3 Dinge erwarte ich von einer Aktie mit 1 % oder 2 % Dividende!

Wachsende Stapel von Münzen und ein Geldglas, aus denen Pflanzen keimen
Foto: Nattanan Kanchanaprat via Pixabay

Eine Aktie mit 1 % oder 2 % Dividende? Okay, das ist auf den ersten Blick nicht der Traum vieler Einkommensinvestoren. Es handelt sich um eine eher geringe Ausschüttung. Denn für jede 1.000 Euro, die wir investieren, erhalten wir entweder 10 oder 20 Euro Dividende pro Jahr.

Aber was noch nicht ist, kann bekanntlich ja noch werden. In diesem Sinne schauen wir heute auf drei zentrale Dinge, auf die ich bei einer Aktie mit lediglich 1 % oder 2 % Dividende achte. Wenn möglichst viele dieser Komponenten zusammenkommen, können wir ein attraktives Investment ergattern. Das muss dann übrigens nicht nur die Dividende betreffen.

1 % oder 2 % Dividende: Die Aktie könnte ein niedriges Ausschüttungsverhältnis haben!

Es gibt verschiedene Gründe, warum einen Aktie bloß 1 % oder 2 % Dividende zahlt. Eine erste Erklärung kann im Ausschüttungsverhältnis begründet liegen. Denn wenn ein Unternehmen beispielsweise nur 10 % oder 20 % des Gewinns als Dividende auszahlt, so bietet das in manchen Fällen dennoch ein gutes Renditepotenzial.

Betrachten wir dazu ein Beispiel: Die Aktie von American Express (WKN: 850226) zahlt derzeit lediglich 0,82 US-Dollar je Aktie aus. Im letzten Quartal kam das Kreditkartenunternehmen allerdings auf ein Ergebnis je Aktie von 4,14 US-Dollar. Das bedeutet, dass das Ausschüttungsverhältnis um die Marke von 20 % liegt. Es fließt nicht viel Gewinn in die eigene Ausschüttung. Nein, sondern diese Rendite ist im ersten Moment lediglich ein kleines Zubrot. Der Großteil wird vom Unternehmen einbehalten.

Es zeigt erneut, dass die Dividende irgendwo immer eine Entscheidung ist. Eine Entscheidung, die ein Management mit der Hauptversammlung trifft. Aussagekräftiger für den jetzigen Stand ist eher, was passieren würde, wenn ein Unternehmen 100 % des Gewinns auszahlen würde. Dadurch würde bei American Express zum Beispiel die Dividendenrendite auf ca. 4 % klettern. Das würde auf den ersten Blick bedeutend attraktiver klingen.

Wenn ein Grund für eine niedrige Dividende daher ein kleines Ausschüttungsverhältnis ist, sehe ich genauer hin. Aber: Dieses Merkmal ist nicht das einzige, auf das ich achte. Es gibt mindestens noch ein zweites, das möglichst zutreffen sollte.

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Ein starkes Ausschüttungswachstum!

Denn als zweites achte ich dann immer auf das Ausschüttungswachstum. Ich möchte bei lediglich 1 % oder 2 % Dividende sehen, dass ein Management bereit ist, zukünftig mehr zu bezahlen. Die Dynamik sollte mir eine gute Perspektive geben. Wobei ich bei diesen niedrigen Werten nicht auf 5 % oder 7 % achte. Sondern ich möchte bedeutend mehr sehen.

Lass uns das auch ein wenig näher beleuchten. Wenn eine Aktie zum Beispiel 1 % Dividendenrendite besitzt, würde es bei 5 % Wachstum 22,5 Jahre dauern, ehe wir 3 % Dividendenrendite erhalten. Bei 10 % dauert es rein rechnerisch 11,5 Jahre. Hier kommen wir dem Ziel bereits näher. Aber ab 15 % pro Jahr ist es mit ca. acht Jahren bereits bedeutend attraktiver. Hier fängt der Spaß dann so langsam an. Gleichwohl muss ich sagen, dass eine initiale Rendite von 2 % natürlich etwas weniger Wachstum benötigt. Hier reichen, je nach Einzelfall, vielleicht 12 % Wachstum pro Jahr aus.

Aber: Für uns Einkommensinvestoren ist das Dividendenwachstum absolut entscheidend. Denn wir wissen, dass im günstigen Fall die Dynamik bei 3 % auf den ursprünglichen Einsatz noch lange nicht aufhört. Aber die Unterschiede sind groß:

Beiersdorf besitzt zum Beispiel ein niedriges Ausschüttungsverhältnis und zahlt dabei lediglich eine konstante Dividende aus. Das ist für mich weniger attraktiv. American Express steigerte die Dividende je Aktie in diesem Jahr hingegen um 17 %. Wie gesagt: Mit dieser Perspektive macht es bedeutend mehr Spaß.

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1 % oder 2 % Dividende: In jedem Fall brauche ich operatives Wachstum!

Zu guter Letzt und vielleicht am wichtigsten: Ich benötige operatives Wachstum, damit ich mich überhaupt mit 1 % oder 2 % Dividende intensiver auseinandersetze. Ohne operatives Wachstum gibt es wenig Perspektive. Natürlich kann ein Management das Ausschüttungsverhältnis anpassen. Aber früher oder später enden hier die Möglichkeiten. Das einbehaltene Geld muss der Expansion dienen, nicht dem Löcherstopfen.

Es gibt auch Aktien, die primär aufgrund ihrer ambitionierten Bewertung eine niedrige Dividendenrendite bieten. Dort ist mir besonders wichtig, dass das Unternehmen ein operatives Wachstum im zweistelligen Prozentbereich liefert. Damit kann ich langfristig eine gute Rendite einfahren. Die Dividende je Aktie kann wachsen. Das Ausschüttungsverhältnis mit einem reiferen Geschäftsmodell angepasst werden.

Waste Management gilt als Inbegriff qualitativer Dividendenaktien. Auch hier liegt die Dividendenrendite zwischen 1 % und 2 %. Aber: Das Ergebniswachstum mit Wachstumsraten eher im mittleren bis höheren einstelligen Prozentbereich ist mir nicht genug. American Express steigerte das Ergebnis je Aktie hingegen um 19 % im dritten Quartal. Mit diesem Wachstum ist die These für mich bedeutend intakter. Aber wie immer gilt: Der Einzelfall entscheidet.

Meine wichtige Intention für heute ist: Schreibe Aktien mit 1 % oder 2 % Dividende nicht ab. Sie können ein starkes Wachstum besitzen und auf lange Sicht zu besonders guten Renditen führen. Achte nur auf die Dividendenpolitik, das Dividendenwachstum und die zukünftigen Wachstumspotenziale.

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Vincent besitzt Aktien von American Express. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von American Express und Waste Management.



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