Was dich erwartet, wenn du heute für 2.000 Euro Disney-Aktien kaufst

Eine Plüschfigur des Walt-Disney-Charakters Mickey Mouse
Foto: Ipek Townsend via Pexels

Disney (WKN: 855686) gehört zu den bekanntesten Unterhaltungskonzernen der Welt und vereint Themenparks, Streaming, Filmstudios und TV-Sender unter einem Dach. Für langfristige Anleger bleibt die Disney-Aktie trotz der schwachen letzten Jahre interessant, weil es in mehreren Bereichen mit stabiler Nachfrage aktiv ist und seine Marken weltweit eine starke Stellung haben.

Disney-Aktie: Zahlen mit Licht und Schatten

Für das zurückliegende Quartal meldete Disney bereinigte Gewinne von 1,11 US-Dollar je Disney-Aktie und lag damit über den allgemeinen Erwartungen des Marktes. Trotzdem zeigen die Zahlen, dass nicht alles rund läuft. Vor allem das klassische TV-Geschäft steht weiter unter Druck. Die Sendergruppe rund um ABC und ESPN musste einen noch stärkeren Gewinnrückgang hinnehmen. Der operative Gewinn dieses Segments fiel um 21 % auf 391 Mio. US-Dollar, und die Umsätze gingen um 16 % auf rund 2,1 Mrd. US-Dollar zurück. Das zeigt, wie stark sich die Mediennutzung verschoben hat und wie sehr lineares Fernsehen an Relevanz verliert.

Der Gesamtkonzern erzielte im Quartal 22,5 Mrd. US-Dollar Umsatz, sprich etwa 3 % mehr als im Vorjahr. Allerdings blieb Disney damit leicht unter den Erwartungen. Besonders enttäuschend war das Entertainment-Segment, das immer noch der größte Umsatztreiber ist. Hier sanken die Erlöse um 6 %, was vor allem an geringeren Werbeeinnahmen im TV-Bereich und schwächeren Kinozahlen lag. Für ein Unternehmen mit einer so großen Filmsparte ist das ein Warnsignal, weil der Bereich normalerweise zuverlässig hohe Beiträge leistet.

Warum die Disney-Aktie nach den Zahlen fiel

Zusätzlich belasten Streitigkeiten mit YouTube TV. Seit Ende Oktober laufen die Verhandlungen über eine neue Vereinbarung, und bisher gibt es keine Lösung. Laut Schätzungen entgehen Disney dadurch wöchentlich rund 30 Mio. US-Dollar. Noch schwieriger ist, dass das Management selbst andeutet, dass sich der Konflikt hinziehen könnte. Während YouTube TV seinen Kunden einen Ausgleich anbietet, fehlen Disney wichtige Einnahmen – und das in einem ohnehin schwachen TV-Markt.

Diese Mischung aus rückläufigen Entertainment-Umsätzen und offenen Verhandlungen sorgte an der Börse für deutliche Reaktionen. Die Disney-Aktie gab nach den Zahlen um etwa 8 % nach und liegt seit Jahresbeginn im Minus, während der Gesamtmarkt deutlich zugelegt hat.

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So steuert das Management nun gegen

Es gibt aber auch positive Punkte. Der Unterhaltungskonzern hat angekündigt, 2026 Disney-Aktien im Wert von 7 Mrd. US-Dollar zurückzukaufen – doppelt so viel wie im Jahr zuvor. Außerdem wird eine Dividende von 1,50 US-Dollar ausgeschüttet, also 50 Prozent mehr als 2025. Das Management rechnet zudem damit, dass der Gewinn pro Aktie in den kommenden beiden Geschäftsjahren jeweils zweistellig wächst. Wenn diese Prognosen eintreffen, dürfte der Aktienkurs langfristig profitieren.

Disney steckt derzeit in einer Übergangsphase. Einige Bereiche laufen stärker als erwartet, während andere klar unter Druck stehen. Die Herausforderungen im TV-Geschäft und die Auseinandersetzung mit YouTube sind spürbar, doch die strategischen Entscheidungen des Managements – höhere Ausschüttungen, Rückkäufe und neue Wachstumspläne – zeigen, dass das Unternehmen zuversichtlich bleibt. Für langfristige Anleger kann die aktuelle Bewertung der Disney-Aktie durch die Schwächephase hindurch attraktiv sein, sofern Disney seine Ziele für die kommenden Jahre erreicht.

Was das Unternehmen alles macht

Disney operiert in zwei großen Segmenten:

  • Disney Media & Entertainment Distribution (DMED) setzt sich aus internationalen Aktivitäten zur Film-und Fernsehproduktion und -distribution zusammen. Hinzu kommen verschiedene Streaming-Dienste. Zu nennen sind diverse nationale und internationale Netzwerke und Sender wie das ABC Network, ESPN und National Geographic. Ins Direct-to-Consumer-Geschäft fallen zum Beispiel Disney+, ESPN+ und Hulu.
  • Disney Parks, Experiences and Products (DLEP) ist die Themenpark-Sparte. Diese hat in den vergangenen Jahren konzernintern an Bedeutung gewonnen. Disney betreibt aktuell sieben Parks und Resorts sowie eine Kreuzfahrtlinie selbst.

Disney versteht es wie kein anderer Konzern, aus seinen Franchises das Maximum herauszuholen. Ob TV, Kino, Streaming, Merchandise, Parks, Kreuzfahrten, etc.: Disney schafft atemberaubende Momente und findet unheimlich viele Points-of-Sale, um ihre Marken immer wieder aufs Neue zu monetarisieren. Durch Disney+ entsteht ein zuverlässiger Strom an Einnahmen, der auch vorhersehbar ist, während man in anderen Geschäftsbereichen (bspw. mehr Attraktionen in Parks, höhere Preise dafür) solides Wachstum erzielt. Profitables Wachstum ist langfristig der wichtigste Treiber für Aktienkurse und wird auch die Disney-Aktie positiv beeinflussen, wenn das Unternehmen weiter steigende Gewinne verzeichnet.

13+1 | RisikoReich

Das größte Risiko für die Disney-Aktie besteht darin, dass die wertvollen Franchises und Marken von Walt Disney mit der Zeit an Wert verlieren. Dies könnte passieren, wenn man diese nicht weiterhin mit genug Liebe pflegt und die Magie am Leben erhält. Wichtig hierbei ist es, auch die nachfolgenden Generationen stets zu begeistern und zu fesseln. Ein Großteil des Erfolgs baut auf den immateriellen Vermögenswerten auf und daher muss man stets beobachten, wie neue Inhalte von Disney vom Markt aufgenommen werden.

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