BioNTech-Aktie: Jetzt schmelzen die Umsätze dahin

Schriftzug "Covid-19" auf rotem Untergrund mit Pillen und Virus-Figuren
Foto: Edward Jenner via Pexels

Für BioNTech (WKN: A2PSR2) brechen schwerere Zeiten an. In den letzten beiden Jahren ist aus dem kleinen Unternehmen, das kaum Umsatz erwirtschaftete, ein milliardenschwerer Konzern geworden.

Das alles hing natürlich mit den extrem erfolgreichen COVID-19-Impfstoffen zusammen. Diese eine Produktgruppe hat BioNTech zu einem weltweit bekannten Unternehmen gemacht und gleichzeitig Milliarden in die Kasse gespült.

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Dass diese wunderbare Zeit sprudelnder Gewinne nicht ewig anhalten kann, war natürlich jedem Anleger klar. Das ist sicherlich auch der Hauptgrund dafür, dass die Aktie nach Erreichen ihres Rekordhochs im Sommer 2021 schnell auf Talfahrt gegangen ist. Seit inzwischen bald zwei Jahren pendelt der Aktienkurs nun um die Marke von 150 Euro herum.

Die Umsätze brechen ein

Dabei liefen die Geschäfte im letzten Jahr einmal mehr hervorragend. Tatsächlich lief es sogar besser, als BioNTech am Jahresbeginn selbst erwartet hatte.

Letztendlich ist der Umsatz gegenüber dem Vorjahr nur um knapp 10 % auf 17,3 Mrd. Euro gesunken. Auch der Nettogewinn konnte bei 9,3 Mrd. Euro oder 37,77 Euro je Aktie einigermaßen konstant gehalten werden. Trotzdem bekommt man die Aktie aktuell schon für 114 Euro (Stand: 28.03.2023). Man zahlt also nur das 3-Fache des letzten Jahresgewinns für die Aktie!

Das gesamte Unternehmen wird an der Börse derzeit nur mit 28 Mrd. Euro bewertet. Das operative Geschäft wird sogar nur mit kaum mehr als 14 Mrd. Euro bewertet, wenn man die 13,7 Mrd. Euro an Cashreserven abzieht.

Aber in diesem Jahr wird das Fahrwasser für BioNTech sehr viel schwieriger werden. Denn das Unternehmen prognostiziert Umsätze im Zusammenhang mit COVID-19-Impfstoffen von nur noch 5 Mrd. Euro. Da BioNTech über noch keine nennenswerten sonstigen Umsatzquellen verfügt, bedeutet das, dass der Umsatz um etwa 70 % einbrechen könnte.

Können neue Produkte das Ruder herumreißen?

Gleichzeitig werden aber auch die Ausgaben für Forschung und Entwicklung um eine Milliarde Euro ansteigen. Insgesamt dürfte deshalb im laufenden Jahr vom Gewinn nicht mehr viel übrig bleiben. Aber ist das tatsächlich ein Grund, die Aktie zu verkaufen?

Nicht unbedingt! Denn BioNTech investiert wie erwähnt viel Geld in Forschung und Entwicklung. Dank des riesigen Erfolgs der COVID-19-Impfstoffe kann BioNTech es sich leisten, viel Geld zu investieren, ohne in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten.

Früher oder später werden sich die Investitionen im besten Fall auszahlen und neue Produkte daraus hervorgehen, die weitere Umsätze in die Kassen spülen. Eine Garantie gibt es dafür aber natürlich nicht. Deshalb ist der Kauf der Aktie aktuell eine Wette auf den Wert der Entwicklungspipeline. Die Wette kann aufgehen und den Aktienkurs vielleicht sogar wiederbeleben. Aber im schlimmsten Fall könnte der Aktienkurs auch weiter abstürzen. Insgesamt ist die BioNTech-Aktie aus meiner Sicht gerade eine der riskantesten Wetten am Markt.

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Dennis Zeipert besitzt keine der erwähnten Aktien. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien.



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