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Q2 von Alphabet – die Gründe, weshalb das Glas eben doch halb voll ist

Alphabet
Foto: Google

Die erwartete Free-Cashflow-Rendite für das laufende Geschäftsjahr von Alphabet (WKN: A14Y6F) liegt laut den Analystenerwartungen bei ca. 5 %. In den nächsten beiden Jahren soll der Free Cashflow laut den Daten bei marketscreener.com um jährlich 20 % wachsen. Diese Erwartungen können natürlich noch verfehlt werden, aber die Alphabet-Aktie wirkt derzeit einfach fair bewertet.

Für mich ist das der Grund, weshalb sich die Aktie nach den Quartalszahlen ziemlich positiv entwickelt hat. Die Erwartungen der Analysten wurden nämlich eigentlich verfehlt. Viele Marktteilnehmer erwarteten aber wahrscheinlich wesentlich schlechtere Zahlen. Nach den Zahlen von Snap (WKN: A2DLMS) ging nämlich die Sorge vor dem Einbruch bei den Werbeeinnahmen um.

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Alphabet entwickelt sich stabil und arbeitet am Burggraben

Alphabet konnte den konsolidierten Umsatz allerdings im zweiten Quartal um 13 bzw. 16 % bei konstanten Wechselkursen steigern. Die Umsatzkosten stiegen überproportional aufgrund von gestiegenen Kosten in den Rechenzentren und den Other Bets. Die operativen Aufwendungen für F&E und den Vertrieb sind ebenfalls stark überproportional gestiegen. Dafür ist vor allem der gestiegene Personalbestand im Vergleich zum Vorjahr verantwortlich. Allein im zweiten Quartal hat Alphabet 10.108 neue Mitarbeiter eingestellt.

In der Folge ist auch die Free-Cashflow-Marge, bereinigt um die Veränderungen im Working Capital, etwas zurückgekommen. Statt 27,8 % im Vorjahr waren es dieses Jahr nur 24,1 %. In Anbetracht der unsicheren globalen Wirtschaftsaussichten möchte Alphabet das Tempo der Einstellungen drosseln. Ab 2023 soll sich diese Maßnahme in den Zahlen bemerkbar machen. Daneben möchte das Management auch den Fokus schärfen und die Produktivität verbessern.

Trotzdem hält Alphabet an den langfristigen Schwerpunkten fest. Durch KI-gestützte Tools, Einblicke und Automatisierung möchte Alphabet seine Kunden und Partner in die Lage versetzen, flexibel und reaktionsschnell zu bleiben. Dafür investiert man in alle Bereiche der Forschung, von Grundlagenforschung über angewandte Forschung bis hin zur Entwicklung von neuen Produkten. Mit den Ressourcen von Alphabet entstehen dadurch Wettbewerbsvorteile, die nur schwer aufzuholen sind.

Die Google-Suche versteht alles

Was dabei rauskommt, zeigt die Google-Suche. Vor einigen Jahren war es nur möglich, mit der Eingabe von Suchbegriffen nach etwas zu suchen. Heute wird Google Lens, das die visuelle Suche ermöglicht, 8 Mrd. Mal im Monat verwendet. Mit der Multisuche lässt sich inzwischen sogar die Suche mit Wörtern und Bildern kombinieren. Die Suche mit Sprache ist innerhalb von wenigen Jahren im Alltag angekommen. Kein anderer Suchanbieter kann da noch mithalten bzw. einen konkurrierenden Dienst etablieren. Deswegen dominiert Google hier auch den Markt.

Ich bin nach wie vor von Alphabet überzeugt. Daran ändert auch das im Jahresvergleich stagnierende Wachstum bei YouTube oder der ausgeweitete Verlust im Cloud-Geschäft und den Other Bets wenig. Das Kerngeschäft bleibt hochprofitabel und gleichzeitig ist Alphabet so stark für langfristiges Wachstum positioniert wie ganz wenige andere Firmen auf der Welt.

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Florian besitzt Aktien von Alphabet. Suzanne Frey arbeitet als Führungskraft bei Alphabet und sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Alphabet (A- & C-Aktien). 



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