PayPal-Aktie: Vergiss (noch!) die Dividende – die Aktienrückkäufe sind der Hebel!

Nahaufnahme des Logos der PayPal-App auf einem Smartphone
Foto: Brett Jordan via Pexels

Bei der PayPal-Aktie (WKN: A14R7U) ist die neue Dividende wirklich spannend. Der US-amerikanische Zahlungsdienstleister beginnt damit eine neue Ära. Besonders, wenn das Management die Ausschüttungssumme je Aktie weiter erhöht und ausbaut, könnte das der Beginn einer spannenden Entwicklung werden. Derzeit zahlt PayPal etwa 10 % des Gewinns je Aktie per Dividende aus, wofür es zumindest temporär mal 1 % Dividende gab.

So spannend die Dividende auch sein mag: Die Aktienrückkäufe waren der größere Hebel bei der PayPal-Aktie. Es mag zwar dem Kurs noch nicht geholfen haben. In den vergangenen Jahren und seit dem Börsengang flossen aber wirklich viele Milliarden in diese Kapitalrückführung. Ob sich das auszahlt? Ob es weitergeht? Und ob die Rückkäufe den Wert wirklich nachhaltig steigern? Sehen wir uns die Historie und die möglichen Hebel an.

PayPal-Aktie: Die Aktienrückkäufe haben die Anzahl ausstehender Aktien deutlich reduziert!

Die PayPal-Aktie ist im Jahre 2015 an die Börse gegangen. Damals hat es etwa 1,2 Mrd. ausstehende Aktien gegeben. Wovon mittlerweile ein alles andere als kleiner Teil zurückgekauft und eingezogen worden ist. Laut den letzten Updates hat es zum Ende des Jahres 2025 noch 931 Mio. ausstehende Aktien gegeben. Das bedeutet, dass mindestens 270 Mio. Anteilsscheine gekauft und eingezogen worden sind. Mit einem relativen Anteil von 22,5 % hat das Management damit mehr als jede fünfte und fast jede vierte ausstehende Aktie zurückgekauft. Eine spannende Entwicklung. Wir sprechen schließlich von einem Zeitraum von etwas mehr als zehn Jahren.

Dafür hat PayPal aber auch bereits mächtig in die eigene Kasse gegriffen: Rund 30 Mrd. US-Dollar sind in den letzten Jahren in Aktienrückkäufe geflossen. Teilweise auch zu teuren Konditionen. Im Jahre 2021 flossen beispielsweise 4,41 Mrd. US-Dollar. Der Aktienkurs lag damals zum Teil deutlich über 200 Euro. Das hat gewiss keine Werte geschaffen, sondern eher freies Kapital vernichtet. Ab dem Sommer des Jahres 2017 notierte die PayPal-Aktie eigentlich konsequent über der Marke von 50 Euro. Aus der heutigen Sicht waren auch die 8,15 Mrd. US-Dollar für Aktienrückkäufe zwischen 2016 und 2019 weitgehend herausgeworfenes Geld.


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Vor allem die neuesten Aktienrückkäufe sorgten jedoch eher für Mehrwert. In den Jahren 2024 und 2025 investierte PayPal jeweils 6,40 und 6,44 Mrd. US-Dollar in Aktienrückkäufe. Damit konnten zwischen 33 Euro und 55 Euro und zu Kurs-Gewinn-Verhältnissen (KGV) zwischen 10 und 15 eigene Aktien gekauft und eingezogen werden. Das sorgt meiner Meinung nach für Mehrwert für die Investoren. Zumal das Volumen mit 12 Mrd. US-Dollar in den letzten beiden Jahren alles andere als gering gewesen ist. Die Beschleunigung erfolgte zu einem guten Zeitpunkt.

Mit der Dividende etwas mehr Flexibilität!

Auch heute sind Aktienrückkäufe grundsätzlich noch günstig. Bei einem Aktienkurs von 50,33 US-Dollar und einem 2025er Gewinn je Aktie von 5,41 US-Dollar liegt das KGV gerade einmal bei 9. Das Management kann daher auch heute preiswerte Aktien einsammeln und Mehrwerte für Investoren schaffen. Aber mittlerweile sind es eben nicht nur die Rückkäufe, die für Schlagzeilen sorgen.

Denn PayPal hat mit der Dividende nicht nur eine neue Form der Kapitalrückführung gewählt. Sondern man setzt auch auf mehr Flexibilität. Zwar fließen momentan lediglich 10 % des Gewinns in die Dividende. Wenn der Aktienkurs jedoch steigt und Aktienrückkäufe nicht mehr so attraktiv erscheinen, könnte man hier mehr Volumen einspielen. Mit 20 % oder 30 % des Gewinns, den man als Dividende auszahlt, würde man bei der heutigen Bewertung eine Dividendenrendite von 2 % bis 3 % pro Jahr erreichen. Damit würde die Aktie noch einmal eine vollkommen neue Perspektive bekommen.

Eines scheint bei PayPal daher immer wichtiger zu werden: Kapitalrückführungen im Allgemeinen. Das Geschäftsmodell generiert einen enormen freien Cashflow von 5,6 Mrd. US-Dollar in 2025, den das Management für die Investoren aufwendet. Im Moment noch folgerichtig für günstige Aktienrückkäufe. Aber wer weiß, was die Zukunft bringt? Mit Aktienrückkäufen und der Dividende kann das Management jedenfalls zuerst den Kurs stützen und den Investoren danach ein passives Einkommen bezahlen.

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Vincent besitzt Aktien von PayPal. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von PayPal.



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