste Ort für dein Geld – sie bieten dir letztlich eine Minusrendite-Garantie!

Wir denken, dass Qualitätsaktien von Unternehmen mit starker Preissetzungsmacht, geringer Verschuldung und hoher Profitabilität wesentlich besser geeignet sind, die hohe Inflation zu bekämpfen.

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