700 Euro Dividende mit nur zwei Aktien – so klappt’s auch mit kleinem Budget!

Wer glaubt, dass hohe Dividenden nur etwas für Multimillionäre sind, hat die Rechnung ohne die Aktien von Pfizer (WKN: 852009) und UPS (WKN: 929198) gemacht. Mit einem kleinen Depot lässt sich tatsächlich ein passives Einkommen generieren, das monatlich ein paar nette Extras ermöglicht – ganz ohne den Verkauf der eigenen Niere oder hochriskante Spekulationen an der Börse. Ohne Risiken sind aber auch sie nicht, aber dazu später mehr.
Zusammen bilden sie jedenfalls ein interessantes Duo mit unglaublich langer Dividendenhistorie und hoher Ausschüttung. Schauen wir genauer hin.
Pfizer: Von Patentklippen zu strategischen Übernahmen
Pfizer ist vielen jüngeren Anlegern an der Börse vor allem als Impfstoffhersteller bekannt. Doch die Aktie mit einer Marktkapitalisierung von fast 140 Mrd. US-Dollar hat weit mehr Facetten. Das New Yorker Unternehmen besitzt über 70.000 Patente, davon mehr als 22.000 aktive.
Gleichzeitig verfolgt Pfizer seit Jahren eine aggressive Übernahmestrategie, um das Wachstum aufrechtzuerhalten. Dank des Glücksgriffs mit dem Corona-Impfstoff stehen dem Unternehmen hierfür mehr Gelder zur Verfügung.
In der Vergangenheit wurden Großkonzerne wie Wyeth oder Hospira, Medivation oder Seagen übernommen, um die Produktpipelines zu stärken und Synergien zu schaffen. Und der Appetit lässt nicht nach, wie der jüngste Deal mit Metsera beweist.
Warum Pfizer so handelt, ist für mich mehr als einleuchtend. Ein zentrales Risiko liegt in der sogenannten Patentklippe: Wenn ein Blockbuster-Medikament seine Patente verliert, sinkt der Umsatz plötzlich dramatisch, da Generika auf den Markt drängen. Und genau hier muss Pfizer gegensteuern.
Für Dividendenjäger könnte die Aktie dennoch interessant sein, denn stabile Cashflows aus einem breiten Portfolio an Medikamenten ermöglichen eine kontinuierliche Ausschüttung. Aktuell werden fast 7 % erwartet. Seit 16 Jahren steigt die Dividende ununterbrochen.
Anleger sollten jedoch im Hinterkopf behalten, dass regulatorische Risiken, Forschungsausfälle oder enttäuschende Zulassungen die Aktienperformance belasten können.
UPS: Stabilität aus dem Transportsektor
Auch UPS ist ein Klassiker, wenn es um verlässliche Dividenden geht. Der amerikanische Logistikkonzern profitiert von der konstanten Nachfrage nach Paket- und Expresslieferungen, die durch den boomenden E-Commerce weiter steigen sollte.
Die Aktie bietet aktuell eine ähnlich hohe Dividendenrendite von 6,8 % wie die von Pfizer. Auch hier gab es ähnlich lange Dividendenerhöhungen, wodurch sie besonders für Anleger mit langfristigem Horizont attraktiv ist.
Die hohen Renditen sind jedoch auch hier nicht risikofrei: Hohe Treibstoffkosten, Lohnsteigerungen oder makroökonomische Abschwünge können die Gewinnmargen belasten. Zudem steht UPS in starkem Wettbewerb mit weiteren global agierenden Unternehmen wie der Deutschen Post (WKN: 555200), FedEx (WKN: 912029) oder lokalen Logistikern, was operative Flexibilität erfordert. Hinzu kommt, dass Amazon (WKN: 906866) ernst macht und sich vom Kunden zum Konkurrenten wandelt.
Mit kleinem Budget zur 700 Euro Dividende
Wer mit einem überschaubaren Budget ein passives Einkommen generieren möchte, kann durch die Kombination von Pfizer und UPS eine Diversifikation zwischen Pharma und Logistik erreichen. Pfizer liefert Chancen auf Wachstum und stabile Ausschüttungen trotz Schwankungen und Patentklippen. UPS dagegen bringt eine gewisse defensive Komponente ein, die regelmäßig Cashflow und Dividende offeriert.
Das Zusammenspiel dieser beiden Aktien ermöglicht es Anlegern, mit moderatem Kapitalaufwand von 10.000 Euro eine jährliche Brutto-Dividende von etwa 700 Euro zu erzielen, sollte die Dividende wie in der Vergangenheit gezahlt werden und der US-Dollar nicht weiter absacken.
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Frank Seehawer besitzt Aktien von Amazon, DHL Group, FedEx, Pfizer und UPS. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Amazon.

