BioNTech: Je mehr die Aktie sinkt, desto mehr Anteile kaufe ich!

BioNTech (WKN: A2PSR2) ist ein Pionier der mRNA-Technologie. Seit 2008 hat sich das Mainzer Unternehmen zu einem der weltweit führenden Plattformen für Krebsimmuntherapien entwickelt. Seinen internationalen Durchbruch erzielte BioNTech allerdings mit seinem COVID-19-Impfstoff. Mit diesen beiden Standbeinen umfasst die Entwicklungs-Pipeline heute zahlreiche Programme rund um Infektionsschutz und Onkologie.
Anleger neigen nach meinem Eindruck dazu, sich zu stark auf kurzfristige Aspekte zu fokussieren und die weiteren Wachstumspotenziale auszublenden. Mir soll das Recht sein. Denn je länger die Aktie günstig bleibt, desto mehr Gelegenheiten habe ich, meine Position auszubauen. Nach einem kurzen Überblick über die Faktoren, welche die BioNTech-Aktie belasten, nenne ich dir meine vier zentralen Kaufargumente.
Was derzeit den Kurs tief hält
In den letzten Jahren stand die BioNTech-Aktie unter Druck, weil die COVID-19-Umsätze deutlich zurückgegangen sind. Zudem besteht kurzfristig Unsicherheit wegen der unklaren Politik der USA. Berichte über mögliche Marktrestriktionen oder gar ein Ausscheiden von mRNA-Vakzinen haben die Kurse zuletzt weiter fallen lassen.
In diesen Tagen gab es auch neue Informationen zu klinischen Programmen, die eigentlich recht solide waren. Im Fall von BNT323 gegen Brustkrebs wurde der Weg zur entscheidenden Phase III geebnet, die noch in diesem Jahr starten soll. Sollte sich das Signal für progressionsfreies Überleben bestätigen und parallel belastbare Sicherheitsdaten auftauchen, sind beschleunigte Zulassungsverfahren in Europa und den USA möglich. Aber einige Analysten hatten sich spektakulärerer Behandlungserfolge erhofft.
Für mich sind andere Argumente wichtiger.
1. Übernahme von CureVac bringt viel Mehrwert
Im Juni 2025 kündigte BioNTech ein Aktientausch-Angebot zur Übernahme von CureVac an, zu einer geringen Bewertung von rund 1,25 Mrd. US-Dollar. Damit sichert sich BioNTech zusätzliches Know-how und Produktionskapazitäten für mRNA-Onkologieprogramme. Der Abschluss wird noch 2025 erwartet und konsolidiert Deutschlands marktführende mRNA-Landschaft. Zudem reduziert BioNTech damit seine juristischen Risiken, da CureVac möglicherweise Schutzrechte besitzt, die während der Entwicklung des COVID-19-Impfstoffs verletzt wurden.
Ein Ass im Ärmel ist daneben der RNA-Printer, der dank seiner End-to-End-Automatisierung und Dezentralität technologisch einzigartig ist. Während CureVac nicht über die Mittel verfügt, um daraus ein skalierbares Geschäftsmodell zu formen, könnte dies BioNTech auf mittlere bis lange Sicht gelingen. Wiederkehrende Erlöse aus Hardwarevermietung, Wartung, Service, Verbrauchsmaterialien und Lizenzgebühren würden sich dann zu einem lukrativen Standbein entwickeln – eine dezentrale Produktionsinfrastruktur für die gesamte mRNA-Branche.
2. Die umfassende Krebsbekämpfungsstrategie kann der BioNTech-Aktie Flügel verleihen
Während die meisten Biotech-Unternehmen eher eingleisig unterwegs sind, verfolgt BioNTech eine modulare, mehrgleisige Onkologie-Strategie, die mich beeindruckt. Mit dem Hintergrundwissen, dass die Krankheit immer neue Wege sucht, um Therapieversuchen auszuweichen, verfolgt BioNTech den Ansatz, sie von allen Seiten in die Zange zu nehmen. Das bedeutet, dass
- über die Blockierung der Blutgefäßneubildung im Tumor die Nährstoffversorgung entzogen wird;
- über radioaktive Moleküle und Antikörper-Wirkstoff-Konjugate, die an Krebszellen andocken und dann die Krebszellen gezielt „beschießen“ oder vergiften;
- mittels Immunmodulatoren vor Ort eine Hitze-ähnliche Entzündungsreaktion ausgelöst wird, die Tumorzellen sichtbarer für unser Abwehrsystem macht; und
- per Krebsimpfstoffen das Immunsystem die notwendigen Informationen erhält, um sich des Problems selbst zu entledigen.
Man könnte also martialisch ausgedrückt sagen, dass mit der integrierten BioNTech-Plattform der Tumor gleichzeitig stranguliert, beschossen, vergiftet, entblößt und dem Immunsystem zum Fraß vorgeworfen wird.
