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Der Bärenmarkt übertreibt! Diese 3 Aktien sind jetzt zu günstig

Börsenkorrektur
Foto: Getty Images

Der Fear & Greed Index signalisiert extreme Angst. Privatanleger sind so pessimistisch wie seit 13 Jahren nicht mehr. Getrieben von diesen Emotionen ist der S&P 500 seit Jahresbeginn bereits 25 % gefallen (Stand: 16.10.22, gilt für alle Angaben). Beim DAX sind es minus 22 %. Die Aktien der folgenden drei etablierten Unternehmen sind noch stärker gefallen. Da diese weiterhin hohe Free Cashflows generieren und die langfristigen Wachstumstreiber intakt sind, finde ich alle drei heute zu günstig.

Autodesk

Die Aktien von Autodesk (WKN: 869964) fielen seit Jahresbeginn um 33 %, obwohl sich das operative Geschäft weiterhin gut entwickelt. Im letzten Quartal stieg der Umsatz um 17 %, der Free Cashflow um 32 %. Die Nachfrage nach der Design- und Bausoftware von Autodesk mit der zum Beispiel Gebäude entworfen, Automobile designt oder 3D-Videospiele entwickelt werden, scheint mir auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten intakt.

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Daher bin ich für die Zukunft positiv gestimmt. Die Digitalisierung unserer Welt steht meiner Meinung nach gerade erst am Anfang. Autodesk erscheint gut positioniert, um auch bei den Themen Virtual Reality und Metaverse eine tragende Rolle zu spielen. Auch wenn das Umsatzwachstum in diesem Geschäftsjahr „nur“ 13 bis 15 % betragen soll, finde ich die Autodesk-Aktie mit einem Multiple bezogen auf den in diesem Geschäftsjahr erwarteten Free Cashflow von 20 heute zu günstig bewertet.

Match Group

Die Aktien der Match Group (WKN: A2P75D) sind in diesem Jahr regelrecht abgestürzt. Nach dem Kursabschlag von 69 % notieren sie auf dem Kursniveau von Ende 2018. Seitdem hat sich der Marktführer beim Online-Dating (mit Marken wie Tinder und Hinge) jedoch stark weiterentwickelt. Der Umsatz stieg in den letzten fünf Jahren um durchschnittlich 22 % pro Jahr, der operative Gewinn um je 24 %. Diese gute Entwicklung riss auch im letzten Quartal nicht ab. Der währungsbereinigte Umsatz stieg um 19 %, der angepasste operative Gewinn wuchs um 9 %.

Auch für die Zukunft sehe ich das Unternehmen gut aufgestellt. Der neue CEO, der Mitte des Jahres von dem Spieleentwickler Zynga gekommen ist, scheint eine klare Strategie zu haben. Das Wachstum soll insbesondere in Asien vorangetrieben werden. In etablierten Märkten sollen noch stärker Nischen mit Dating Apps für Christen oder karriereorientierte Singles bedient werden. Gleichzeitig werden bisher wenig erfolgreiche Projekte wie Datinglösungen für das Metaverse erst einmal zurückgefahren. Bei etablierten Apps soll eine stärkere Kostendisziplin gewahrt werden.

Entsprechend soll der Free Cashflow weiter steigen. Bezogen auf den Free Cashflow aus 2021 beträgt das Multiple 14. Ganz schön günstig.

PayPal Holdings

Auch bei PayPal Holdings (WKN: A14R7U) sieht der Kursverlauf schlimm aus. Der Aktienkurs steht 59 % tiefer als zu Jahresbeginn und notiert damit auf dem Niveau von Mitte 2018. Operativ läuft es hingegen ordentlich. Obwohl der Boom der Coronapandemie abgeflacht ist und sich das Ende der Zusammenarbeit mit eBay negativ auswirkt, wuchsen Umsatz (+ 9 %) und Free Cashflow (+ 22 %) im letzten Quartal.

Das Multiple bezogen auf den Free Cashflow aus 2021 beträgt 17. Das erscheint mir zu günstig für das aus meiner Sicht führende Unternehmen im Bereich des digitalen Bezahlens. Der Markt soll laut MarketsandMarkets in den nächsten Jahren mit 15 % pro Jahr wachsen. Zudem erschließt sich PayPal immer neue Bereiche wie digitale Wallets, Ratenkredite oder Sparkonten.

Bei allen drei Qualitätsunternehmen scheint mir der Markt derzeit zu pessimistisch zu sein. Ich sehe jeweils eine strahlende Zukunft – in die ich heute zu günstigen Bewertungen investieren kann.

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Hendrik Vanheiden besitzt Aktien von Autodesk und Match Group. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Autodesk, Match Group und PayPal Holdings.

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