3 wertvolle Lektionen von meinen ersten 14 % Dividendenrendite!

Eine Person erntet Ertrag von einer Geldmünzen tragenden Pflanze
Foto: Mohamed Hassan via Pixabay

Meine ersten 14 % Dividendenrendite erhalte ich in wenigen Wochen. Die Aktie der Münchener Rück (WKN: 843002) wird sie mir bezahlen. Ausgehend von einer Dividende je Aktie in Höhe von 24 Euro und meinem ersten Einstandskurs von 171 Euro erhalte ich diese hohe Rendite. Das ist jedoch nicht erst kürzlich passiert. Nein, sondern mein erster Kauf erfolgte im Mai des Jahres 2017.

Ja, es sind fast neun Jahre her. Aber 14 % Dividendenrendite passieren selten über Nacht. High-Yield-Aktien bedeuten in der Regel Probleme wie kaum Wachstum, schwierige Geschäftsmodelle oder eine nicht nachhaltige Dividende, gemessen am Gewinn oder freien Cashflow. Der nachhaltigere Weg lautet daher: kaufen, wachsen lassen und zugleich immer höhere Ausschüttungen kassieren.

Aber das ist nicht die einzige Lektion. Beziehungsweise nicht die vollständige. Blicken wir daher auf drei wertvolle Lektionen, wie auch du dir 14 % Dividendenrendite aufbauen kannst. Übrigens: Sie gelten nicht nur für die Münchener Rück. Vielleicht nicht einmal heute mehr für den DAX-Versicherer. Nein, sondern es sind allgemein wichtige Faktoren, die du bei deiner Analyse beherzigen solltest.

14 % Dividendenrendite: Es muss das Ergebnis von Wachstum und Mäßigung sein!

Das Wachstum beschäftigt uns aber noch weiter. Die Aktie der Münchener Rück hat in den letzten fast neun Jahren eine wirklich gute Entwicklung gezeigt. Blicken wir zurück: Im Geschäftsjahr 2016 lag der Gewinn je Aktie noch bei 16,13 Euro. Damals hat das Management 8,60 Euro je Aktie ausgezahlt. Es sind lediglich Bruchteile dessen, was der DAX-Konzern heute erwirtschaftet.

Die Münchener Rück hat gerade erst Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 präsentiert. Hier liegt der Gewinn je Aktie voraussichtlich (eigene Berechnung) bei 46,69 Euro. Das heißt, dass sich der Gewinn je Aktie fast verdreifacht hat. Dadurch konnte sich auch die Dividende je Aktie fast verdreifachen. Es bleibt eine nachhaltige Entwicklung, getragen vom Gewinn je Aktie, die meine 14 % Dividendenrendite ermöglichte.

Doch ist auch das nur ein Teil des Erfolgsgeheimnisses. Denn das Management ist bekannt für Mäßigung. Das Ausschüttungsverhältnis schwankt stets um die Marke von 50 %. Allein das bedeutet, dass die Münchener Rück mit einem Jahresgewinn die Dividende doppelt zahlen könnte.

Meine erste wertvolle Lektion lautet daher: Achte auf Aktien mit einer guten initialen Dividendenrendite, deren Ausschüttungen regelmäßig wachsen. Aber auch darauf, dass das Management maßvoll agiert und nicht die Auszahlungen in einzelnen Jahren zu hoch steigert. Das führt in Summe zu einem beständigen Erfolg.


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Aktienrückkäufe sind ein wirkungsvoller Katalysator!

Bei der Berechnung des Gewinns je Aktie habe ich bei der Münchener Rück die Anzahl ausstehender Aktien betrachtet. Hier fiel mir auf, dass per Ende 2025 die Anzahl bei 130.645.071 liegt. Ein spannender Wert. Ein Wert, der einem zeigt: Mit jeder Aktie besitzen wir wirklich nur einen Bruchteil. Aber einen, der konsequent größer wird. Auch das hat mir zu meinen 14 % Dividendenrendite geholfen. Ich verrate dir auch, wie.

Noch im Jahre 2017, also per Ende 31.12.2016, lag die Anzahl ausstehender Aktien bei rund 161 Mio. Wir müssen beide keine Einser-Schüler in Mathematik sein, um zu erkennen, dass es damals rund 23,2 % mehr gewesen sind. Durch die Aktienrückkäufe hat das Management den Besitzanteil jeder einzelnen Aktie erhöht. Dadurch teilt sich der Gewinn je Aktie ebenfalls auf weniger Aktien auf. Und exakt dadurch besteht mehr Spielraum, um je Aktie mehr Dividende zu bezahlen.

Meine zweite wichtige Lektion ist daher, dass die besten Unternehmen mit einem moderaten Wachstumspotenzial nicht nur eine Dividende zahlen. Sie setzen zumindest situativ Aktienrückkäufe ein und optimieren damit ihre Kapitalrückführungen. Bei der Münchener Rück gehen die Rückkäufe in diesem Jahr mit 2,5 Mrd. Euro weiter. Regelmäßigkeit ist ebenfalls wichtig. Denn dadurch besteht in Zukunft noch mehr Spielraum, um die Dividende je Aktie anzuheben. Die 14 % Dividendenrendite werden daher meiner Meinung nach nicht das Ende der Fahnenstange sein.

14 % Dividendenrendite: Die Dividendenpolitik und ein starkes Geschäftsmodell!

Zu guter Letzt bin ich der Überzeugung, dass für eine starke Dividende auch eine Dividendenpolitik nötig ist. Warum? Allein vor dem Hintergrund, dass eine festgeschriebene Ausschüttungspolitik zeigt, dass dem Management stabile und leicht wachsende Zahlen wichtig sind. Wichtig ist zudem, dass das Management auch hier mit Mäßigung agiert. Denn wer beispielsweise regelmäßige Erhöhungen festschreibt, ohne auf den Gewinn je Aktie einzugehen, der gerät in schwachen Jahren in finanzielle Schwierigkeiten.

Anhand einer Dividendenpolitik können wir daher die Ausrichtung der Dividende überprüfen. Wir sollten einerseits eine Begrenzung und ein Bekenntnis zur Stabilität erkennen. So sagt die Politik der Münchener Rück beispielsweise, dass es bei einer Mindest-Solvency-II-Quote stets mindestens eine Dividende auf dem Niveau des Vorjahres gibt. Solch eine Dividendenpolitik führt zu Konstanz und ebnet bei wachsenden Gewinnen den Raum für moderate Erhöhungen.

Auf der anderen Seite solltest du aber auch eines bedenken: Die Münchener Rück zahlt bloß so stark, weil das Geschäft es hergibt. Rückversicherungen bleiben ein nachgefragter Markt. Es geht um Schutz von Sachwerten, um stabile Prämien. Mit solchen Konzepten und eher konservativen bis langweiligen Geschäftsmodellen baut man sich 14 % Dividendenrendite auf. Wenn auch du einen solchen Wert erreichen möchtest, überlege dir, wo all das vielleicht möglich ist. Es könnte die Münchener Rück sein. Aber in der Börsenwelt existieren auch viele andere vielversprechende Dividendenaktien, die ähnliche Ansätze zu bieten haben.

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Vincent besitzt Aktien der Münchener Rück. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien der Münchener Rück.



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