Diese weniger bekannte Tech-Aktie hat 1.000 Euro in 34.000 Euro verwandelt

Ein IT-Spezialist steht mit einem Laptop in der Hand in einem Rechenzentrum voller Server
Foto: Gerd Altmann via Pixabay

Arista Networks (WKN: A11099) ist einer der sehr frühen Profiteure Künstlicher Intelligenz. Mit seinen Netzwerk-Komponenten und einzigartigem Know-How ist das US-Unternehmen ideal für Wachstum in diesem Markt positioniert. Allerdings ist die Bewertung zuvor sehr hoch gestiegen. Deshalb korrigierte die Arista Networks-Aktie nach der Präsentation neuer Zahlen. Aber wohl auch, weil das Wachstum im direkten Vergleich einen Ticken langsamer geworden ist. Nicht langsam. Aber eben eine Idee gemächlicher.

Warum die Arista Networks-Aktie zuletzt fiel

Steigen wir in das Zahlenwerk ein: Arista Networks konnte den Umsatz um 27,5 % im Jahresvergleich auf 2,3 Mrd. US-Dollar steigern. Das Nettoergebnis wuchs um 747 Mio. US-Dollar auf 849 Mio. US-Dollar (GAAP). Wenn wir den Non-GAAP-Wert, unter anderem ohne aktienbasierte Vergütung, nehmen, stieg das Ergebnis je Arista Networks-Aktie sogar um 25 % auf 0,75 US-Dollar je Aktie. Das bleibt ein solides zweistelliges Wachstum. Wir können eigentlich sehr zufrieden sein.

Gibt es noch andere Stellen, an denen der Schuh ein wenig drückt? Vielleicht. So ist die Gross Margin (Bruttomarge) von 65,2 % auf 64,6 % eingebrochen. Keine Frage: Ein Rückschritt. Den wir aber mit den geänderten Bedingungen im Handelskonflikt begründen können. Ein Wert von über 60 % gilt aber auch hier weiterhin als Premium-Marge. Arista Networks adressiert das Premium-Tech-Segment mit Premium-Preisen. In den vergangenen Jahren lieferte exakt das auch Premium-Renditen.

Alles in allem: solide Zahlen. Mit 2,3 Mrd. US-Dollar in Cash und 7,7 Mrd. US-Dollar in kurzfristigen Investitionen besteht auch rein bilanziell ein starkes Fundament. Zum Vergleich: Die Bilanzsumme liegt bei 18 Mrd. US-Dollar, wovon 11 Mrd. US-Dollar Eigenkapital sind. Fast der gesamte Eigenkapitalanteil läge daher rein rechnerisch sogar in Cash vor.

So verdient Arista Networks sein Geld

Der Produkt-Bereich von Arista Networks ist das Herzstück der Growth-Story. Hier erzielt das US-Unternehmen seine Umsätze mithilfe der Layer-3-Switches, die in Branchenkreisen als führend gelten. Kunden von Arista Networks sind unter anderem Amazon (mit seinen Web Services), Microsoft und Google (allesamt im Cloud-Segment). Die starken Switches profitieren daher letztlich vom überproportionalen Cloud-Wachstum.

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Arista Networks erzielt ca. 20 % seines Umsatzes im Service-Segment. Hierzu dürfte unter anderem Lizenzen für das eigene EOS-Betriebssystem zählen. Aber auch sonstige Dienstleistungen rund um Auf- und Ausbau. Sowie der Entwicklung größerer Netzwerke.

Starke Bilanz und starke Prognose

Das Management von Arista Networks rechnet auch für das kommende Quartal mit einem Umsatz von 2,3 bis 2,4 Mrd. US-Dollar. Die Bruttomarge soll erneut leicht schwächer mit 62 % bis 63 % ausfallen. Das könnte im nächsten Jahresviertel ein wenig das profitable Wachstum hemmen.

Wir sehen jedoch, dass das Management schon an den neuesten Wachstumskapiteln arbeitet. So habe man zuletzt verstärkt in Technologie für AI Agents (automatische KI-Programme, die effektive Prozesssteuerung in Arbeitsprozessen übernehmen) investiert. Außerdem hat Arista Networks ein Arbeitsboard für KI-Prozesse entwickelt. Arista CloudVision AI soll zukünftig daher auch einen Weg in Richtung wiederkehrende Software-Umsätze vertiefen. Wir glauben: Es ist zumindest nicht unwahrscheinlich, dass auch dieses Tool gefragt ist.

Wir glauben weiter an die Arista Networks-Aktie

Unterm Strich erkennen wir bei Arista Networks daher einen wachstumsstarken Tech-Konzern, der aufgrund einer teuren Bewertung an Boden verloren hat. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis ist mit 47 eher teuer. Profitables Wachstum, das durchaus möglich ist, bleibt daher essentiell wichtig. Wir rechnen in den nächsten drei bis fünf Jahren mit einer deutlichen Fortsetzung der Erfolgsgeschichte. In der Zwischenzeit kann es für die Arista Networks-Aktie aber durchaus mal holprig werden.

13+1 | RisikoReich

Als größtes Risiko für die Arista Networks-Aktie müssen wir eine möglicherweise bessere Konkurrenz sowie die Abhängigkeit von großen Tech-Playern nennen.

Und die größte Chance? Arista Networks liefert wichtige Lösungen und auch Hardware für Datenzentren und Cloud-Computing-Netzwerke. Damit profitiert Arista Networks von einem Megatrend-Markt, ohne selbst direkt aktiv zu sein. Man ist quasi der Schaufelhersteller für den Goldrausch. Die Nachfrage nach Lösungen und Produkten ist groß und wird von Tech-Giganten angefragt. Das zeigt, wie qualitativ gut die Lösungen sind.

Bei einem adressierbaren Gesamtmarkt von 30 Mrd. US-Dollar besteht immer noch die Möglichkeit zur Vervielfachung der jetzigen operativen Basis. Allerdings: Arista Networks ist jetzt schon profitabel und scheint überaus profitabel zu skalieren. Die Arista Networks-Aktie honoriert das mit immer neuen Kursgewinnen und Allzeithochs. In den letzten 11 Jahren hat der Kurs dieser Megatrend-Aktie etwa um das 35-Fache zugelegt.

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