Aktiensplit: Rendite-Turbo oder bloße Kurs-Kosmetik?

Schriftzug "TecDAX" in einer Finanzzeitung in Nahaufnahme
Foto: Markus Spiske via Pexels

Ein Aktiensplit ist relativ einfach erklärt: Das Management eines Unternehmens entscheidet sich dazu, die Aktie optisch zu verbilligen. Und so teilt man den aktuellen Kurs durch 2, durch 4, durch 20 oder jede andere Zahl, die man möchte. Gleichzeitig werden jedoch entsprechend so viele neue Aktien an die Altinvestoren ausgegeben, dass die Besitzverhältnisse sich nicht verändern.

Alleine das zeigt: Ein Aktiensplit verändert nichts für uns als Investoren. Zumindest, wenn wir das Unternehmen und unseren Besitzanteil hieran betrachten. Besaßen wir vorher 0,1 % an einem Unternehmen, so sind es danach auch 0,1 %. Eine Veränderung gibt es nicht.

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Trotzdem wird dem Aktiensplit nachgesagt, er erweise sich als Rendite-Turbo. Als Kurs-Katalysator. Was ist dran an dieser Theorie? Die Statistiken offenbaren Verblüffendes. Aber meiner Meinung nach: Wenig Werthaltiges.

Aktiensplit: Der Rendite-Turbo!

Gängige Statistiken zeigen jedenfalls, dass ein Aktiensplit ein Rendite-Turbo sein kann. Die Bank of America fand im Jahre 2022 heraus, dass diese von den Besitzverhältnissen kurs-kosmetische Maßnahme einen signifikanten Einfluss auf die Performance hatte. Bei einer retrospektiven Betrachtung, die bis ins Jahr 1980 zurückreichte, notierten die Aktiensplit-Aktien über 12 Monate im Durchschnitt 25,4 % höher.

Auch kurzfristigere Betrachtungen zeigen: An der Performance scheint etwas dran zu sein. Über drei Monate lag das Plus bei 7,8 % und bei sechs Monaten bei 13,9 %. Die letzteren Werte schlugen sogar den Vergleichsmarkt der jeweiligen Unternehmen. Die, übrigens, allesamt aus dem S&P 500 entstammten. Wir können daher sagen: Es handelt sich durchaus um eine repräsentative Studie über einen langen Zeitraum. Die Erkenntnisse sind… bemerkenswert! Aber woran liegt das denn eigentlich?

Meiner Meinung nach gibt es verschiedene Gründe. Die genannten Zeiträume sind besonders kurzfristig. Der Markt könnte über Monate auf den Aktiensplit reagieren und im Rahmen einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung die starke Performance vorweg nehmen. Gleichzeitig sollten wir eines nicht vergessen: Aktien, die sich splitten, sind häufig im Vorfeld sehr gut gelaufen (sie wirken ja nicht umsonst so teuer!). Das heißt: Sie können auch auf intakte Wachstums- und Erfolgsgeschichten verweisen. Letzteres Merkmal für mich aus fundamentaler Perspektive heraus durchaus interessant. Aber es hat in dem Fall mit dem eigentlichen Aktiensplit wenig zutun.

Kurs-Kosmetik…?!

Die ebenfalls interessante Frage für mich lautet: Was ist mit einem Aktiensplit und der Performance von 10 Jahren? Hätten sich die jeweiligen Aktien durch den Split besser entwickelt? Oder schlechter? Oder gleich? Die bisherigen Auswertungen betrachten jedenfalls sehr kurzfristige Zeiträume. Meine These ist: Über lange Zeiträume gleicht sich der Effekt wieder aus und der Aktiensplit ordnet sich den fundamentalen Unternehmenskennzahlen zur Aktie unter.

Das kann ich, um ehrlich zu sein, nicht beweisen. Aber für auch die nicht vorhandene Veränderung bei den Besitzanteilen, beim Wachstum und bei der Erfolgsgeschichte einer Aktie sorgt dafür, dass ich skeptisch bin. Ein Aktiensplit bleibt für mich jedenfalls kosmetischer Natur. Der günstigere Preis mag kurzfristig Investoren anlocken. Das Prinzip setzt sich jedoch nur durch, wenn ein Unternehmen erfolgreich bleibt.

Und, ehrlich gesagt: Das ist sowieso viel lieber mein Fokus. Auf erfolgreiche Unternehmen zu setzen, egal wie optisch teuer die Aktie ist. Damit fühle ich mich jedenfalls deutlich wohler.

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Vincent Uhr besitzt keine der erwähnten Aktien. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien.



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