Warum die Alphabet-Aktie heute ein 864-Euro-Investment wert ist

Alphabet (WKN: A14Y6H (C-Aktien)) ist der Mutterkonzern von Google und zählt mit seinen starken Marktpositionen in Suche, Cloud, YouTube und Künstlicher Intelligenz zu den wichtigsten Technologieunternehmen der Welt. Für langfristig orientierte Anleger bleibt die Alphabet-Aktie interessant, weil das Unternehmen kontinuierlich wächst, enorme Cashflows erwirtschaftet und massiv in die Zukunft investiert.
Die Alphabet-Aktie gab nach der Veröffentlichung der Zahlen zum zweiten Quartal 2026 leicht nach. Operativ lieferte das Unternehmen jedoch erneut ein herausragendes Quartal ab.
Alphabet-Aktie: Die Highlights der letzten Quartalszahlen
CEO Sundar Pichai zeigte sich entsprechend zufrieden mit der Entwicklung. Besonders erfreulich verlief das Geschäft bei Google Cloud. Das Wachstum beschleunigte sich um 82 % auf 24,76 Mrd. US-Dollar und wurde vor allem von der hohen Nachfrage nach KI-Infrastruktur und KI-Lösungen getragen. Gleichzeitig wird Gemini Enterprise immer stärker von großen Unternehmen genutzt. Mittlerweile setzen fast 90 % der Fortune-100-Unternehmen auf die Lösung.
Der Gesamtumsatz stieg im Jahresvergleich um 24 % auf 119,8 Mrd. US-Dollar. Bis auf Google Network trugen alle Geschäftsbereiche zum Wachstum bei. Noch beeindruckender fiel die Entwicklung beim operativen Ergebnis aus. Dieses stieg um 30 % auf 40,77 Mrd. US-Dollar. Gleichzeitig verbesserte sich die operative Marge um zwei Prozentpunkte. Das zeigt, dass Alphabet trotz der hohen Investitionen in KI seine Profitabilität weiter steigern kann.
Der ausgewiesene Nettogewinn erhöhte sich sogar um 298 % auf 112 Mrd. US-Dollar. Auch der Gewinn je Alphabet-Aktie legte mit einem Plus von 294 % auf 9,11 US-Dollar deutlich zu. Diese außergewöhnlich hohen Wachstumsraten sind allerdings nicht ausschließlich auf das operative Geschäft zurückzuführen. Sie wurden maßgeblich durch einen positiven Sondereffekt in Höhe von rund 98 Mrd. US-Dollar beeinflusst. Dieser entstand durch unrealisierte Buchgewinne auf Beteiligungen an SpaceX und Anthropic.
Wie sieht die Bilanz nach der Schuldenaufnahme aus?
Wie bereits seit Längerem bekannt ist, investiert Alphabet massiv in den Ausbau seiner KI-Infrastruktur. Das Unternehmen erwirtschaftete im abgelaufenen Quartal einen operativen Cashflow von rund 39 Mrd. US-Dollar. Gleichzeitig wurden die Investitionen deutlich erhöht. Allein die Investitionsausgaben beliefen sich auf rund 45 Mrd. US-Dollar. Um diese Expansion zu finanzieren, nahm Alphabet zusätzlich Fremdkapital auf. Die langfristigen Schulden stiegen dadurch auf rund 98 Mrd. US-Dollar und haben sich damit gegenüber dem Vorjahr ungefähr verdoppelt.
Durch den hohen Sondereffekt beim Nettogewinn und die außergewöhnlich hohen Investitionen fällt es aktuell schwer, die Alphabet-Aktie anhand klassischer Kennzahlen wie dem Kurs-Gewinn-Verhältnis oder dem freien Cashflow sinnvoll zu bewerten. Aus unserer Sicht eignet sich deshalb das Verhältnis von Unternehmenswert zum operativen Ergebnis (EBIT) besser. Dieses liegt derzeit bei etwa 33.
Für ein Unternehmen der Größe von Alphabet ist das durchaus eine Premium-Bewertung. Gleichzeitig wächst der Konzern aber weiterhin in nahezu allen Bereichen. Besonders beeindruckend ist das Wachstum des operativen Ergebnisses, das im zweiten Quartal um 30 % zulegte. Setzt man dieses Wachstum ins Verhältnis zur Bewertung, ergibt sich auf Basis des EBIT ein PEG-Faktor von ungefähr 1. Das spricht insgesamt für eine faire Bewertung der Alphabet-Aktie.
Unser Fazit zur Alphabet-Aktie
Die jüngsten Zahlen zeigen einmal mehr, dass Alphabet die enormen Investitionen in Künstliche Intelligenz nicht zulasten des operativen Geschäfts tätigt. Im Gegenteil: Das Cloud-Geschäft wächst schneller denn je, Gemini gewinnt zunehmend an Bedeutung und die Profitabilität verbessert sich weiter. Die hohen Investitionen belasten kurzfristig zwar den freien Cashflow und führen zu einer höheren Verschuldung. Langfristig schaffen sie jedoch die Grundlage dafür, dass Alphabet seine starke Marktposition im KI-Zeitalter weiter ausbauen kann. Daher bleiben wir langfristig Fans der Alphabet-Aktie.
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