Günstig wie kaum eine andere Aktie: 2 Top-Dividendenaktien mit zweistelligen Free Cashflow-Renditen!

Das Bild zeigt ein Terminal am Flughafen an dem gerade ein Flugzeug der Lufthansa entladen wird.
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Dividendenanleger sind stets auf der Suche nach Aktien, die nicht nur eine solide Dividende bieten, sondern auch zu einem attraktiven Preis gehandelt werden. Dies ist ein mögliches Erfolgskonzept in der Dividendenstrategie.

In diesem Zusammenhang stechen zwei Unternehmen besonders hervor: British American Tobacco (WKN: 916018) und Lufthansa (WKN: 823212). Diese beiden Top-Dividendenwerte glänzen dabei nicht nur mit beeindruckenden Renditen, sondern auch mit zuletzt zweistelligen Free Cashflow-Renditen, die sie zu äußerst attraktiven Investitionsmöglichkeiten machen könnten. Gehen wir ins Detail.

British American Tobacco: Zweitgrößter Tabakkonzern im Wandel

British American Tobacco, einer der weltweit führenden Tabakkonzerne, hat sich längst als verlässlicher Dividendenzahler etabliert. In Europa gehört die Aktie zu den wenigen Dividendenaristokraten, d.h. zu den Titeln, die seit mehr als 25 Jahren ununterbrochen ihre Dividende erhöhen.

Mit einer aktuell erwarteten Dividendenrendite von über 9 % (Stand: 26.11.23, Morningstar) ist die BAT-Aktie für Anleger attraktiv, keine Frage. Die hohe Dividendenrendite dürfte vor allem auf das kritische Geschäftsmodell zurückzuführen sein. Viele Investoren meiden Tabakaktien, weil sie Menschen krank machen.

Anleger, die stabile Geschäftsmodelle suchen, kommen jedoch an diesen Unternehmen jedoch nicht vorbei. Die Branche ist weitgehend konsolidiert. Weltweit teilen nur wenige Anbieter den Markt unter sich auf, was die Macht der Anbieter erhöht. Es gibt aber auch Risiken, wie die seit Jahren rückläufigen Volumina oder Regulierungen, die das Geschäft immer wieder erschweren.

Was die Aktie des weltweit zweitgrößten Tabakkonzerns aber besonders attraktiv macht, ist die zuletzt zweistellige Free Cashflow Rendite von über 14 %. Im letzten Geschäftsjahr 2022 lag der Free Cashflow bei rund 8 Mrd. GBP bei einer aktuellen Marktkapitalisierung von 57 Mrd. GBP.

Einen Punkt sollten Investoren jedoch im Auge behalten: Die hohe Verschuldung aus der Reynolds-Übernahme im Jahr 2017. Sie könnte in Zeiten steigender bzw. hoher Zinsen zu einer Belastung werden.

Immerhin blieb der Umsatz trotz inflationärer Herausforderungen robust. Im ersten Halbjahr 2023 konnte ein Umsatzplus von 4,4 % erzielt werden. Der zukunftsträchtige Bereich New Categories, in dem das Zukunftsgeschäft mit risikoreduzierten Alternativen gebündelt ist, legte um beeindruckende 26,6 % zu.

Lufthansa: Nach Corona kehrt die Nachfrage zurück

Ein weiteres Unternehmen, das im Umfeld günstiger Aktien mit starkem Free Cashflow heraussticht, ist die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa. Obwohl der Luftfahrtsektor durch die COVID-19-Pandemie stark in Mitleidenschaft gezogen wurde und unter chronischem Konsolidierungsdruck leidet, hat sich die Lufthansa als widerstandsfähig erwiesen, ja sogar als aktiver Konsolidierer. Nun kehrt die Nachfrage zurück und die Finanzkennzahlen der führenden deutschen Airline explodieren.

Im letzten Geschäftsjahr 2022 lag der bereinigte Free Cashflow bei rund 2,5 Mrd. Euro. Bei einer aktuellen Marktkapitalisierung von 9,3 Mrd. Euro ergibt sich eine zweistellige Free Cashflow-Rendite von über 26 %. 

Allerdings ist der Free Cashflow bei den Kölnern starken Schwankungen unterworfen. So war er ein Jahr zuvor, im Jahr 2021, mit 1,1 Mrd. Euro negativ. Der Blick auf die ersten neun Monate 2023 zeigt einen Einbruch von 50 %. Es wurden 1,7 Mrd. Euro nach 3,3 Mrd. Euro im Vorjahr ausgewiesen. Hohe Nettoinvestitionen belasten bei gesunkenem operativen Cashflow. Trotzdem handelt es sich um starke Werte.

Darüber hinaus sind die langfristigen Aussichten positiv und lassen weitere Rekordsommer wie in diesem Jahr erwarten. Der Ausblick der Lufthansa für das Jahr 2024 deutet zumindest weiterhin auf eine weiterhin optimistische Erholung nach den Herausforderungen der COVID-19-Pandemie hin. 

So plant die Kranich-Airline die Kapazität auf rund 95 % des Vorkrisenniveaus zu erhöhen, was auf eine allmähliche Normalisierung des Luftverkehrsaufkommens und eine steigende Nachfrage hindeutet. Die angestrebte bereinigte EBIT-Marge von mindestens 8 % zeigt zudem, dass die Lufthansa nicht nur den Umsatz steigern, sondern auch die operative Effizienz verbessern will. Zum Vergleich: Im Vorjahr lag sie noch bei 4,6 %.

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Frank Seehawer besitzt Aktien von British American Tobacco. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien.



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