Lohnt es sich jetzt die AMD-Aktie zu kaufen?

Eine Person hält aufgefächerte 500-Euro-Scheine
Foto: cottonbro studio via Pexels

Seit etwa einem Jahr kennen die Kurse der meisten großen Chipaktien kein Halten mehr. Insbesondere die Nvidia-Aktie (WKN: 918422) hat eine extreme Kursrally hinter sich, die den Konzern inzwischen zu einem der wertvollsten Unternehmen der Welt gemacht hat. Weitaus weniger profitieren konnte dagegen die Aktie des Konkurrenten AMD (WKN: 863186). Zwar ging es auch hier um rund 86 % auf aktuell 178 US-Dollar rauf, aber im Vergleich zum Anstieg von fast 230 % der Nvidia-Aktie ist das schon fast eine schwache Performance (Stand 04.04.2024).

Die große Frage ist daher, ob die AMD-Aktie noch jede Menge Potenzial hat, oder man vielleicht doch lieber die Finger davon lassen sollte.

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Kann AMD zur Konkurrenz aufholen?

Tatsächlich konnte AMD bisher kaum von der stark gestiegenen GPU-Nachfrage profitieren. Im letzten Geschäftsjahr lag der Umsatz mit 22,7 Mrd. US-Dollar sogar 7 % niedriger, als im Vorjahr! Da gleichzeitig die Kosten deutlich gestiegen sind, ist der Nettogewinn sogar um 35 % auf nur noch 854 Mio. US-Dollar eingebrochen. Im Gegensatz dazu hat Nvidia im letzten Geschäftsjahr regelmäßig Milliardengewinne und starke Wachstumsraten verbucht.

Aber vielleicht kann AMD ja in diesem Jahr ein größeres Stück vom Kuchen abbekommen und seine Umsätze kräftiger ausbauen. Allerdings dürfte das erst später im Jahr passieren, wenn es überhaupt dazu kommt. Denn die Prognose für das erste Geschäftsquartal ist überraschend schwach ausgefallen. AMD erwartet einen Umsatz von 5,4 Mrd. US-Dollar. Das ist ziemlich genau das Niveau des Vorjahres. Das Management geht also davon aus, im ersten Quartal überhaupt nicht zu wachsen.

Einen Hoffnungsschimmer gibt es aber. Denn AMD führt die Stagnation auf eine schwache Nachfrage in allen anderen Segmenten zurück. Für das GPU-Geschäft im Data Center-Segment erwartet der Konzern dagegen ein starkes Wachstum. Damit besteht immerhin noch die Hoffnung, dass damit endlich das Wachstum beginnt und in den kommenden Quartalen auch der Gesamtumsatz davon profitieren kann.

Das wird auch bitter nötig sein, um den Aktienkurs auf dem aktuellen Niveau zu halten. Denn im Verhältnis zum letzten Jahresgewinn von 0,53 US-Dollar je Aktie ist die Aktie fast schon lächerlich hoch bewertet. Legt man sich die Aktie jetzt ins Depot, muss man also das 335-Fache des letzten Jahresgewinns bezahlen.

Ist die Bewertung von fast 300 Mrd. US-Dollar wirklich gerechtfertigt?

Diese extrem hohe Bewertung spiegelt den Optimismus der Anleger deutlich wieder. Um diese Bewertung zu rechtfertigen, muss AMD den Gewinn in den nächsten Jahren vervielfachen. Denn würde AMD den gesamten Gewinn als Dividende ausschütten, würde das aktuell nur eine Rendite von 0,16 % entsprechen. Um nur auf die Rendite von Staatsanleihen zu kommen müsste AMD seinen Gewinn schon mehr als verzehnfachen. Selbst dann ist man aber noch weit von Zahlen entfernt, die weitere Kursanstiege rechtfertigen könnten.

Bevor man sich die Aktie nun ins Depot legt, sollte man sich darüber im Klaren sein, dass AMD einen Gang (oder am besten einige Gänge) hochschalten muss, um die Bewertung von aktuell fast 300 Mrd. US-Dollar zu rechtfertigen. Denn niemand würde wohl 300 Mrd. US-Dollar für einen Konzern zahlen, der weniger als 1 Mrd. US-Dollar Gewinn abwirft.

Insgesamt hat AMD damit noch ein großes Stück Arbeit vor sich. Zwar ist es nicht unmöglich, dass der Konzern in die Bewertung hinein wächst. Aber ein Kurssturz um 50 % oder mehr ist wohl auch nicht auszuschließen.

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Dennis Zeipert besitzt keine der erwähnten Aktien. Aktienwelt360 hat Aktien von AMD und Nvidia empfohlen.



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