TSMC-Aktie: Value und Growth, auf das Warren Buffett verzichtet. Ich nicht!

Eine Person zeigt den Daumen nach oben
Foto: Donald Tong via Pexels

Die Aktie der Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (WKN: 909800), kurz TSMC, hat in den letzten Wochen und Monaten das Interesse vieler Investoren geweckt. Besonders die Entscheidung von Warren Buffett, seine Anteile an dem Unternehmen zu verkaufen, sorgte für Aufsehen. Auch bei mir. Nur nutzte ich die Gelegenheit, um mir Anteilsscheine ins Depot zu legen.

Während einige Investoren sich zurückhalten, sehen andere in der TSMC-Aktie ebenfalls eine vielversprechende langfristige Investitionsmöglichkeit. In diesem Artikel möchte ich einmal mehr untersuchen, warum die TSMC-Aktie trotz der Berichte über einen Rückgang der Nachfrage und einer geschwächten Prognose des Managements immer noch ein attraktives Investment darstellen könnte. Legen wir los.

Etwas zum Unternehmen TSMC

TSMC ist ein globales Powerhouse, wenn es darum geht, Halbleiter im Auftrag anderer Unternehmen herzustellen. Früher wurde es als ein Outsourcing-Dienstleister angesehen und fand nur wenig Beachtung. Heute ist das taiwanesische Unternehmen von elementarer Bedeutung, denn es werden immer leistungsfähigere und energieeffizientere Chips benötigt. Dabei greifen die Taiwanesen auf eine äußerst fortschrittliche Technologie der Herstellung zurück, um im kleinsten Nanometerbereich zu produzieren.

Wie groß aktuell die Nachfrage nach Chips ist, das verdeutlicht das letzte Geschäftsjahr 2022. Hier erhöhte sich bei TSMC der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 34 % auf 75,9 Mrd. US-Dollar.

Noch stärker fiel der Zuwachs im vierten Quartal 2022 aus, in dem der Umsatz um 42,8 % anstieg. Das Nettoergebnis erhöhte sich sogar um 78 %.

Abschwächung der Halbleiterindustrie schlägt durch

Was anschließend folgte, war eine deutliche Ernüchterung, denn die Halbleiterindustrie verspürt zunehmend Gegenwind aufgrund einer wirtschaftlichen Abschwächung. Da hilft auch der chronische Chip-Mangel der Vergangenheit nichts mehr.

Auch TSMC konnte sich dieser Entwicklung nicht entziehen. So wurde im ersten Quartal 2023 ein relativ schwacher Umsatzanstieg von 3,6 % ausgewiesen. Das EPS erhöhte sich mit 2,1 % unterproportional.

Der Vorstand erklärte die Schwäche des Geschäfts mit einem schwachen makroökonomischen Umfeld sowie mit einer sich abschwächenden Nachfrage in den Endmärkten.

Setzt man die abgelieferten Zahlen jedoch ins Verhältnis zu Wettbewerbern, so fallen diese immer noch überzeugend aus. Andere Unternehmen wie Intel (WKN: 855681) oder Nvidia (WKN: 918422) mussten zweistellige Umsatzrückgänge hinnehmen.

Politisches Risiko für Warren Buffett zu groß?

Als eines der Hauptargumente, warum Warren Buffett sich so kurz nach einem Einstieg wieder von seinem Investment verabschiedet hat, wurde häufig genannt, dass er die politischen Risiken in den Vordergrund stellt. Wobei man hier anmerken muss, dass diese bereits vor seinem Anstieg bekannt waren.

Denkt man diesen Schritt jedoch weiter, so glaube ich nicht, dass China in seiner Taiwan-Politik einen radikalen Schritt wagen würde. Taiwan ist für China viel zu wichtig, um einen harten Krieg anzuzetteln. Die größte Waffe des Inselstaates ist eben die Halbleiterindustrie.

Große Chip-Krise erwartet?

Ein möglicherweise anderer Grund für Warren Buffett könnte darin liegen, dass er doch eine tiefere Krise der Chipindustrie erwartet, unter der letztendlich auch ein dominierendes Unternehmen wie TSMC leiden könnte. Aber auch an diesen Sachverhalt glaube ich nicht, denn Warren Buffett ist ein großer Optimist, der langfristig immer auf einen Aufschwung setzt.

Harter Wettbewerb?

Was möglicherweise jedoch einen größeren Einfluss haben könnte, ist die Tatsache, dass der Wettbewerb in gewisser Weise verzehrt wird. Die USA pumpen derzeit Milliardenbeträge in den Aufbau ihrer eigenen Chipindustrie. Dieser Sachverhalt könnte für TSMC eine Margenerosion bedeuten.

Aber auch dieses Argument ist für mich kein Grund, abgeschreckt zu sein. TSMC ist ebenfalls auf der Liste der Subventionsempfänger in den USA. Geplant ist es, dort eine weitere Fabrik zu errichten. Amerikanische Produkte für den amerikanischen Markt, kreiert mit taiwanesischem Know-how. Dieser Sachverhalt dürfte jedoch vorerst Rendite kosten, denn der Aufbau einer effizienten Produktion kostet vorerst Geld.

Aufgrund des bereits profitablen Geschäfts sollte dies für TSMC jedoch kein Beinbruch sein. Vielmehr sollte man dies als einen Schritt hin zu mehr geografischer Diversifikation sehen, was durchaus positiv zu werten ist.

Blicken wir auf die aktuelle Bewertung, so wird von Investoren aktuell ein Faktor von 16,1 für die erwarteten Gewinne von TSMC gefordert (Stand: 25.4.23, Morningstar), was angesichts des Wachstumspotenzials nicht hoch ist. Auch die erwartete Dividendenrendite von 2,1 % ist mittlerweile solide.

Für mich bleibt die TSMC-Aktie – trotz schwieriger Lage im Halbleitermarkt – nach wie vor ein Investment mit einem spannenden Chancen-Risiko-Verhältnis.

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Frank Seehawer besitzt Aktien von TSMC. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Nvidia und TSMC.



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