Was du erwarten kannst, wenn du jetzt 3.000 Euro in die Münchener Rück-Aktie investierst

Einige Euro-Münzen und -Geldscheine
Foto: Pixabay via Pexels

Ein bisschen Dividende, eine Prise Sicherheit und ein hoch-profitables Geschäftsmodell: Das umschreibt im Wesentlichen unsere Investitionsthese bei der Münchener Rück-Aktie (WKN: 843002). Der DAX-Rückversicherungskonzern zahlt seit dem Jahre 1969 eine zumindest stets stabile Dividende aus. Ein sehr solider Indikator dafür, wie ertragreich das Geschäftsmodell vor allem langfristig ist.

Münchener Rück-Aktie: Das Geschäft trägt

Das hat sich jetzt wieder einmal bestätigt. Die Münchener Rück erzielte bis Ende des dritten Quartals im laufenden Geschäftsjahr 2025 einen Gewinn in Höhe von 5,2 Mrd. Euro. Davon entfällt ein Anteil von 1,693 Mrd. Euro auf das klassische Rückversicherungsgeschäft. Weitere 304 Mio. Euro erzielte der Erstversicherer Ergo. Im Asset-Management gab es wiederum mit 2,385 Mrd. Euro den größten Gewinn. Ein gutes Quartal. Ein fantastischer Wert. Die Münchener Rück sieht sich daher auf einem guten Wege, das eigene Gewinnziel in Höhe von 6 Mrd. Euro zu erreichen.

Wie profitabel das eigene Geschäft ist, zeigt sich auch beim Blick ins Details. Im Rückversicherungssegment erwartet die Münchener Rück beispielsweise eine Schaden-Kosten-Quote von 74 % für das gesamte Geschäftsjahr 2025. Zuvor lag der prognostizierte Wert bei 79 %. Es könnte daher sogar noch zu einer kleineren Gewinnüberraschung kommen. In jedem Fall zeigt diese Prognose, dass rund ein Viertel der Prämien als Ergebnis übrig bleiben. Denn die Schaden-Kosten-Quote misst, welchen Anteil der Prämien das Management zur Deckung der Schäden und für die eigene Verwaltung benötigt.

Hier ist noch Luft nach oben

Doch selbst auf dem hohen Niveau gibt es noch Raum für Verbesserungen. Im Segment der Spezialversicherungen (Sonder-Policen mit schwieriger kalkulierbaren Prämien) liegt die Schaden-Kosten-Quote noch bei 87 %. Hier sehen wir, dass das Management der Münchener Rück noch feinjustieren kann. Zum Vergleich: Unsere Empfehlung Kinsale Capital Group kommt in den USA auf ein Ergebnis von ebenfalls ca. 75 %. Wir glauben, dass die Münchener Rück mit mehr Erfahrung ebenfalls in diese Richtung tendieren kann. Das würde perspektivisch weiteres Gewinnwachstum bedeuten.

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Dabei hätte die Münchener Rück sogar noch besser sein können. Denn insbesondere Währungseffekte um den schwachen US-Dollar führten zu einem negativen Sondereffekt in Höhe von 189 Mio. Euro. Aber hier wollen wir in Anbetracht des soliden Ergebnisses nicht zu kleinlich sein. Ein Konzernergebnis von 5,2 Mrd. Euro bedeutet schließlich ein Wachstum von 13 % im Jahresvergleich. Wir sind damit äußerst zufrieden.

Zufriedenstellend ist außerdem die Rentabilität und die Kapitalausstattung. So stieg die Solvency-II-Quote auf 293 % und liegt damit mehr als 100 % über der angestrebten Mindestquote von 175 %. Der Eigenkapitalanteil ist mit 32,4 Mrd. Euro gleichsam hoch. Im dritten Quartal schaffte die Münchener Rück außerdem eine Eigenkapitalrendite in Höhe von 24,2 %. Für das Gesamtjahr 2025 (Q1 bis Q3) liegt der Wert bei 19,9 %. Keine Frage: Profitabilität kann die Münchener Rück.

Dieses Risiko müssen Investoren der Münchener Rück-Aktie wissen

Wir blicken nun mit kleinen Sorgenfalten auf den Rückversicherungsmarkt, der durchaus in eine weichere Phase eintreten könnte. Das bedeutet, dass ein Preiswachstum womöglich nicht mehr so einfach möglich ist. Die Zahlen dürften den Erstversicherern jedenfalls Wasser auf die Mühlen liefern, dass man niedrigere Preise haben will. Aber die Münchener Rück hält bislang daran fest, dass man hiervon entweder nicht betroffen sei. Oder der Markt nicht in eine weichere Phase eintritt. Diese Gemengelage könnte zu etwas Unsicherheit führen.

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Die Rückversicherungsbranche kann allgemein unerwartet zyklisch sein. Insbesondere, wenn Großschadensereignisse auftreten, die das Management so nicht kommen und entsprechend adäquat für ein Jahr versichert hat. Zwar führt das mittelfristig zum Prämienwachstum (in Zeiten der Schäden steigen die Preise für die Sachversicherunge), aber es kann einzelne Geschäftsjahre verhageln, wie zuletzt im Jahre 2017. Das zweite große Risiko ist außerdem, dass die Münchener Rück in neuen Geschäftsbereichen wie den Spezial- oder Cyberversicherungen das finanzielle Risiko nicht ermitteln kann, da Daten fehlen. In diesem Fall könnten weniger profitable Jahre durch den Eintritt von Schadensereignissen möglich sein.

Solange das Wachstum aber auf diesem Niveau weitergeht, scheint die fundamentale Bewertung der Münchener Rück-Aktie um ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von ca. 12 nicht zu teuer.

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