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Kündigt BPs Angst vor dem niedrigen Ölpreis der kommenden drei Jahre Unheil an?

Der Ölpreis könnte für die nächsten drei Jahre auf dem heutigen Niveau verharren, wenn man der Aussage von Bob Dudley, Chef von BP (LSE:BP) (ETR:BPE5) (ETR:BSU) glaubt. Dies klingt nach einer Katastrophe für die Ölindustrie.

Herr Dudley kündigte an, dass die Benzinpreise um 1 GPB pro Liter fallen könnten. Daher sind diese Aussichten nicht für jeden schlecht. Aber BP hat bereits Maßnahmen eingeleitet, um die Ausgaben zu senken und Arbeitsplätze in dem Segment Nordsee abgebaut. Der Konkurrent Royal Dutch Shell hat seine Expansionspläne in Kuwait auf Eis gelegt.

Aktienpreise bleiben hoch

Nach den rechtlichen Entwicklungen in New Orleans, wonach im Golf von Mexiko weniger Öl ausgelaufen ist als erwartet und die Strafe niedriger ausfallen könnte als befürchtet, scheinen die Warnungen von Herrn Dudley die BP-Shareholder nicht sonderlich zu beeindrucken. Der Aktienpreis stieg seit Mitte Dezember um 14%. Es scheint, dass die lange Phase billigen Öls bereits eingepreist war.

Aber selbst nach dem Fall des Gewinns pro Aktie um fast 50% am Jahresende und der Vorhersage von weiteren 20% Rückgang für 2015 würde das KGV der BP-Aktien immer noch bei knapp unter 13% liegen. Das ist etwas weniger als der langfristige Durchschnitt der FTSE 100, der bei 14% liegt.

Die vorhergesagten Dividendenrenditen sind immer noch sehr hoch. Sie liegen für 2014 und die kommenden zwei Jahre bei 6%. Allerdings sind sie nur schlecht durch Einnahmen gedeckt. Für 2015 wäre dies nur das 1,3-Fache bei den gegenwärtigen Vorhersagen. Daher steigt das Risiko, dass es einen Schnitt gibt, je länger die Ölpreisflaute anhält.

Wer gewinnt?

Die andere Seite der Medaille ist, dass die niedrigen Energiekosten gut für Energieversorger, wie das zu British Gas gehörende Centrica (LSE:CNA) (FRA:CENB), sind.

Sicher, diese stehen bereits unter Druck, die Preise aufgrund des fallenden Ölpreises zu senken. British Gas hat bereits einen Preisrückgang von 5% versprochen. Allerdings ist auch dann noch genug Platz, um die Margen zu verbessern. Das teure Öl hat praktisch zu einem Preisstopp geführt, da es politisch nicht akzeptabel war, die Preise anzuheben, besonders so kurz vor der Wahl. Eine anhaltende Zeit billigen Öls könnte den Druck rausnehmen.

Der Aktienpreis von Centrica ist in letzter Zeit etwas gefallen und hat in den vergangenen 12 Monaten 16,5% verloren. Die Dividendenrendite ist jedoch noch hoch und liegt bei über 6% (die Deckung muss nicht hoch sein). Wenn das billige Öl die Einnahmenerwartungen der nächsten Jahre beflügelt, könnte diese Aktie ein Schnäppchen sein.

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Dieser Artikel wurde Alan Oscroft auf Englisch verfasst und am 23.1.2015 auf Fool.co.uk veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.



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