W. P. Carey zahlt 5,2 % Dividende: 3 Kennzahlen, die du kennen solltest!

Ein 100€-Schein der zu einem Haus gefaltet wurde steht auf weiteren Scheinen.
Foto: moerschy via Pixabay

W. P. Carey (WKN: A1J5SB) und die Dividende sind meiner Meinung nach ein spannendes Thema. Bei den aktuellen Auszahlungen und dem momentanen Aktienkurs erhalten wir eine Dividendenrendite von 5,2 %. In Kombination mit einem leichten Dividendenwachstum ist das ein ziemlich attraktiver Mix.

Der Real Estate Investment Trust investiert natürlich in Immobilien. Mittlerweile sind es nach einem Verkauf der Office-Sparte im Jahre 2023 wieder 1.748 Einheiten. W. P. Carey hat in den vergangenen Jahren massiv und schnell in neue Projekte investiert, um das Wachstum wieder anzukurbeln. Das erklärt in Teilen das Wachstum.

Um ein bedeutend besseres Verständnis für die Dividende, die Zahlen und das Wachstum zu bekommen, habe ich mir etwas Spannendes überlegt. Wir gehen auf eine Reise durch drei extrem wichtige Kennzahlen bei der Aktie von W. P. Carey. Danach dürftest du ebenso ein besseres Gespür für die Chance haben. Ob du dann kaufen willst, ist natürlich eine andere Frage.

W. P. Carey: Die Dividende ist gemessen an der Auslastung sehr sicher

Starten wir mit einer wichtigen Kennzahl, die bei W. P. Carey stets zu den Basics gehören sollte. Der Real Estate Investment Trust vermietet Immobilien. Leerstand und auslaufende Mietverträge bilden ein Risiko. Umso spannender ist es, dass der REIT selbst die durchschnittliche Anzahl an noch ausstehenden Jahren der durchschnittlichen Mietlaufzeit angibt.

Per Ende des zweiten Quartals im Jahre 2026 lief ein Vertrag im Durchschnitt noch 12,2 Jahre. Bei einer Auslastungsquote von 98,5 % bedeutet das wiederum, dass man bei etwa 25 Immobilien im Portfolio noch neue Verträge eingehen könnte. Wir sehen aber, dass der Status quo für eine lange Zeit sehr sicher ist. Anders gesagt: Der Durchschnittswert sagt in etwa, dass wir in den nächsten zehn Jahren von einer sehr hohen Auslastung im Portfolio ausgehen können. Die Dividende erscheint gemessen an dieser Kennzahl sehr, sehr sicher.

Risikolos ist sie nicht bei W. P. Carey. Denn das, was die 12,2 Jahre nicht berücksichtigen, ist das Risiko, dass einzelne Mieter pleitegehen könnten. Eine Krise, eine wirtschaftlich schwierige Zeit für die Logistik-Branche oder auch steigende Zinsen könnten beispielsweise die Mieter aus der Bahn werfen. Trotzdem: Wir sehen ein stabiles Fundament. Zumal auch 384 verschiedene Mieter ein Indikator dafür sind, dass Stabilität, Diversifikation und Qualität im Vordergrund stehen.

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2,6 % ermöglichen bereits ein Basic-Wachstum

Der Blick ins Detail bei W. P. Carey zeigt außerdem, woher ein guter Teil des Wachstums kommt. Zur Erinnerung: Die Funds from Operations (die Mittelzuflüsse aus der Vermietung und Verpachtung) wuchsen zuletzt im zweiten Quartal um 4,7 % auf 1,34 US-Dollar. Ein solides Wachstum, das das derzeitige Dividendenwachstum stützt.

Woher kommt das Wachstum? Eine erste Antwort sehen wir in den Preiserhöhungen. W. P. Carey konnte im zweiten Quartal die Mieterlöse durchschnittlich um 2,6 % im Jahresvergleich steigern. Dieses Wachstum kommt aus dem Bestand, der REIT muss hierfür kein Geld ausgeben. Das Management schließt in der Regel Verträge ab, die entweder eine Mieterhöhung um knapp über 2 % pro Jahr vorsehen. In Teilen sind die Mietpreisanpassungen auch an Verbraucherpreisindizes gekoppelt. In Jahren hoher Inflation sorgt das wiederum für ein überproportional hohes Wachstum.

Wir sehen daher, dass bei W. P. Carey ein guter Teil des Wachstums auf internen Preisanpassungen basiert. Der zweite Teil erfolgt durch Investitionen in neue Immobilien. In den ersten sechs Monaten investierte der REIT bereits 1,3 Mrd. US-Dollar in neue Projekte. Sie bilden ebenso das Fundament für die zweite Komponente bei den Funds from Operations je Aktie. Beides zusammen ermöglicht im Moment ein Wachstum bei den Funds from Operations um 4 % bis 5 %. Ein solider Wert, der eben jetzt auch die Dividende in einer gleichen Größenordnung steigen lässt.

W. P. Carey: Der Eigenkapitalanteil liegt bei 47 %

Zu guter Letzt thematisieren wir heute noch das Eigenkapital von W. P. Carey. Der Real Estate Investment Trust besitzt derzeit Eigenkapital in Höhe von 8,68 Mrd. US-Dollar. Dem stehen wiederum Fremdmittel von 9,9 Mrd. US-Dollar gegenüber. Die reinen finanziellen Verbindlichkeiten, die das Management als Nettoschulden ausweist, belaufen sich auf 8,8 Mrd. US-Dollar. Klingt auf den ersten Blick viel. Das relativiert sich aber, wenn wir bedenken, dass wir im Immobilien-Segment sind, wo viel mit einem Kredithebel gearbeitet wird.

W. P. Carey hat eine Eigenkapitalquote von 47 %. Das bedeutet, dass die Fremdkapitalquote bei 53 % liegt. Lediglich die Hälfte der Vermögenswerte ist daher durch Schulden finanziert. Ein moderater Kredithebel, wenn du mich fragst. Wobei steigende Zinsen selbstverständlich trotzdem dazu führen können, dass neue Schulden teurer finanziert werden müssen.

Für die Dividende sind das aber ebenfalls gute Vorzeichen: W. P. Carey ist nicht so hoch verschuldet, dass die Bilanz ein Problem darstellt. Der REIT könnte für weiteres Wachstum noch neue Schulden aufnehmen.

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Vincent besitzt Aktien von W. P. Carey. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von W. P. Carey.



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