Shell-Aktie: Der Wendepunkt?
Bei der Shell-Aktie (WKN: A3C99G) läuft es eigentlich hervorragend. Wir haben zuletzt ein weiteres Quartalszahlenwerk mit reichlich freien Mitteln und einem hohen Ergebnis gesehen. Das ist es, was wir erwarten: Die hohen Ölpreise sollen das operative Geschäft stärken.
Der Aktienkurs ist ebenfalls ein inzwischen wieder sehr positives Kapitel. Im Moment notiert die Shell-Aktie auf einem Kursniveau von deutlich über 28 Euro. Das zeigt, dass der Markt aufgrund der soliden Ertragskraft wohl wieder etwas optimistischer gestimmt ist.
Ein Analyst hat jetzt jedoch sein Fähnchen neu ausgerichtet. Entgegen der eigentlich landläufigen Meinung, dass man mit Öl-Aktien wie eben dieser weiterhin einen Blumentopf gewinnen kann, gibt es plötzlich ein neutrales Rating. Ob das der Wendepunkt ist? Sehen wir uns das mal etwas näher an!
Shell-Aktie: Darum die Kehrtwende!
Es ist zumindest der Wendepunkt bei dem Analysten von Goldman Sachs in Bezug auf die Shell-Aktie. Zwar bleibt das Kursziel mit 38 Euro noch stattlich und bietet Potenzial. Jedoch gibt es ein Neutral-Rating. Die Begründung ist jedoch das Eigentliche, was Foolishe Investoren interessieren sollte.
Der Analyst der Goldmänner betont jedenfalls, dass bei der Shell-Aktie das Ergebnis und der Cashflow in dieser Marktphase hoch bleiben sollte. Es könne aufgrund dessen weiterhin sogar zweistellige Steigerungsraten bei Kapitalrückführungen wie Aktienrückkäufen und der Dividende geben. Allerdings sei die Aktie zuletzt stark gestiegen und aufgrund dessen teurer als die Peers.
Die Trendwende besitzt, so der Analyst von Goldman Sachs, daher keinen operativen Ursprung. Nein, sondern es gebe einfach Peers, die niedriger bewertete und damit attraktiver seien. Trotzdem gibt es offensichtlich reichlich Zuversicht, wenn wir uns auch jetzt noch das ambitionierte Kursziel von 38 Euro ansehen.
Es ist … eine Öl-Aktie
Im Endeffekt ist das Rating von Goldman Sachs eines von vielen. Die Shell-Aktie hat in den vergangenen Wochen, Monaten und Quartalen wieder Boden gut gemacht und preist derzeit die schwierige Corona-Phase mit der Ölpreisschwemme aus. Man könnte auch argumentieren, dass auf einem Aktienkurs von 28 Euro ein Ölpreis von zwischenzeitlich 100 US-Dollar je Barrel längst nicht eingepreist ist.
Trotzdem gibt es insgesamt Chancen und Risiken, jedoch gleichsam auch eine günstige Bewertung, die mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis im gerade so zweistelligen Bereich für das laufende Geschäftsjahr einhergehen dürfte. Eine Chance ist daher durchaus noch vorhanden. Zumal das Management die eigene Dividende zuletzt sehr deutlich erhöht und die Aktienrückkäufe hoch gehalten hat. Alleine kurzfristig kann das ein gewisses Momentum auslösen.
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Vincent besitzt Aktien von Shell. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.
