PayPal-Aktie: Plötzlich Dividende! Jetzt die ersten 100 Euro kassieren?!

Die PayPal-Aktie (WKN: A14R7U) steht für vieles ein: Für sichere Bezahltechnologie, die 438 Mio. aktive Nutzer gerne in ihrem Alltag integriert haben. Aber auch für Venmo, womit Millionen von US-Amerikanern ihre Finanzen managen. Allerdings müssen wir auch sagen: In den vergangenen Jahren steht PayPal leider nicht mehr für einen herausragenden Erfolg.
Das möchte das Management von PayPal ändern. Und zwar unter anderem mit einer Dividende! Es handelt sich hierbei um die erste Ausschüttung in der Unternehmensgeschichte. Aktienrückkäufe hat es in der Vergangenheit bereits zu Hauf gegeben. Aber eine Dividende ist noch neu.
Sehen wir uns heute daher die Dividende der PayPal-Aktie ein wenig näher an. Am Ende beantworten wir auch die Frage, was es für 100 Euro benötigt. So viel vorab: Es ist einen ganze Menge. Aber bei der ersten Ausschüttung handelt es sich ja auch um einen vergleichsweise kleinen Start.
PayPal-Aktie: Die Dividende im Blick!
Das Management der PayPal-Aktie erklärte, dass man zunächst eine Dividende in Höhe von 0,14 US-Dollar je Vierteljahr auszahlen wolle. Natürlich ist das nicht viel. Bei einem aktuellen Kurs von 64,36 US-Dollar läge die Dividendenrendite damit bei unter 1 %. Aber es ist bemerkenswert, wie wenig Gewinn das Management hierfür verwendet.
PayPal kam im dritten Quartal auf ein Ergebnis je Aktie in Höhe von 1,30 US-Dollar. Das bedeutet, dass derzeit ca. 11 % des Gewinns für die Dividende verwendet werden. Es bestünde daher noch viel Raum für zukünftiges Wachstum. Ob es dazu kommt? Nun, das wissen wir derzeit nicht. Denn das Management hat nichts von einer Dividendenstrategie gesagt. Es geht derzeit eher lediglich um eine Dividende, die als nettes Zubrot dient.
Allerdings erweitert das Management damit den Reigen der Kapitalrückführungen. In den letzten 12 Monaten flossen beispielsweise 5,7 Mrd. US-Dollar in Aktienrückkäufe. Damit konnten 78 Mio. Aktien gekauft und eingezogen werden. Um es mal direkt zu sagen: Das ist eher der Mechanismus, der Wert bringt. Denn PayPal hat seit Dezember des Jahres 2015 die Anzahl ausstehender Aktien von 1,22 Mrd. auf unter eine Milliarde Aktien reduziert. In den vergangenen Jahren sind damit rund 25 % der ausstehenden Aktien gekauft und eingezogen worden. Ein guter Wert. Aber er zeigt: Die Dividende ist wirklich eher ein Nebenprodukt der Rendite.
Bewertung, Wachstum und Co.!
Aber das Management von PayPal will mehr. Gerade jetzt zündet man viele Wachstumsinitiativen. So hat man beispielsweise eine Kooperation mit ChatGPT eingefädelt. Die Bezahlinfrastruktur soll zukünftig in die Plattform integriert werden, damit Käufe direkt über ChatGPT auch abgewickelt werden können. Mit 700 Mio. aktiven Nutzern ist das KI-Tool sehr groß. Es könnte dazu führen, dass mehr Kunden auf PayPal aufspringen.
Wenn wir uns die Kennzahlen der PayPal-Aktie ansehen, erblicken wir außerdem eine günstige Bewertung. Ausgehend von einem Jahresziel beim Ergebnis je Aktie von 5,35 US-Dollar dürfte das Kurs-Gewinn-Verhältnis bei 12 oder weniger liegen. Anders gesagt: Würde PayPal 50 % des Gewinns per Dividende auszahlen, läge die Dividendenrendite bei ca. 4 %. Auch das verdeutlicht, wie günstig die Bewertung eigentlich ist.
Im dritten Quartal wuchs das Ergebnis je Aktie um 32 % auf die besagten 1,30 US-Dollar. Beim Umsatz verzeichnete der Zahlungsdienstleister ein Wachstum von 7 % auf 8,4 Mrd. US-Dollar. Auch das Zahlungsvolumen kletterte um 8 % auf 458,1 Mrd. US-Dollar. Wir sehen daher eigentlich ein intaktes Wachstum bei einer moderaten bis günstigen Bewertung. Mit einem ChatGPT-Turbo (selbst ohne) könnte das der Ausgangspunkt für einen starken Turnaround sein!
Solltest du 100 Euro Dividende von der PayPal-Aktie kassieren?!
Um daher zu einem Fazit zu kommen: Die Dividende der PayPal-Aktie ist erstmal eine Randnotiz. Aktienrückkäufe bilden die stärkeren Kapitalrückführungen. Bei der günstigen Bewertung machen Rückkäufe meiner Meinung nach auch mehr Sinn. Denn sie erhöhen den Wert je Aktie und können in Zukunft auch das Fundament für steigende Dividenden bilden – schließlich kann mit der gleichen Ausschüttungssumme mehr Rendite erzielt werden. Aber vor allem sehen wir ein intaktes Wachstum und ein gutes Ökosystem im Markt der Zahlungsdienstleistungen.
Für 100 Euro Dividende in einem Jahr benötigst du rein rechnerisch zunächst rund 11.500 Euro. Das ist für meinen Geschmack eine zu große Position. Aber was man durchaus machen kann: Einen Fuß in die günstige Aktie stellen und hoffen, dass die Dividende je Aktie in den kommenden Jahren steigt. 100 Euro Dividende erscheinen mir künftig mit deutlich weniger Anteilen möglich, soweit das Management von PayPal die Dividende je Aktie spürbar erhöht.
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Vincent besitzt Aktien von PayPal. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von PayPal.

