Den größten Vor- und Nachteil der Diversifikation einfach erklärt

Eine Waage hält einen Stapel Geldmünzen und eine Uhr im Gleichgewicht
Foto: Mona Tootoonchinia via Pixabay

Wie alles im Leben hat auch die Diversifikation zwei Seiten. Es gibt Vor- und Nachteile. Allerdings sollten wir uns darauf festhalten: Ein Mindestmaß an Streuung schützt uns als Investoren davor, dass wir die eine fatale Fehlinvestition unseres Lebens begehen, die uns für immer weit nach hinten wirft.

Trotzdem wollen wir heute die zwei Seiten der Diversifikation etwas intensiver beleuchten. Ein gedankliches Beispiel mit lediglich fünf Aktien in unserem fiktiven Portfolio ist bereits ausreichend, um das zu unterstreichen.

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Vorteil der Diversifikation: Verluste über das Portfolio minimieren

Der große Vorteil der Diversifikation ist, wie gesagt, das Verlustrisiko. Wir gehen also von unserem Depot bestehend aus fünf verschiedenen Aktien aus. In unserem ersten gedanklichen Beispiel korrigiert eine Aktie davon sehr deutlich. Ja, bis hin zum Totalverlust. Fiktiv gehen wir des Weiteren davon aus, dass die übrigen vier Aktien einfach konstant performen.

Stellen wir uns daher vor: Eine Aktie bricht um 50 % ein. Hätten wir unser gesamtes Vermögen in diese Aktie investiert, so wäre unser Vermögen nun halbiert. Keine schöne Vorstellung, die zeigt, wie wertvoll die Diversifikation ist. Wenn wir jedoch in die fünf verschiedenen Aktien jeweils zu Anfang gleich investiert gewesen sind, beläuft sich der Verlust über unser Gesamtdepot hinweg auf gerade einmal 10 %. Natürlich: Auch das schmerzt. Aber es ist verkraftbar und die übrigen Aktien können das in einem soliden Börsenjahr definitiv wieder ausgleichen.

Selbst ein Totalverlust fällt nicht so stark ins Gewicht. Die Diversifikation führt dazu, dass wir mit jeder Investition und jeder Aktie maximal 20 % unseres Vermögens verlieren können. Um auch das an dieser Stelle einmal zu betonen: Bei gerade einmal fünf verschiedenen Aktien. Wir erkennen sehr schnell, dass eine Streuung und sogar eine breite Streuung vor hohen Verlusten schützen kann. Wobei wir auch hier fair sein sollten: Dass die restlichen Aktien gar nicht performen, funktioniert selbstverständlich auch nur in solchen theoretischen Beispielen.

Der Nachteil: Die Performance wird gebremst

So gut der Vorteil der Diversifikation auch wirkt, eng damit verknüpft gibt es direkt auch einen Nachteil. Wenn wir unser Risiko streuen, so teilen wir auch die Chancen. Entsprechend ist die Aufwärtsperformance einer einzelnen Aktie auch nicht so stark, wenn wir zu breit investiert sind.

Nehmen wir an, dass weiterhin vier unserer Aktien einfach nicht performen. Eine Aktie hingegen steigt um 100 %. Was passiert über unser Gesamtdepot? Ganz einfach: Wir erhalten eine Gesamtrendite von 20 % über all unsere Investitionen. Trotz der starken Performance einer einzelnen Aktie bremsen die Non-Performer das aus. Die Quintessenz ist daher, dass eine zu breite Streuung unsere Rendite bremsen kann. Haben wir beispielsweise 50 verschiedene und gleich-gewichtete Aktien in unserem Depot, so führt eine Kursverdopplung zu einer Vermögensmehrung von gerade einmal 2 %. Selbst eine Verzehnfachung einer Aktie wäre zwar etwas, das wir merken. Was aber in der Gesamtperformance vieler Aktien untergeht.

Wir müssen daher eine gute Balance finden: Die Diversifikation ist einerseits eine solide Risikostreuung. Andererseits aber auch eine Performance-Bremse. Ein guter Mittelweg oder bei maximaler Breite, ein renditestarker Korb an Aktien sollten die Merkmale sein, die unseren Investment-Ansatz begleiten.

Diversifikation: Trotzdem entscheidend

Letztlich ist die Diversifikation trotzdem ein gutes Mittel zur Risiko- und Chancen-Maximierung. Lass uns auch hier ein Beispiel betrachten: Selbst wenn eine Aktie aus dem fiktiven 5-Aktien-Portfolio um 50 % fällt und eine andere um 100 % steigt, hätten wir bei gleichbleibender Performance der übrigen Aktien noch eine Rendite von 10 %. Wir erkennen, dass unterschiedliche Aktien sich eben unterschiedlich entwickeln können.

Wichtig ist, die Vor- und Nachteile zu kennen und hieraus wertvolle Rückschlüsse für das eigene Portfolio zu ziehen.

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