Besonders im Fokus stehen Kombinationen zweier Wirkmechanismen in einem Molekül – zum Beispiel BNT327, das PD-L1 blockiert und gleichzeitig VEGF-A neutralisiert. Damit deckt BioNTech die wichtigsten behandlungsrelevanten Modalitäten ab und schafft Synergien, welche die Hoffnung schüren, dass immer mehr Krebsarten besiegt werden können.
3. Der mutmachende Deal mit Bristol Myers Squibb (BMS)
Eine Partnerschaft im High-End-Segment Onkologie unterlegt mein Vertrauen. BMS und BioNTech haben im Juni 2025 einen bis zu 11,1 Milliarden US-Dollar schweren Kooperationsvertrag für den bispezifischen Antikörperkandidaten BNT327 (PD-L1×VEGF-A) unterzeichnet. BMS zahlt sofort 1,5 Mrd. US-Dollar, weitere zwei Milliarden folgen in Jahreszahlungen, und bis zu 7,6 Mrd. US-Dollar sind an Entwicklungs- und Kommerzialisierungsmeilensteine geknüpft. Kosten und Erträge teilen beide Unternehmen.
Dieser Deal belegt, dass BioNTech großen Respekt in der Branche genießt und bereits jetzt Teile seiner breiten Entwicklungs-Pipeline monetarisieren kann. Zudem hilft die Einbindung von Partnern dabei, schneller voranzukommen und Risiken zu reduzieren. Auch ohne großen Impfstofferträge und zugelassene Therapien kann BioNTech Milliarden in seine Kassen spülen. Das sorgt für Stabilität.
Auch wenn der Deal nicht ausreicht, um schon in diesem Jahr ein positives Nettoergebnis auszuweisen, sollte es BioNTech spätestens 2027 gelingen, in die Gewinnzone zurückzukehren.
4. Enorme interne Wertsteigerung seit dem Börsengang der BioNTech-Aktie
Seit dem Börsengang 2019 hat BioNTech aus dem COVID-Vakzin-Geschäft enorme Rohgewinne generiert, welche den aktuellen Börsenwert der Aktie weit übertreffen. Zinserträge in Milliardenhöhe kamen noch hinzu. Schon allein der Gewinn je BioNTech-Aktie in den Jahren 2020–2023 erreicht in Summe fast den aktuellen Börsenkurs von 89 Euro.
Zuletzt sind zwar wieder Verluste angefallen, aber nur, weil BioNTech massiv in Forschung und den Ausbau seiner Kapazitäten investiert. Mich interessiert nicht so sehr, wie viel Gewinn oder Verlust das Unternehmen 2025 oder 2026 machen wird. Entscheidend ist, dass BioNTech langfristig handelt und erfolgreich seine Vision vorantreibt. Dann werden unter der Haube Werte aufgebaut, die ein Vielfaches davon wert sein könnten als das, was in der Bilanz ausgewiesen wird.
Während man 2019, zum Zeitpunkt des Börsengangs, damit rechnen musste, dass BioNTech auf Jahre hinaus immer mal wieder den Kapitalmarkt anzapfen muss, um seine Entwicklungsprogramme anzuschieben, kann das Unternehmen nun aus eigener Kraft ein viel größeres Rad drehen. Eine Verwässerung der eigenen Anteile müssen Anleger längst nicht mehr fürchten.
Und zwischenzeitlich hat es nicht nur seine wegweisende mRNA-Technologie eindrucksvoll validieren können, sondern auch im digitalen Bereich große Fortschritte gemacht, die strategisch tiefgreifend sind. Die Integration von KI-gestützter Datenanalyse, automatisierter mRNA-Produktion und digitaler Kombinationsplanung zeigt: BioNTech denkt nicht nur molekular, sondern zunehmend auch algorithmisch.
All das ist in meinen Augen so unschätzbar viel wert – und wird doch kaum im Börsenkurs reflektiert.
Ich halte bei der BioNTech-Aktie gern die Tasche auf
In diesem Jahr hat die BioNTech-Aktie mehr als 20 % abgegeben. Ich denke, dass sich damit günstige Einstiegskurse ergeben. BioNTech konsolidiert die deutsche mRNA-Forschung, festigt Spitzenpartnerschaften, verdient weiterhin gutes Geld mit Impfstoffen, und definiert Krebsbehandlungen neu. Jeder Kursrücksetzer ist für mich eine Einladung, meine Position auszubauen. Wenn andere Marktteilnehmer ihre Stücke billig auf den Markt werfen, dann halte ich gern die Tasche auf – denn die BioNTech-Aktie verfügt dank seiner substanziellen Fundamentaldaten und enormen Zukunftspotenzialen über ein günstiges Chance-Risiko-Verhältnis.
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Ralf Anders besitzt Aktien von BioNTech. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von BioNTech.