Pfizer CEO mit 2 hochexplosiven Aussagen: Erleben wir etwa im Herbst ein Comeback des Corona-Profiteurs?

Illustration eines Virus mit Oberflächenstruktur inklusive Spike-Proteinen
Foto: CDC via Pexels

Es ist eigentlich noch gar nicht so lange her, als Hygieneregeln, Abstandsgebote und das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung fest zu unserem Alltag gehörten. Und ich vermute, dass sich die meisten von uns nur sehr ungern an diese Zeit zurückerinnern.

Doch gerade jetzt, wo unser Leben wieder in halbwegs normalen Bahnen verläuft, ist mir beim Lesen eines Artikels das Corona-Gespenst leider nachdrücklich zurück in mein Gedächtnis gerufen worden.

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Pfizer Chef mit brisanten Worten

Aktuell messen sicherlich die meisten Menschen dem Corona-Virus keinerlei Bedeutung mehr zu. Und auch bei mir war die Pandemie bereits wieder in Vergessenheit geraten. Was angesichts der Tatsache, dass es ja weltweit so gut wie keine Corona-Schutzmaßnahmen mehr gibt, auch durchaus nachvollziehbar ist.

Doch bei meiner Recherche zu den letzten Quartalsergebnissen des US-Pharmariesen Pfizer (WKN: 852009) ist mir bewusst geworden, dass die Probleme rund um Corona und der Erkrankung COVID-19 eventuell noch nicht gar nicht komplett vom Tisch sind.

Schuld daran sind zwei Aussagen, die Pfizer-CEO Albert Bourla in einem Interview mit Yahoo Finance getroffen hat. Zum einen ließ er verlauten, dass es unabhängig von der Höhe der Impf- und Infektionsraten von COVID-19 in diesem Herbst für ihn keinen Grund gibt, nicht von einer Wiederholung auszugehen.

Zum anderen bestätigte er eine gewisse Unsicherheit aufgrund der nachlassenden Nachfrage nach COVID-Produkten. Räumte aber zugleich ein, dass dies nicht von Dauer sein werde. Vor allem diese Bemerkung ließ mich im ersten Moment sofort aufhorchen. Könnte man sie doch so deuten, dass zumindest für den Pfizer Chef die Angelegenheit COVID-19 noch lange nicht beendet ist.

Pfizer und das Thema COVID-19

Doch bei näherem Hinsehen wird schnell klar, dass es bei Bourlas Aussagen eigentlich mehr darum geht, wie sich das Pharmaunternehmen nach dem Ende der Pandemie nun weiter entwickeln werde. Wenn er von einer Wiederholung spricht, ist damit also sicherlich nicht die Rückkehr der Corona-Pandemie gemeint.

Vielmehr geht er wohl davon aus, dass uns COVID-19 eben als ganz normale Krankheit weiter begleiten wird. Und dagegen kann man sich natürlich mit dem von Pfizer und BioNTech (WKN: A2PSR2) gemeinsam vertriebenen Impfstoff Comirnaty auch weiterhin immunisieren lassen.

Auch wenn die COVID-Produkte unter einer schwindenden Nachfrage zu leiden haben, sollte dies für Pfizer aber kein Problem darstellen. Finanzvorstand David Denton betonte hierzu beispielsweise den Ausbau der Produkt-Pipeline. Nicht zu vergessen ist hier sicherlich auch der erst kürzlich zugelassene RSV-Impfstoff für Erwachsene ab 60 Jahren.

Könnte die Aktie ein Comeback feiern?

Dies könnte tatsächlich davon abhängen, in welchem Ausmaß es im Herbst und Winter wieder zu COVID-19 Erkrankungen kommen wird. Immerhin wäre es ja möglich, dass eine neue und gefährlichere Corona-Variante auftaucht und die Infektionen damit steil ansteigen lässt.

Was dann die Nachfrage nach COVID-Produkten von Pfizer selbstredend wieder stark erhöhen würde. Zum Vergleich: Alleine im letzten Quartal waren die Umsätze des COVID-Medikaments Paxlovid und des Corona-Impfstoffs Comirnaty gegenüber dem Vorjahresquartal um 53 % rückläufig.

Das Umsatzwachstum bei den nicht COVID-Produkten betrug im zweiten Quartal hingegen lediglich 5 %. Es wird also meiner Ansicht nach vor allem darauf ankommen, wie stark sich Pfizer hier weiter positionieren kann.

Den Investoren merkt man ihre Unsicherheit derzeit auf jeden Fall an. Schließlich hat die Pfizer-Aktie in diesem Jahr bereits 30 % ihres Wertes eingebüßt. Und mit 36,00 US-Dollar (09.08.2023) notiert sie aktuell sogar 41 % unter ihrem Ende 2021 markierten Allzeithoch.

Im Moment muss man für die Pfizer-Papiere das 12,5-fache des für 2023 erwarteten Gewinns je Aktie (EPS) bezahlen. Dieser Wert erscheint sicherlich gering, doch reicht dies meines Erachtens nicht aus, um sie wirklich interessant erscheinen zu lassen.

Zumindest mir wären die Unsicherheiten zu groß und ich sehe weiterhin eine starke Abhängigkeit des Unternehmens von seinen Corona-Produkten. Erst wenn Pfizer auch außerhalb dieses Segmentes wieder richtig durchstarten kann, wäre dies eventuell auch für die Aktie eine gute Chance ein hoffentlich nachhaltiges Comeback zu starten.

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Andre Kulpa besitzt Aktien von Pfizer. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von BioNTech.



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