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Was du wissen solltest, ehe du im Crash alle deine Aktien verkaufst

Foto: Getty Images

Nachdem die Aktienkurse in den letzten Wochen wieder deutlich nachgegeben haben und der Deutsche Aktienindex Dax sogar ein neues Jahrestief bei 11.863 Punkten aufgestellt hat, fragen sich viele Anleger, wann es endlich wieder aufwärtsgehen könnte am Aktienmarkt. Viele Investoren blicken in ihren Depots auf rote Zahlen – das ist entmutigend und macht definitiv keine Lust auf Investments in Aktien.

Wer Anfang des Jahres die Dax-Aktien kaufte, hat nun trotz Rekorddividenden im laufenden Börsenjahr eine Minusrendite von fast 24 % erzielt (Stand: 3. Oktober 2022). Betrachtet man allein die Aktienkurse, verlor man sogar mehr als 26 %. Das sind wirklich traurige Zahlen. Bliebe es dabei, wäre das die schlechteste Dax-Performance seit 2007 und das drittschlechteste Jahr überhaupt seit der Einführung des Leitindex im Jahr 1988.

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Dax: Die Stimmung ist im Keller

Die schwache Aktienperformance der letzten Wochen hat merklich auf die Stimmung der Anleger gedrückt. Das lässt sich zum Beispiel an der Umfrage zum Dax-Sentiment des Handelsblatts erkennen, die wöchentlich erscheint. Die Erhebung zeigt einen Wert von minus 6,9. Deutsche Anleger sehen Aktien derzeit fast so pessimistisch wie kurz nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine (minus 7,8) und im Corona-Crash (minus 8,2).

Klar, denn die fundamentale Ausgangslage für Aktien ist alles andere als berauschend. Die ohnehin schon hohe Inflation hat durch die Energiekrise eine ganz neue Dimension erreicht. Mittlerweile ist die Teuerung sogar zweistellig. Das zwingt die Europäische Zentralbank zu Zinserhöhungen, die allerdings ins Leere laufen, da die Notenbanker mit dem Leitzins nicht das Gasangebot kontrollieren können.

Was die Zinsen aber sehr wohl schaffen, ist, die ohnehin angeschlagene Wirtschaft noch stärker unter Druck zu setzen. Diese Gemengelage hat bereits zu ersten Insolvenzen im Mittelstand geführt. Das sind keine guten Vorzeichen für Aktien. Die schlechte Stimmung ist also nachvollziehbar.

Noch deutlicher wird der Pessimismus am Aktienmarkt, wenn man auf die Fünf-Wochen-Wertung der Handelsblatt-Umfrage blickt: Diese liegt bei minus 31,0. Nur im Corona-Crash stand dieser Wert jemals tiefer. Das verdeutlicht, wie lange die schlechte Stimmung nun schon vorherrscht. Sie frisst sich regelrecht in die Köpfe der Anleger.

Was bedeutet dieses Signal für Aktien?

Auch unter den Profi-Fondsmanagern ist die Stimmung mies. Kein gutes Zeichen, wenn niemand am Aktienmarkt von steigenden Kursen ausgeht – oder?

Nicht unbedingt. Tatsächlich kann ein schlechtes Sentiment für Aktien und den Aktienmarkt sogar ein fruchtbarer Boden sein. Denn wenn die Stimmung schon mies ist, dann wird es zunehmend schwerer, die Leute negativ zu überraschen. Mal ehrlich: Damit die Stimmung jetzt noch schlechter wird, müssten extrem unwahrscheinliche Ereignisse passieren. Auf der anderen Seite reichen schon mittelmäßige News für eine positive Überraschung.

Da die Stimmung am Aktienmarkt bereits negativ ist, haben bereits viele Anleger verkauft und warten mit Cash an der Seitenlinie, um wieder in Aktien investieren zu können. Es reichen dann nur wenige Käufer, um den Markt zu drehen.

Die wichtigste Botschaft ist, dass man sich von der schlechten Stimmung nicht anstecken lassen sollte. Langfristig strebt der Aktienmarkt nach oben, obwohl es immer wieder enttäuschende Phasen gibt. Wer diese durchsteht und die günstigen Kurse für Nachkäufe nutzt, kann im folgenden Bullenmarkt großartige Profite mit Aktien erzielen.

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