PayPal-Aktie: 3,97 Euro Dividende! Und jetzt?!
Ja, die PayPal-Aktie (WKN: A14R7U) hat mir 3,97 Euro Dividende gezahlt. Was soll ich bloß mit all dem Geld machen? Vielleicht zwei Kugeln Eis für meine Kinder. Es kostet mich ja auch nur 45 Aktien für ca. 2.350 Euro, um diesen Betrag zu erhalten. Aber: Spaß beiseite. Es ist immerhin die erste Dividende!
So niedrig der Betrag auch sein mag: Es dürfte den Betrag von der PayPal-Aktie viermal im Jahr geben. Zumindest, wenn der US-Dollar zum Euro relativ konstant bleibt. Hochgerechnet dürften es etwa 16 Euro pro Jahr werden. Wirklich gigantisch werden die Dimensionen nicht. Die Brutto-Dividendenrendite liegt damit bei unter 1 %.
Die eigentliche Frage ist jedoch: Was macht die PayPal-Aktie aus diesen Ansätzen? Ich erwarte jedenfalls eine Menge mehr. Sowohl mit Blick auf die Dividende, die nicht bei 3,97 Euro bleiben sollte. Aber auch hinsichtlich der Aktienrückkäufe, des Verhältnisses zwischen den Ausschüttungen und den Rückkäufen sowie beim operativen Wachstum.
PayPal-Aktie: Wie aus den 3,97 Euro mehr werden sollen!
Grundsätzlich glaube ich, dass das Management von PayPal erst einmal moderat anfangen wollte. Wir sehen das insbesondere am niedrigen Ausschüttungsverhältnis. Derzeit zahlt der US-amerikanische Zahlungsdienstleister einen Anteil von etwa 10 % des Gewinns aus. Das ist nicht gerade viel. Aber ausbaufähig.
Den Großteil des Geldes gibt das Management von PayPal hingegen für Aktienrückkäufe aus. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2025 kam der US-Konzern auf einen Nettogewinn von 3,79 Mrd. US-Dollar. Für das Gesamtjahr dürfte der Wert bei rund 5 Mrd. US-Dollar liegen. Von diesen Mitteln hat das Management im dritten Quartal für 1,5 Mrd. US-Dollar eigene Aktien gekauft und eingezogen. In den letzten zwölf Monaten flossen 5,7 Mrd. US-Dollar in Rückkäufe. Wir sehen daher, dass aus dem operativen Geschäft eigentlich nicht viel mehr Raum für eine höhere Dividende ist. Zwar besitzt PayPal 14,4 Mrd. US-Dollar bei einer Gesamtverschuldung von 11,4 Mrd. US-Dollar. Selbst die vorhandene Nettoliquidität dürfte daher primär in Aktienrückkäufe reinvestiert werden.
Momentan machen Aktienrückkäufe auch mehr Sinn. Denn die PayPal-Aktie wird mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von unter 12 bewertet. Das ist vergleichsweise günstig. Somit schafft das Management Mehrwerte für die Aktionäre, wenn man eigene Aktien kauft und einzieht. Es steigt hier schließlich der Gewinn je Aktie und bei einer günstigen Ausgangslage wirkt der Effekt besonders stark.
Allerdings sehen wir, dass das Management von PayPal viel mehr Spielraum für die Dividende hätte. Wenn die Bewertung steigt, kann man einfach die Rückkäufe reduzieren. Die überschüssigen Mittel wären dann bei der Dividende besser aufgehoben. Bei den heutigen Kursen würde selbst ein Ausschüttungsverhältnis von 25 % bis 30 % zu einer Dividendenrendite von mehr als 2,5 % führen. Interessant, oder?!
Das operative Wachstum als Katalysator!
Allerdings kann PayPal auch auf anderem Wege die Dividende steigern. Nämlich mit operativem Wachstum. In den ersten neun Monaten stieg der Umsatz schließlich von 23,4 Mrd. US-Dollar auf 24,5 Mrd. US-Dollar. Auch das Nettoergebnis wuchs sogar überproportional von 3 Mrd. US-Dollar auf 3,7 Mrd. US-Dollar. Getrieben wird das durch ein Mengenwachstum: Denn PayPal kann das Transaktionsvolumen und die Nutzerschaft konsequent ausbauen.
Selbst wenn PayPal den Gewinn je Aktie um 8 % pro Jahr steigert und die Dividende bei einem Ausschüttungsverhältnis von 10 % konstant beibehielte, würde die Dividendenrendite voraussichtlich im nächsten Jahr auf über 1 % klettern. Danach konsequent weiter. Der Zinseszinseffekt würde wirken. Übrigens: Auch die Aktienrückkäufe – denn durch die Reduktion der Anzahl ausstehender Aktien bleibt mehr Spielraum für die Dividende je Aktie.
In Summe sehe ich daher eines: dass die Dividende der PayPal-Aktie bei mir nicht bei den 3,97 Euro stagnieren wird. Es besteht Spielraum für Wachstum. Durch Aktienrückkäufe, durch Gewinnwachstum und durch eine Veränderung des Verhältnisses von Aktienrückkäufen zur Dividende. Deshalb bin ich ziemlich zuversichtlich: Die PayPal-Aktie wird meinen Kindern in einigen Jahren wohl auch zwei Kugeln Eis jeweils spendieren. Mindestens.
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Vincent besitzt Aktien von PayPal. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von PayPal.
