Plus 73 % in 1 Jahr: Ist dieser gefallene 3D-Druck-Champion jetzt wieder kaufenswert?

Proto Labs (“Protolabs”, WKN: A1JUHT) positioniert sich als der schnellste und umfassendste digitale Fertigungsdienstleister weltweit. Die Kombination aus eigenen digitalen Fabriken für Kleinserien und einem Netzwerk an geprüften Fertigungspartner ist einzigartig und bindet Kunden jenseits des namensgebenden Geschäfts der Prototypenfertigung. Angesichts eines Kursplus von 73 % in nur einem Jahr muss man festhalten: Inzwischen profitieren auch die Investoren der Protolabs-Aktie wieder, was lange Zeit nicht der Fall gewesen war.
Protolabs-Aktie: Die nächsten Schritte beim Turnaround
Im Februar hatte die Börse begeistert reagiert, weil Protolabs die Erwartungen z. T. deutlich übertreffen konnte. Die Reaktion auf die Q1-Zahlen fiel hingegen gemischt aus. Zunächst war ein Einbruch zu beobachten, dann wurden die Verluste wieder wettgemacht, weshalb noch immer ein Zugewinn von einem Viertel seit Jahresbeginn zu Buche steht.
Positiv war jedenfalls, dass es erneut gelungen ist, die Analystenerwartungen zu übertreffen. Ausgehend von 9 % mehr währungsbereinigtem Umsatz stieg die bereinigte Bruttomarge um 1,4 Prozentpunkte auf 46 % und das normalisierte Nettoergebnis je Protolabs-Aktie legte um 63 % zu.
Zu dem Erfolg hat auch die Artemis II Mission beigetragen, da die NASA und mehrere SpaceTech-Unternehmen auf Protolabs-Teile vertrauen. Weitere spannende Märkte wie mobile Roboter, Drohnen, Rechenzentren und Medizintechnik stützen den Wachstumstrend.
Licht und Schatten
Auch die Strategie, Kundenbeziehungen zu vertiefen, geht auf: Der Umsatz je Kontakt stieg um 20 %. Eher enttäuschend hingegen: Bei Protolabs Network ging es nur um 2 % voran. Mit 28,1 Mio. US-Dollar, die darüber abgewickelt werden, bleibt das Segment klein. Da wollen wir künftig wieder eine Beschleunigung sehen, auch wenn das Management von üblichen Varianzen im Bestellverhalten der Kunden spricht. Schwach bleibt auch weiterhin das 3D-Druckgeschäft, dem es bisher noch nicht gelingt, den technologischen Fortschritt in Umsatzwachstum umzumünzen. Der klare Umsatztreiber ist weiterhin das klassische Geschäft der Teilebearbeitung mit computergesteuerten Werkzeugmaschinen (+18 %).
Der operative Cashflow wiederum pendelt um die Marke von 18 Mio. US-Dollar. Dadurch baut das schuldenfreie Unternehmen ein schönes Liquiditätspolster auf. Zum 31. März umfasste es 158 Mio. US-Dollar. Gut gefällt uns, dass das Aktienrückkaufprogramm zu Tiefstkursen auf Hochtouren lief, während es im Q1 ausgesetzt wurde. Nun sollte es bessere Möglichkeiten zur Kapitalallokation geben.
Alles rund um den Cashflow
Zwei Fragen stellen sich hier: Warum steigt der Cashflow nicht mindestens mit dem Umsatz und wofür möchte das Management das Geld ausgeben? Ersteres ist schnell erklärt: Im Q1 wurde Umlaufkapital aufgebaut und im Vorjahr abgebaut, ein Unterschied von 7,3 Mio. US-Dollar. Das sollten übliche Schwankungen darstellen. Wenn das Pendel zurückschwingt, werden wir einen schönen Sprung nach oben sehen beim operativen Cashflow.
Was die Prioritäten angeht, nennt CEO Suresh Krishna die folgenden:
- Verbesserung der Kundenerfahrung und Qualität
- Beschleunigung des Innovationstempos
- Erweiterung der Produktionskapazitäten
- Disziplinierte Betriebsführung und Strategieumsetzung
Protolabs-Aktie: Weitere Initiativen des Managements
Das Europageschäft wurde verschlankt und auf ausgewählte Zielbranchen ausgerichtet. Nun trägt nun wieder zum Wachstum bei und Krishna ist überzeugt, dass die Region künftig erhebliche Beiträge zum Erfolg liefern wird. Mit dem erteilten AS9100-Zertifikat kann Protolabs nun auch in Europa im Bereich Luft- und Raumfahrt stärker angreifen.
Was Kapazitäten angeht, betont Finanzchef Dan Schumacher, dass es nicht an Räumlichkeiten mangelt an den Standorten. Es stehen allerdings Käufe von weiteren Werkzeugmaschinen sowie Metall‑3D-Drucker mit Direct Metal Laser Sintering (DMLS)-Technik an, die für besonders anspruchsvolle Kundensegmente gebraucht werden. Die additive Fertigung könnte damit an Bedeutung gewinnen, da der zuletzt schrumpfende europäische Markt künftig ähnlich wie der US-Markt (+30 %) wachsen könnte.
Unser Fazit zur Protolabs-Aktie im Mai 2026
Insgesamt ist gut erkennbar, dass ein paar Dinge schon richtig gut laufen und andere noch nachgeschärft werden müssen. Das Management investiert parallel an vielen Fronten, um Protolabs stärker aufzustellen. Noch kalkuliert es konservativ mit 6 bis 8 % Umsatzwachstum für 2026. Doch wenn erst einmal alle Ampeln auf Grün stehen, dürften höhere Wachstumsraten und Margen die logische Folge sein. Das wäre weiterer Zündstoff für die Protolabs-Aktie.
10.000 % Rendite & mehr: Das Geheimnis von Amazon & Netflix geknackt!
Aktien wie Amazon, Netflix oder Monster Beverage haben in den letzten Jahrzehnten enorme Renditen gebracht. Mit dem richtigen Einstiegszeitpunkt waren sogar über 77.000 % Rendite möglich.
Dabei folgen solche Unternehmen klaren Mustern. In unserem kostenlosen Sonderbericht decken wir die Geheimnisse der besten Aktien auf – leicht verständlich und auf den Punkt gebracht.
Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Proto Labs.