Verdreifacht in nur einem Jahr: Sollten Investoren noch auf die Basler-Aktie aufspringen?

Hauptsitz der Firma Basler in Ahrensburg mit Autos auf dem Parkplatz davor.
Foto: Basler AG

Basler AG (WKN: 510200), der Produzent von Industriekameras aus Ahrensburg, ist nach einigen schwierigen Jahren wieder zurück in der Erfolgsspur. Was sich schon im letzten Jahr andeutete, setzte sich im ersten Quartal 2026 beeindruckend fort. Reichlich Grund zum Feiern also für Investoren der Basler-Aktie.

Basler-Aktie: Das steckt hinter dem Kurssprung!

Das Unternehmen konnte Auftragseingang und Umsatz in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres erheblich steigern und entwickelte sich damit besser als die Branche. Die Auftragseingänge stiegen gegenüber dem Vorjahr um 64 % auf 85,6 Mio. Euro, der Umsatz konnte um 30 % auf 77,3 Mio. Euro zulegen. Hintergrund für diese Zuwächse sind ein starkes China-Geschäft, anhaltendes überproportionales Wachstum in den Anwendungsfeldern Halbleiter, Elektronik und Logistik sowie eine generelle Verbesserung über fast alle Branchen hinweg. Das höchste Umsatzwachstum gab es in EMEA (Europa, Mittlerer Osten, Afrika) und China.

Die Verbesserung der Kostenstrukturen durch die Anpassung der Organisationsgröße in den Vorjahren sowie eine anhaltend hohe Kostendisziplin sorgen dafür, dass das Ergebnis deutlich stärker zulegte als der Umsatz. Das operative Ergebnis EBIT verdreifachte sich annähernd von 6,2 auf 17,6 Mio. Euro. Ähnlich sieht es beim Nettogewinn aus, der bei 13 Mio. Euro oder 0,42 Euro je Basler-Aktie landete. Die EBIT-Marge lag bei 22,7 % nach 10,5 % im Vorjahr.

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Produktneuheiten und Prognoseerhöhung

Im Berichtszeitraum hat Basler einige innovative Neuentwicklungen vorangetrieben und internationale Markteinführungen erfolgreich durchgeführt. Dazu gehört ein CoaXPress-over-Fiber TDI Vision System mit einer Bandbreite von bis zu zweimal 100 Gbps, das in der Inspektion etwa von Halbleitern eingesetzt werden kann.

Das sind alles gute Nachrichten. Wie aber geht es nach vorn weiter? Vor dem Hintergrund der positiven Umsatz- und Auftragseingangsentwicklung und der zunehmend breiteren Markterholung sowie bisher ausbleibender negativer Effekte des Iran-Kriegs auf die Geschäftsentwicklung bis Ende April erhöht der Vorstand seine Prognose für das Geschäftsjahr 2026. Nunmehr geht das Management davon aus, einen Konzernumsatz zwischen 247 und 270 Mio. Euro (zuvor: 232 bis 257 Mio. Euro) bei einer EBIT-Marge zwischen 9,5 und 13 % (zuvor 6,5 bis 10 %) zu erreichen.

Bei dieser Prognose fällt auf, dass wir weder beim Umsatz noch bei der operativen Marge das erste Quartal hochrechnen können. Der Vorstand hält mittelbare Auswirkungen des Iran-Kriegs durchaus für möglich. Dazu gehören Veränderungen des Nachfrageverhaltens der Kunden, eine Abkühlung des allgemeinen Investitionsklimas im produzierenden Gewerbe, steigende Energie- und Transportkosten sowie Lieferkettenstörungen. Diese Risiken müssen wir für das zweite Halbjahr im Hinterkopf behalten.

Die Bewertung der Basler-Aktie ist gestiegen

Die Basler-Aktie hat mit einem Kurssprung auf über 23 Euro auf die guten Nachrichten aus Ahrensburg reagiert. Auch im Verhältnis zu der erhöhten Prognose ist die Bewertung der Aktie mit einem 2026er Kurs-Umsatz-Verhältnis von etwa 2,7 im Vergleich der letzten Jahre ziemlich hoch, liegt jedoch noch unter den Boom-Jahren 2020 bis 2022.

Wir bleiben bei unserer Kaufempfehlung für die Basler-Aktie und warten die Entwicklung des aktuellen Quartals ab.

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