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Shell-Aktie: Die IEA warnt zu Recht

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Foto: Getty Images

Bei der Shell-Aktie (WKN: A3C99G) läuft es, bis auf kleinere Wackler, eigentlich recht rund. Die Notierungen von Brent und WTI sind weiterhin hoch, auch wenn sie zuletzt unter die Marke von 100 US-Dollar je Fass gefallen sind. Entscheidend ist für Foolishe Investoren, dass der Markt von Knappheit und zu wenig Angebot geprägt ist. In Zeiten des Ukraine-Konflikts und der Möglichkeit, dass russisches Öl- und Erdgas angebotsseitig verschwinden könnte, bleibt der Markt knapp.

Die Internationale Energieagentur (IEA) warnt, was auch Investoren der Shell-Aktie in den Ohren klingeln sollte. Aber wovor? Das ist entscheidend. Sowie auch, was das für den Gesamtmarkt bedeuten kann.

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Shell-Aktie & Co.: Die Warnung der IEA

Wie gesagt: Das Setting im Ölmarkt ist trotz kurzfristig sinkender Preise eigentlich unverändert. Was positiv für die Shell-Aktie mit Blick auf die hohen Notierungen von Brent und WTI ist, ist jedoch eine Belastung für die Weltmärkte. Genau das ist der Anlass, wovor die Internationale Energieagentur IEA nun warnt.

Die IEA sieht die Möglichkeit einer rückläufigen Ölproduktion aus Russland. Das Förderniveau könnte bereits im kommenden Monat um 3 Mio. Barrel pro Tag rückläufig sein und lediglich 8,6 Mio. Barrel pro Tag betragen. Dabei dürfe man nicht die Auswirkungen einer fehlenden russischen Produktion auf die globalen Ölmärkte unterschätzen.

Das Bild, das die IEA hier mit Blick auf den Gesamtmarkt projiziert, ist eines, das weiterhin von Knappheit geprägt ist. Verschwinden 3 Mio. Barrel pro Tag, so wäre das wohl kaum zu kompensieren. Schließlich ist auch die OPEC mitsamt Partnern an einem Limit angekommen. Vertreter des Kartells sprachen davon, dass ein Ausfall Russlands oder ein Embargo global nicht zu kompensieren sei. Steigende Notierungen dürften die Folge sein, wenn das passiert. Noch sind es Warnungen, aber welche, die auch im Hinblick auf Öl-Aktien wie Shell eine gewisse Relevanz besitzen.

Positiv ausgedrückt: Abwärtsrisiken limitiert

Positiv ausgedrückt heißt das, dass das Abwärtsrisiko bei der Shell-Aktie und bei eigentlich allen Öl-Aktien eher limitiert ist. Wir erkennen, dass es weitere Belastungsfaktoren gibt, die zur Knappheit führen können. Im Wesentlichen hat sich das globale Setting im Ölmarkt daher nicht verändert. Und wenn, dann durch diese Warnung eher zum Negativen.

Von einer Entspannung können wir daher kaum sprechen. Der Markt bleibt offenbar in einer extrem knappen Gesamtmarktsituation, gegen die es zumindest für den Moment kein Mittel gibt. Sollte Russland seine Produktion kürzen oder es eine künstliche Verknappung durch das Meiden der Rohstoffe dieser Region (nicht falsch verstehen: Was politisch vertretbar wäre) geben, kann das gravierende Auswirkungen haben. Lösungen, um die Knappheit zu beenden, gibt es derzeit eher nicht.

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Vincent besitzt Aktien von Shell. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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