Tristel-Aktie: Dieser unbekannte Nebenwert zündet jetzt die nächste Wachstumsstufe

Auf einem Erdboden wachsen junge Pflanzen mit viel Wasser.
Foto: onehundredseventyfive via Pixabay

Im Januar hatte Tristel (WKN: A0JDM7) in einem ersten Update über eine gute erste Hälfte des Geschäftsjahres 25/26 (30. Juni) berichtet. Inzwischen hat der Hersteller von Desinfektionsmitteln diese Zahlen bestätigt. Seit dem Tief im letzten April ist die Tristel-Aktie um rund 37 % gestiegen.

Warum klettert die Tristel-Aktie – und geht das weiter?

Tristel konnte den Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 14 % auf 25,65 Mio. Pfund steigern. Dabei legten die Einnahmen in Großbritannien um 13 % auf 9,88 Mio. Pfund und international um 14 % auf 15,77 Mio. Pfund zu.

Die Bruttomarge blieb mit 81 % annähernd stabil, das ausgewiesene operative Ergebnis EBITDA stieg um 36 % auf 6,83 Mio. Pfund. Bereinigt um aktienbasierte Vergütungen (0,39 Mio. Pfund) und außerordentliche Nachfolgekosten für den am 30. Juni ausscheidenden CEO Matt Sassone (0,13 Mio. Pfund) legte das EBITDA um 17 % auf 7,34 Mio. Pfund zu.

Unterm Strich erzielte Tristel in den sechs Monaten einen Gewinn von 3,95 Mio. Pfund oder 8,28 Pence je Tristel-Aktie. Das ist eine Steigerung um 45 %. Die Aktionäre erhalten eine unveränderte Zwischendividende von 5,68 Pence. Die Schlussdividende soll aber höher ausfallen.

Von besonderem Interesse bei Tristel ist das USA-Geschäft, da dieses große Möglichkeiten verspricht und auch ein Teil unserer Investitionsthese ist. Und hier kann man nur den Hut ziehen, denn nach anfänglichen Problemen ist das Geschäft jetzt wirklich ins Rollen gekommen, wenn auch immer noch auf relativ niedrigem Niveau.


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Das USA-Wachstum zieht immer weiter an

Die Direktverkäufe von Tristel in den USA beliefen sich von Juli bis Dezember auf 146.300 Pfund, nachdem sie im Jahr zuvor praktisch noch nicht existent waren. Die Lizenzeinnahmen (die quasi 1 zu 1 im Nettogewinn landen) konnten sich auf 115,7 Mio. Pfund mehr als verdreifachen. Insgesamt legte der Umsatz in den USA um 542 % von 40,8 auf 262,0 Mio. Pfund zu.

Zu den Wachstumstreibern gehören die Verdreifachung der Zahl der Anwendungen auf 320.000 sowie die Steigerung der Zahl der Anwender um 90 in den letzten drei Monaten. Tristel sieht auch weitere Möglichkeiten, um Umsatzwachstum zu erzielen. Im zweiten Halbjahr plant Tristel mit einem US-Umsatz in der Größenordnung von 470 Mio. Pfund.

Der in der Augenheilkunde eingesetzte Reinigungsschaum Tristel OPH erzielte im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres einen Umsatz von 88.000 Pfund mit einer Bruttomarge von mehr als 80 %. Renommierte Institutionen wie die Mayo-Klinik, das Johns Hopkins Hospital oder die Kinderklinik in Boston verwenden OPH.

Tristel bleibt finanziell weiterhin hervorragend aufgestellt. Die Bilanz ist schuldenfrei und nach der Zahlung von Dividenden in Höhe von 4,07 Mio. Pfund besitzen die Briten 13,29 Mio. Pfund (2024: 11,74 Mio. Pfund) an Barmitteln sowie kurzfristigen Anlagen.

Warum wir Fans der Tristel-Aktie bleiben

Für die zweite Geschäftsjahreshälfte bestätigte das Management die bisherigen Erwartungen. Zusätzlich gab es einen Ausblick auf die Pläne bis 2030. Danach soll der Umsatz jährlich zweistellig steigen, die bereinigte EBITDA-Marge in jedem Jahr mindestens 25 % betragen und die Dividende für Investoren der Tristel-Aktie jährlich steigen.

Das sind spannende Aussichten. CEO Sassone, der das Unternehmen zum 30. Juni verlassen wird, übergibt seinem Nachfolger ein geordnetes Haus, was ihm nach eigener Aussage den Abschied auch leichter macht. Er sieht Tristel für die Zukunft ausgezeichnet aufgestellt und ist vor allem für das US-Geschäft sehr optimistisch.

Dem schließen wir uns an und halten die Tristel-Aktie weiterhin für ein attraktives Investment.

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