So baust du 2026 ein gutes Depot auf. Fehler, die auch du garantiert machst!

Ein Mann stapelt hölzerne Bauklötze aufeinander
Bild: geralt via Pixabay

Ein Depot aufzubauen ist wie der Vorsatz, gesünder zu essen – und dann hungrig im Supermarkt einzukaufen. Wir alle wissen, wie das endet.

Man greift zu Dingen, die gut aussehen, kurzfristig glücklich machen, aber später bereut werden. Genauso entstehen leider auch viele Depots: zu viel von dem, was gerade glänzt, zu wenig von dem, was langfristig trägt. Damit dir das nicht passiert, habe ich heute eine Idee für dich, wie du es besser strukturieren kannst.

Die Basis: Stabilität schlägt Aktionismus

Ein solides Depot sollte immer auf einem klaren Fundament stehen. Meines Erachtens sollten rund 50 % in Qualitätsaktien investiert sein, also in Unternehmen mit stabilen Geschäftsmodellen, soliden Bilanzen und verlässlichen Cashflows. Aber auch in absoluten Zahlen sollte auf Diversifikation geachtet werden.

Der häufigste Fehler besteht darin, diese Basis zugunsten vermeintlich spannenderer Ideen zu vernachlässigen und das Depot zu stark zu konzentrieren. Aber ehrlich: Wer hier zu knapp plant, baut sein Depot auf Sand. Qualität sorgt zwar nicht für Nervenkitzel, aber für Durchhaltevermögen in schwierigen Marktphasen.

Wachstum ja, aber bitte dosiert

Auch Wachstumswerte bleiben im guten Depot wichtig, sollten jedoch klar begrenzt sein. Ich halte einen Aktienanteil von etwa 20 % des Depots, der auf strukturelles Wachstum ausgerichtet ist, für tragbar. Dabei denke ich zum Beispiel an Zukunftsthemen wie Digitalisierung oder Automatisierung.

Aktienwelt360 Aktienkompass

+91,28%

Benchmark

+76,38%

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Die Dividende muss dabei gar nicht mal so im Fokus stehen. Vielmehr geht es mittelfristig um profitables Wachstum.

Viele Anleger machen dabei den Fehler, Wachstum mit Hoffnung zu verwechseln und gewichten diesen Bereich zu hoch. Dabei zeigt sich regelmäßig, dass nicht jede Wachstumsstory aufgeht und Bewertungen am Ende wieder eine größere Rolle spielen. 

Mein Take: Wer mit Bedacht Aktien zu realistischen KGVs kauft, erspart sich viel Ärger. Schauen wir weiter.

Defensive Bausteine sind kein Renditekiller

Rund 15 % des Depots könnten dabei wirklich defensiven Segmenten zugeordnet sein. Dieser Anteil wird oft als langweilig abgetan, dabei ist er essentiell für Stabilität. 

Defensiv bedeutet nicht Stillstand, sondern Berechenbarkeit und Absicherung nach unten – man weiß ja nie! 

Gerade in Phasen wirtschaftlicher Unsicherheit sorgt dieser Teil dafür, dass das Gesamtdepot ruhiger bleibt und emotionale Fehlentscheidungen vermieden werden. Mit Defensiv meine ich nicht zwangsläufig Konsumgüter-Aktien oder Telcos. Auch Gold, Silber oder andere Assets könnten eine stabilisierende Funktion ausüben.

Flexibilität für Chancen und Fehler

Die verbleibenden 15 % dienen mir als strategische Reserve. Dieser Teil kann flexibel eingesetzt werden, etwa für Sondersituationen oder temporäre Marktchancen, also für das antizyklische Investieren.

Der größte Fehler ist es, diese Quote dauerhaft zu investieren und sich damit jede Handlungsfreiheit zu nehmen. Ein gutes Depot lässt bewusst Luft für Anpassungen, ohne dass es ständig umgebaut werden muss.

Der wahre Fehler sitzt vor dem Bildschirm

Am Ende scheitern die meisten Depots nicht an der Struktur, sondern am Verhalten. Wer seine Gewichtung bei jeder Marktbewegung infrage stellt, zerstört den eigenen Plan. 

Ein gutes Depot funktioniert nur dann, wenn es nicht permanent „optimiert“ wird. Disziplin und Ruhe bleiben auch in Zukunft der wohl wichtigste Renditefaktor.

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