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Standard Lithium-Aktie: Der Shortseller-Report ist Geschichte – wie geht es nun weiter?

Lithium im Periodensystem
Foto: Getty Images

Die Aktie des noch umsatzlosen Lithiumunternehmens Standard Lithium (WKN: A2DJQP) hat sich in fast rekordverdächtiger Geschwindigkeit vom Shortseller-Bericht des Leerverkäufers Blue Orca Capital erholt. Gerade einmal fünf Handelstage dauerte es, bis die Standard Lithium-Aktie ihr Niveau von vor der Veröffentlichung wieder erreichte. Dabei half auch das kürzliche Investment von Koch Industries, das einen großen Vertrauensbeweis darstellte.

Der Aktienmarkt hat die Anschuldigungen von Blue Orca Capital also bereits abgehakt. In diesem Artikel erfährst du, warum der Shortseller-Bericht höchstwahrscheinlich danebenlag und was jetzt für die Standard Lithium-Aktie entscheidend sein wird.

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Welchen Fehler haben die Shortseller gemacht?

Die Anschuldigungen von Blue Orca Capital an die Standard Lithium-Aktie gründeten im Wesentlichen auf Pflichtmitteilungen, die das Unternehmen an die Öl- und Gasbehörde des US-Bundesstaats Arkansas machen muss. Die Leerverkäufer hatten aus den Daten eine Lithium-Gewinnungsrate berechnet, die weit unter dem von Standard Lithium öffentlich kommunizierten Wert lag. Das Fazit der Shortseller: Die direkte Lithiumextraktion (DLE) des Unternehmens funktioniert nicht. Doch wahrscheinlich ist den Spekulanten dabei ein fast schon banal wirkender Fehler unterlaufen.

Denn in den Berichten muss nur die Menge Lithium angegeben werden, die das Unternehmen zu Untersuchungszwecken lagert oder weiterverarbeitet. Jedoch ist die Produktionskapazität von Standard Lithiums Pilotanlage wesentlich höher als die für Untersuchungen und Experimente benötigte Menge. Das bedeutet: Den größten Teil des extrahierten Lithiums leitet das Unternehmen direkt wieder in die Erde. Daher taucht es in den Pflichtmitteilungen nicht auf.

Die Leerverkäufer von Blue Orca Capital haben das Unternehmensmanagement offenbar nicht um eine Erläuterung gebeten, bevor sie den Bericht veröffentlichten. Das spricht dafür, dass der Shortseller-Bericht eher aus einem wirtschaftlichen Interesse an fallenden Kursen bei der Standard Lithium-Aktie veröffentlicht wurde – und nicht aus einem Interesse an der Transparenz des Kapitalmarkts.

Was jetzt bei der Standard Lithium-Aktie wichtig ist

In einem Punkt hatte Blue Orca Capital recht: Die Bewertung der Standard Lithium-Aktie im Verhältnis zum erwarteten Wert der laufenden Projekte ist höher als bei anderen aufstrebenden Akteuren. Darin spiegelt sich die große Zuversicht des Marktes wider, dass das Unternehmen seine Lithium-Projekte in den Südstaaten zum Laufen bringen kann. In der Tat scheint Standard Lithium anderen Playern ein Stück voraus zu sein. Weiterhin besitzt man mit Lanxess einen zahlungskräftigen Partner, der das finanzielle Risiko senkt.

Dennoch liegt die Marktkapitalisierung des Unternehmens mit rund 1,5 Mrd. US-Dollar deutlich unter dem Barwert der beiden Projekte (Stand: 26. November 2021). Damit die Standard Lithium-Aktie weiter steigen kann, müssen unbedingt gute News bezüglich der Umsetzung des Lanxess-Projekts her. Bisher ziert sich der Kölner Chemiekonzern, eine finale Investmententscheidung abzugeben.

Der Aktienkurs des Unternehmens kann, wie wir in den letzten zwei Wochen gesehen haben, mitunter stark schwanken. Weiterhin ist das Unternehmen extrem abhängig davon, ob es Lanxess von der Technologie überzeugen kann oder nicht. Investoren der Standard Lithium-Aktie sollten diese Risiken bei aller Euphorie darüber, dass die Leerverkäufer offenbar danebenlagen, nicht vergessen.

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Christoph Gössel besitzt Aktien von Standard Lithium. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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