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BASF-Aktie und Thyssenkrupp-Aktie: Warum sie bis zu 6,44 % gestiegen sind

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Foto: BASF SE

Die deutsche Industrie befindet sich ohne Zweifel auf einer Talfahrt. BASF (WKN: BASF11)- und Thyssenkrupp (WKN: 750000)-Aktien haben in den letzten Monaten einen Großteil ihres Wertes verloren und niemand kann genau sagen, wann die Krise endet.

BASF und die Industrie leiden

Wenn es tatsächlich zu einer dauerhaften Aussetzung der russischen Erdgaslieferungen kommt, wie es derzeit vorgesehen ist, müssen andere Lieferanten die fehlenden Mengen ersetzen. Doch sie sind deutlich teurer. Hinzu kommt, dass es wahrscheinlich bis in das Jahr 2024 hinein zu einer Erdgasmangel-Lage kommen kann.

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RWE (WKN: 703712) geht sogar davon aus, dass der Winter 2023/2024 noch schwieriger wird als die aktuelle Heizsaison. Doch wenn Erdgas teurer wird, muss BASF auch die Verkaufspreise erhöhen. In einer globalisierten Welt stellt sich dann schnell die Frage der Wettbewerbsfähigkeit. BASF könnte aber auch die Produktion schrittweise aus Europa heraus verlagern.

Entlastungsmaßnahmen

Vielleicht gelingt der Politik doch noch eine Lösung der Probleme. So liefert beispielsweise Frankreich voraussichtlich ab Oktober 2022 Erdgas. Das Bundeswirtschaftsministerium spricht von täglich etwa 100 GWh. An einer Spanien-Anbindung hat das Nachbarland allerdings kein Interesse.

Heute sind BASF- und Thyssenkrupp-Aktien um bis zu 6,44 % gestiegen (10.10.2022). Grund ist der mögliche Beschluss einer Gaspreisbremse. Eine Gas- und Energie-Expertenkommission schlägt sie für den Zeitraum März 2023 bis April 2024 vor.

Industriekunden zahlen bereits ab Anfang 2023 für 70 % ihres letztjährigen Verbrauchs (2021) voraussichtlich einen festen Preis von sieben Cent je Kilowattstunde. Er würde den Unternehmen die Kostenkalkulation erleichtern. Doch damit lässt sich das Problem einer möglichen Gasmangellage nicht beseitigen.

Eine Gaspreisbremse könnte sie sogar noch schneller herbeiführen, weil Verbraucher dann den Konsum nicht einschränken, ihn möglicherweise wieder erhöhen und sich nicht umorientieren.

BASF und Thyssenkrupp bleiben in der Krise

Zuletzt gab der Verband der Chemischen Industrie (VCI) bereits bekannt, dass er für dieses Jahr (2022) mit einem Chemieproduktionsrückgang um 8,5 % rechne. Der Umsatz wächst infolge von Preissteigerungen weiterhin zweistellig. Doch sie führen zu einem Nachfragerückgang.

„Wir müssen uns im wahrsten Sinne des Wortes warm anziehen, um diesen Winter und auch das kommende Jahr zu überstehen. Die Drosselung der Produktion ist ein erster Schritt. Wenn bestimmte Prozesse ganz stillgelegt werden müssen, laufen sie möglicherweise nie wieder an“, so der VCI-Präsident Christian Kullmann.

Europa, aber auch die USA stehen vor einer Wirtschaftskrise, sodass BASF- und Thyssenkrupp-Aktien auch noch weiter fallen können.

Weil die Wirtschaftsräume heute enger als jemals zuvor miteinander vernetzt sind, wäre am Ende die ganze Welt betroffen. Deshalb werden die Rufe nach einer schnellen Kriegsbeendigung, auch vieler russlandfreundlicher Länder, immer lauter.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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