PayPal-Aktie: Das große Problem – trotzdem 2.500 Euro für 2026 investieren?!

Nahaufnahme des Logos der PayPal-App auf einem Smartphone
Foto: Brett Jordan via Pexels

Was ist eigentlich das Problem der PayPal-Aktie (WKN: A14R7U)? Die Anteilsscheine sind nach wie vor sehr günstig. Bei einem Aktienkurs von 59,80 US-Dollar liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis bei 15. Es dürfte sich im Geschäftsjahr 2025 weiter verbilligt haben. Denn der US-amerikanische Zahlungsdienstleister wächst weiter.

Es gibt außerdem eine Dividende. Aktienrückkäufe im großen Stil, die die Anzahl ausstehender Aktien reduzieren. Und damit Mehrwerte für die Aktionäre schaffen und das Wachstum weiter beschleunigen. Eigentlich alles top bei der PayPal-Aktie. Oder?!

Nun ja. Irgendwo muss es ja ein Problem geben, ansonsten wäre der Markt nicht so skeptisch. Betrachten wir daher einmal die aktuelle Ausgangslage. Und überlegen, was wir erhalten, wenn wir 2.500 Euro in die Anteilsscheine investieren. Oder mehr, oder weniger. Das bleibt natürlich deine finale Entscheidung.

Die PayPal-Aktie: Ein Problem, das überaus abstrakt erscheint

Mit der PayPal-Aktie beschäftigte ich mich seit Jahren intensiver. Was ich sehe, ist eigentlich das besagte intakte Wachstum. Es mag eine deutlich zu hohe Bewertung in Zeiten der Coronajahre gegeben haben. Das unterschreibe ich als Erster mit. Aber: Seitdem ist viel passiert und die Aktie hat das Tal der Tränen nie wirklich verlassen.

Es hat auch operative Probleme gegeben. Keine Frage. Der frühere CEO Schulman mag prägend für das Wachstum gewesen sein. Auch für die Abspaltung von eBay. Aber es gelang ihm nicht, das Wachstum zu festigen. Deshalb führte sein Weggang im Jahre 2023 zu mehr Unsicherheit. Wenn ich ihm etwas ankreiden wollte, dann, dass er es nie geschafft hat, aus PayPal den einen klaren Zahlungsdienstleister zu machen. Branding, USP und Wettbewerbsvorteile sind meiner Meinung nach die Baustellen oder Kernprobleme, warum die Aktie nicht wieder in die Spur zurückfand.

Wir können es noch stärker auf den Punkt bringen: Die PayPal-Aktie hat Konkurrenz. Aber keinen echten Wettbewerbsvorteil. Das führt meiner Meinung nach dazu, dass der Markt hinsichtlich der Zukunftsperspektiven unsicher ist: wie der Markt sich entwickelt. Welche neuen Akteure den Markt vielleicht herausfordern. Verändern. Innovieren. Selbst bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 15 und Wachstumsraten von 10 % pro Jahr benötigen wir eigentlich die Sicherheit, dass die heutigen Gewinne noch in die Zukunft fortgeschrieben werden können. Das sehen die Investoren nicht. Deshalb sind viele offenbar nicht bereit, einen höheren Premium-Preis zu bezahlen.

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Was wir bekommen, wenn wir für Betrag X die Aktie kaufen

Die Kehrseite ist jedoch, was wir bekommen, wenn wir die PayPal-Aktie kaufen. Wie gesagt: Die 2.500 Euro stehen nur dekorativ in der Headline. Was ich jedenfalls sehe, ist ein Zahlungsdienstleister, der einen Marktanteil von 45 % in den USA besitzt. In Deutschland sagen rund 90 % der Online-Konsumenten, dass sie die Bezahlvariante gerne und regelmäßig verwenden würden. Wir können daher durchaus sagen, dass das Geschäftsmodell als solches keinen Burggraben bietet. Aber dass das Vertrauen in die Marke PayPal sehr hoch ist. Das sollten wir vielleicht doch ein wenig stärker gewichten.

Dieses Vertrauen führt dazu, dass PayPal mittlerweile 438 Mio. aktive Accounts besitzt, die allein im dritten Quartal 458 Mrd. US-Dollar an Zahlungen abgewickelt haben. Hieraus entstand nicht nur ein Wachstum von 8 % im Jahresvergleich, sondern auch ein Umsatz von 8,4 Mrd. US-Dollar, der im Jahresvergleich nominell um 7 % gewachsen ist. PayPal besitzt außerdem ein profitables Geschäft, das ein Ergebnis je Aktie von 1,30 US-Dollar erwirtschaftet. Das wohl etwas realistischere Non-GAAP-Wachstum lag bei 12 % auf ein Ergebnis je Aktie von 1,34 US-Dollar. Damit sollte sich das Kurs-Gewinn-Verhältnis bereits auf einen Wert von 11 bis 12 reduzieren.

13+1 | RisikoReich

Die PayPal-Aktie ist daher eine günstige und eigentlich dennoch wachstumsstarke Chance. Die freien Mittel (1,7 Mrd. US-Dollar im Q3) verwendet das Management einerseits für die neue Dividende. Es gibt etwas unter 1 % Dividendenrendite bei einer Ausschüttungsquote von 10 %. Daneben aber auch für Aktienrückkäufe. Allein im dritten Quartal flossen 1,5 Mrd. US-Dollar in die eigene Aktie, womit rund 21 Mio. Aktien oder 2,7 % der ausstehenden Aktien gekauft und eingezogen worden sind. Eigentlich ziemlich interessant, oder?!

PayPal-Aktie: Jetzt also 2.500 Euro investieren?!

Ob du 2.500 Euro in die PayPal-Aktie investieren willst, das überlasse ich dir. Ich sehe jedenfalls einen Zahlungsdienstleister, der sich ein Ökosystem erarbeitet und fest im Konsumverhalten der Verbraucher implementiert hat. Das Risiko bleibt bestehen, dass Herausforderer und innovative Wettbewerber Marktanteile abluchsen. Aber wenn es um Geld geht, ist Vertrauen sehr wichtig. Das wiederum besitzt die Marke PayPal.

Beim Wachstum ist der US-Konzern vorbildlich und auch bei den Kapitalrückführungen. Zu der günstigen Bewertung bin ich daher überzeugt: Das Problem ist nicht zu groß. Die PayPal-Aktie ist definitiv einen näheren Blick wert.

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Vincent besitzt Aktien von PayPal. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von PayPal.



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