Puma-Aktie: Wie der neue Großaktionär beim Turnaround helfen könnte

Läufer sind am Start und warten auf das Signal zum Laufen.
Foto: e_stamm via Pixabay

Bis die neuen Quartalszahlen vom Sportartikelhersteller Puma (WKN: 696960) verkündet werden, müssen wir uns noch rund einen Monat gedulden. Doch schon heute gibt es bedeutende Neuigkeiten aus Herzogenaurach: Der chinesische Konkurrent Anta Sports plant, rund 29 % an Puma zu übernehmen und damit der größte Anteilseigner zu werden. Diese Anteile wird Anta Sports zu einem Preis von 35 Euro je Puma-Aktie bzw. Gesamtpreis von rund 1,5 Mrd. Euro vom bisherigen Großaktionär Artémis übernehmen.

Wie passt der neue Ankeraktionär zu den Mittelfranken, und was bedeutet der Schritt für Investoren der Puma-Aktie – insbesondere im Kontext des Turnarounds, der nun unter neuem Management eingeleitet werden soll?

Der Reihe nach

Artémis ist die Investmentgesellschaft der französischen ​Familie Pinault, die vor allem für ihren großen Anteil am Luxuskonzern Kering (mit Marken wie Gucci und Yves Saint Laurent) und an dem Auktionshaus Christie’s bekannt ist.

Anta Sports hingegen ist auch bisher schon deutlich sportlicher unterwegs. Das im Jahr 1994 gegründete chinesische Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von immerhin knapp 24 Mrd. Euro (Puma: 3,4 Mrd. Euro) vertreibt unter der Marke Anta diverse Sportartikel und hat sich in den letzten Jahren bereits die Marken Fila und Jack Wolfskin einverleibt. Beim finnischen Sportartikelhersteller Amer, zu dem unter anderem die Marken Peak Performance, Salomon und Wilson gehören, ist das Unternehmen mit 40 % Großaktionär.

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Diese Rolle als Großaktionär wird Anta nun zukünftig also auch bei Puma übernehmen, inklusive einer Beteiligung im Aufsichtsrat. Eine vollständige Übernahme sei jedoch nicht geplant. Der CEO von Anta betonte vielmehr die Chancen für weiteres globales Wachstum („Ein Fokus, Multi-Marken, Globalisierung“) und den starken Wert der Marke Puma („Eine derart starke Marken-DNA und ein so wertvolles Markenerbe sind selten“).

Puma-Aktie: Wie sollten Investoren reagieren?

Wir sehen die Beteiligung von Anta positiv. Denn das Management von Anta hat einen guten „track record“ mit der Marke Anta und auch mit den bereits (teil-)übernommenen westlichen Marken und kann bei Puma sicherlich gute Impulse für den laufenden „strategischen Reset“ geben. Zudem könnten sich Vorteile bei Beschaffung, Produktion und Distribution ergeben, die Puma so seitens Artémis bisher nicht hatte.

Und natürlich ist die angestrebte Beteiligung zu 35 Euro je Puma-Aktie auch ein Zeichen dafür, dass der aktuelle Aktienkurs von knapp 22 Euro zu gering sein könnte. Wir bleiben also weiterhin gerne bei Puma dabei – zukünftig dann gemeinsam mit Anta Sports.

Die größte Chance ist langfristig der riesige, mit soliden Raten (rund 5 % p.a.) wachsende Markt für Sportartikel. Dieser wächst, weil viele Menschen (gerade auch in Schwellenländern) vermehrt auf einen gesunden und aktiven Lebensstil achten und auch in Alltag und Beruf häufiger sportliche Kleidung und Schuhe tragen.

Die Risiken sind aus unserer Sicht vielschichtig. Kurzfristig sehen wir da vor allem die Importzölle in den USA und eine Rezession. Langfristig gibt es starke Konkurrenz aus bewährten Playern wie Nike und Adidas, die wieder in die Erfolgsspur finden könnten, sowie aus einer Reihe von aufstrebenden Marken wie On Holding und Lululemon. Hinzu kommen Eigenmarken großer Handelsketten.

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